Monday, 25. July 2016
14.11.2015
 
 

Die Attentäter von Paris haben das deutsche Flüchtlingsmärchen gesprengt

Markus Mähler

Erst sprach Merkel eine Einladung ohne »Obergrenze« aus, jetzt kommt es wieder zu Anschlägen in Paris: Terroristen haben sich im Deckmantel der Flüchtlingswelle eingeschmuggelt. Bereits am Donnerstag ging einer der Attentäter in Bayern ins Netz, die Terrorpläne selbst hat die Polizei aber verschlafen. Mit den bekannten Folgen: Gestern Abend blickte auch der letzte Gutmensch in die Fratze der Angst. Wir importieren nicht nur Menschen. Die Politik führt uns blind in den Terror-Notstand.

 

Am Freitagabend erschütterten sieben Selbstmord-Bomber nicht nur Paris. Ganz Europa steht unter Schock: Eine Terrorwelle in der Seine-Metropole forderte mindestens 128 Tote, 200 Verletzte, die ganze Stadt taumelt weiter im Notstand. Wir haben quälende Stunden hinter uns, mit einem traurigen Höhepunkt: das Blutbad in der Pariser Konzerthalle Bataclan. Deutschland musste alles live ertragen. Übrigens nicht nur an den Fernsehschirmen: Bei uns spielte sich am Donnerstag ein Vorkapitel des großen Terroranschlags ab, das wir übersehen haben.

 

Der Polizei in Bayern ging ein möglicher Mittäter bereits vorgestern ins Netz: Schleierfahnder der Rosenheimer Polizei nahmen einen aus Montenegro stammenden Mann fest. Der 51-Jährige war auf der Autobahn Salzburg-München kontrolliert worden. Sein VW Golf entpuppte sich als getarnter Waffentransporter. Die Polizisten fanden dort in einem professionellen Versteck: mehrere Kilo TNT-Sprengstoff, Pistolen, Munition und Maschinenpistolen.

 

Der deutschen Polizei ging schon am Donnerstag ein Mittäter ins Netz

 

Der Bayerische Rundfunk berichtet, dass der Attentäter auf dem Weg nach Paris war. Das Bundeskriminalamt informierte die französischen Behörden, aber offenbar nahm keine Seite diese überdeutlichen Anzeichen wirklich ernst. Niemand weiß, wie viele Attentäter unerkannt durch Deutschland reisen konnten. Als unsere Nationalmannschaft am Freitagnachmittag ihr Hotel wegen einer Terrorwarnung räumen musste, regierte in der französischen Hauptstadt noch die gute Laune.

 

Nach dem Anpfiff im Stade de France erschütterten aber zwei Explosionen die ganze Welt vor den Fernsehschirmen. Ganz nah dabei waren Millionen deutsche Zuschauer. Wie kann das sein: Vor dem Stadion sprengten sich gerade Selbstmord-Bomber in die Luft und drinnen wurde in aller Seelenruhe die zweite Halbzeit im Spiel gegen Frankreich angepfiffen. Nur der Staatspräsident François Hollande fehlte plötzlich auf der Tribüne. In der ARD lief ein ganz realer Terrorfilm: Sieben Mal schlugen Terroristen in der Stadt zu und die Metropole brauchte bis zum Schlusspfiff, bis sie aufwachte.

 

Die ARD zeigt den deutschen Zuschauern einen ganz realen Terrorfilm

 

Die Strategie der Sicherheitskräfte war wirksam: Die Zuschauer wurden im Ungewissen gelassen, um noch größeres Chaos zu verhindern. Nach dem Spiel liefen aber die Menschen fassungslos und verängstigt mit ihren Handys in der Hand über den Stadionrasen. Die Nationalspieler wurden mitsamt ihrer Entourage in den Katakomben kaserniert. Dort unten waren die Deutschen gefangen – genauso wie Tausende Zuschauer auf dem Rasen. Neben den Sicherheitskräften, neben den vielen Journalisten im Stadion. Niemand wusste, was sich draußen wirklich abspielt. Alle klammerten sich nur an einen Gedanken: Hier drin ist es sicher.

 

Wir mussten dabei zuschauen: Am Fernsehschirm meisterte der Kommentator Tom Bartels den schwierigsten Job seiner Laufbahn. Zusammen mit Matthias Opdenhövel brachte er im Minutentakt neue Horrormeldungen. Ein bisschen Klarheit im großen Chaos, während alle anderen in Panik gerieten. Mehmet Scholl blickte nur leer und kreidebleich in die Kameras. Seine Gesicht sprach Bände: Ich bin gerade in einem Albtraum gefangen!

