Abzocke: Pleitestaaten fordern deutsche Reparationen
Michael Brückner
Griechenland glaubt, eine neue Geldquelle entdeckt zu haben. Bis zu 300 Milliarden Euro soll Deutschland an späten Reparationszahlungen leisten. Dabei hat Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg bereits Milliardensummen an Athen überwiesen und 30.000 Tonnen Industriegüter geliefert.

Rund 150.000 überflüssige griechische Beamte (sie wurden größtenteils nur wegen ihrer Parteibücher mit stressfreien Jobs im Staatsdienst versorgt) sollen demnächst entlassen werden. Das jedenfalls fordern die so genannten Euro-Retter von Athen. Doch die Politiker des Schuldenstaates haben wieder einmal eine ganz andere Einnahmequelle entdeckt: Sie wollen von
Deutschland Reparationszahlungen von bis zu 300 Milliarden Euro für die Gräueltaten und Zerstörungen während des Zweiten Weltkriegs. Athen weiß, dass man mit solchen vermeintlichen Argumenten Deutschland unter Druck setzen kann.
Der Staatsrechtler Professor Karl Albrecht Schachtschneider bezeichnet die angebliche Euro-Rettung als einen »neuen Höhepunkt der deutschen Unterwerfungspolitik«. Weshalb soll man diese Bereitschaft zur Unterwerfung nicht ausnutzen und ordentlich Kasse machen, fragten sich die Griechen. Die Regierung setzte eine Kommission ein, die bis Ende des Jahres Dokumente zusammenstellen soll, mit denen sich die Forderungen begründen lassen. Offiziell hat bisher kein zweiter Pleitestaat aus der Euro-Zone ähnliche Ansprüche erhoben. Doch könnte das griechische Beispiel Schule machen und auch von anderen Ländern eingesetzt werden, um weiter Druck auf Deutschland aufzubauen. Lesen Sie, wie die Deutschen abgezockt werden sollen.
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