Thursday, 25. August 2016
04.02.2016
 
 

RTL macht auch noch Polittalk: Verstärkung für die Schwafelrunde der Ideologie-Ritter

Markus Mähler

Untote sind nicht totzukriegen. Gerade erst hat Günther Jauch bei der ARD hingeschmissen. Deutschland tanzte auf den Fernsehsesseln. Endlich eine Sendung weniger für eitle Selbstdarsteller, Gutmenschen-Indoktrination, Sprechblasen und politische Wirklichkeitsverzerrung.

 

Zu früh gefreut. Jauchs Haussender RTL gibt bekannt: Wir machen jetzt (j)auch eine Sesselrunde. Die Pilotfolge wird am Freitag gedreht. Titel und Moderator bleiben vorerst geheim. Der Polittalk ist der telegene Sargnagel für unsere repräsentative Demokratie.

 

Die Demokraten sitzen lieber vor den Fernsehkameras, während der Bundestag oft wie leergefegt ist. Gesetze werden von einer Minitruppe durchgewinkt.

 

Dafür platzen die Talkshows bei ARD und ZDF aus allen Nähten. Willkommen im Vereinslokal der eitlen Selbstdarsteller.

Mit Stammgästen in der Dauerschleife und rechthaberischen Brüllaffen, die sich bloß noch in der Lautstärke unterscheiden.

 

Die politische Agenda wird ohnehin von der Bundeskanzlerin festgelegt. Viele Münder teilen sich dieselbe Meinung; sie wird alternativlos und mit Stützrädern bis vor die Fernsehsessel geschoben: »Wir« müssen irgendwie schaffen, was Mutti will, weil »wir« gar nicht mehr anders können.

 

Das ist das wöchentliche Fernseh-Basta. Immerhin will Mutti jetzt das Asylpaket II und damit ein klitzekleines bisschen Eindämmung in der grenzenlosen Flüchtlingskrise. Seit Monaten geben die Öffentlich-Rechtlichen ihre Sesselrunden für das ritualisierte Trauerspiel her – den Tanz der Meinungskastrierten. Schalten Sie ein zur politischen Geisterstunde: Wirklichkeitsverzerrung und Gutmenschen-Indoktrination in der Flüchtlingskrise.

 

Die wöchentliche Hirnmassage will einfach nicht aussterben

 

Das Sprechblasen-Orchester hatte 34 Sendeplätze auf allen Kanälen. 34 politische Sesselrunden für die wöchentliche Hirnmassage der Deutschen. Dann passierte im November 2015 etwas Schönes: Der »Klugscheißer der Nation« (Marcel Reif über Günther Jauch) warf bei der ARD hin. Bloß noch 33 politische Talkshows, die sich um die wöchentliche Hirnmassage der Deutschen kümmern und zum inneren Auswandern zwingen.

 

Jetzt hat das Sprechblasen-Orchester wieder 34 Abspielstationen – und Jauch könnte in der neuen, alten Sesselrunde sitzen. Der »Lieblingsschwiegersohn der Deutschen« (die Süddeutsche über Günther Jauch) steht noch bei RTL unter Vertrag. Jauchs Haussender gab am Dienstag bekannt: Am Freitag machen die Kölner auch Polittalk.

 

Im neuen Berliner Hauptstadtstudio wird die Pilotfolge für ein »neues, temperamentvolles, politisches« Format gedreht werden. Der Titel bleibt noch geheim, sehen soll das auch keiner und der Name des Moderators wird ebenso verschwiegen. All das enthüllte das Medienmagazin Dwdl.de.

 

Die Pilotsendung wird den Namen des Moderators verraten

 

Produziert wird die Pilotsendung von Probono. Bisher für die zweite Klasse des Polittalks beim RTL-Nachrichtensender n-tv bekannt. Wird Jauch wirklich wieder Moderator? Der Kreis der Verdächtigen ist beim Fernsehkonzern der Bertelsmänner jedenfalls sehr überschaubar.

 

Es kommen bloß zwei Kandidaten für die Primetime infrage: das Nachrichtengesicht Peter Klöppel oder die Allzweckwaffe Günther Jauch. Die restlichen RTL-Moderatoren haben ein politisches Profil, das so seicht ist wie der Tümpel im jährlichen Dschungelcamp.

 

»Ob, wann und in welcher Taktung wir damit tatsächlich auf Sendung gehen, wird sich zeigen«, sagte RTL dem Medienmagazin Werben & Verkaufen. Hoffentlich nie?

 

Der Name des Moderators wird ab Freitag trotzdem kein Geheimnis mehr sein. Die Pilotfolge des neuen Berliner Polittalks simuliert nämlich den Ernstfall:

 

Sie wird ab 13 Uhr vor Publikum aufgezeichnet. Dafür wurden Gratiskarten verteilt, und diese Zuschauer verraten bestimmt, bei wem »wir« in Zukunft auch noch einschalten sollen.

 

 

 


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