 

Jetzt hat auch der letzte Gutmensch in die Fratze der Angst geblickt

 

So schmeckt also Terrorangst. Es war ein Vorgeschmack für Deutschland. Ohne das Fußballländerspiel wären diese Terroranschläge wieder abstrakt für uns geblieben. Genauso weit weg wie im Januar der Anschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo. Jetzt ist Deutschland aber mittendrin. Jetzt hat auch der letzte Gutmensch im Land in die Fratze der Angst geblickt. Nicht wenige werden sich heute fragen: Schaffen wir sowas auch, Frau Merkel?

 

Die Kanzlerin umarmte stellvertretend für alle Deutschen die Flüchtlinge. Sie kamen und kommen immer noch – ohne »Obergrenze«. Nie wurde dabei klarer als gestern Abend, dass wir nicht nur Menschen importieren, sondern auch ihre Probleme. Wir nehmen Menschen aus Syrien auf, andere europäische Länder – darunter auch Frankreich – bombardieren das zerstörte Land. Jetzt trägt seine Terrormiliz Islamischer Staat den Krieg nach Europa. Im Deckmantel der großen Menschenwelle schmuggeln Terroristen nicht nur sich selbst ein – sie bringen auch ihre Waffen mit.

 

Schaffen wir sowas auch, Frau Merkel?

 

Am Freitag veröffentlichte das Bundeskriminalamt einen Lagebericht. Bundesinnenminister de Maizière sagte, dass Flüchtlinge nicht zum Anstieg der Kriminalität führen. Stimmt diese Rechnung heute auch noch? Kopp Online berichtete bereits Anfang Oktober, dass eine Hundertschaft der Polizei offenbar illegale Waffendepots im Flüchtlingsheim in Donaueschingen ausheben musste.

 

Solche Meldungen hielten die deutschen Sicherheitsbehörden bisher unter dem Radar. Sie stehen dabei selbst unter politischem Druck. Jetzt – im Angesicht der Anschläge von Paris – bekommt so viel verordnete Realitätsflucht für die Bürger einen bitteren Beigeschmack.

 

Deutschland wacht aus dem Flüchtlingsmärchen auf

 

Es wirkt, als ob auch unser Land naiv in den Notstand taumelt. Die Attentäter von Paris haben das deutsche Flüchtlingsmärchen in die Luft gesprengt. Nie wieder werden wir so unbeschwert leben wie vor dem 13. November 2015. Es geht jetzt nicht mehr nur um Transitzonen, Rückführung, ausgehebelte Bauvorschriften, überfüllte Turnhallen, Turbo-Ausbildungen, wie viel »weniger deutsch« wir durch die Flüchtlingskrise werden oder die Frage, was das alles kostet.

 

Es geht jetzt um das ganz elementare Bedürfnis nach Sicherheit. Dafür wurden die »besorgten Bürger« im Land gestern noch ausgelacht und vom Medien-Mainstream als »Dunkeldeutsche« oder »Pack« an den Pranger gestellt. So wird es nach den Anschlägen von Paris nie wieder werden. Das ganze Land wacht aus einem Flüchtlingsmärchen auf. Das haben nicht die Menschen auf der Straße erreicht, die als verrückte PEGIDA-Fans verurteilt werden. Das ist das Werk von Terroristen.

 

Warum Angela Merkel ihre Flüchtlingspolitik jetzt ändern muss

 

Dieser Schock kann aber auch heilsam sein. Wenn er dazu führt, dass wieder mehr Vernunft in den verengten deutschen Meinungskorridor einziehen darf. Weil deutlich wird, dass Moralismus die Menschen nicht zwingen darf, gegen ihre eigenen Interessen zu handeln. Das Gebot der Stunde ist ein neues: So etwas wie in Paris darf Deutschland nicht erleben. Wir müssen unser Flüchtlingsmärchen neu schreiben. Der grenzenlose Terror ist kein französisches Problem. Auch wir haben mit der Flüchtlingswelle Hunderttausende ins Land gebracht, die inzwischen untergetaucht sind. Keine Sicherheitsbehörde weiß, wer sie sind, wo sie stecken, was sie vorhaben.

 

Angela Merkel muss ihre Flüchtlingspolitik der Realität anpassen. Einen – wenn auch grausigen – Grund dafür hat sie mit den Anschlägen vom Freitag. Wenn die Kanzlerin ihre Chance wieder verstreichen lässt, fällt der Preis noch viel höher aus. Dann endet mehr als nur ihre politische Karriere.

 

 

 

 

 

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