Mittwoch, 28. Juni 2017
24.01.2015
 
 

In dubio pro Fiskus: Wie das Finanzamt Bürger ausquetscht

Michael Brückner

Der Mittelstand wird abgezockt, damit der Finanzminister seine »schwarze Null« erreicht. Einem ledigen Durchschnittsverdiener verbleiben nur noch 50 Cent von jedem verdienten Euro. Das hat jetzt sogar die EU auf den Plan gerufen. Und während die Behörden immer konsequenter gegen Steuersünder vorgehen, rechnen sich US-Konzerne in Europa künstlich arm. EU-Länder wie die Niederlande und Luxemburg sind ihnen dabei behilflich.

 

Das Bild war beinahe allgegenwärtig in den deutschen Mainstream-medien: Ein zufrieden grinsender Bundesfinanzminister, der angeblich sein ehrgeiziges Ziel erreicht hat: eine »schwarze Null« im Bundeshaushalt.

Nun ist eine Null zwar weder schwarz noch rot, doch Wolfgang Schäuble, an dessen unrühmliche Rolle im CDU-Spendenskandal heute kein Mensch mehr denkt, darf zumindest auf eine Randnotiz in den Geschichtsbüchern hoffen.

 

Er ist, so die offizielle Lesart, der erste Finanzminister, der seit vielen Jahrzehnten wieder einen ausgeglichenen Bundeshaushalt auf die Beine gestellt hat.

 

Im Gegensatz zu Fritz Schäffer, einem seiner Vorgänger in der Adenauer-Ära, baute der Schwabe allerdings keinen »Juliusturm« aus Überschüssen auf. Vielmehr sitzt er nach wie vor auf einem hohen Schuldenberg. Und um die »schwarze Null« zu erreichen, über die sich die Deutschen wohl freuen sollen, werden die Bürger gleich dreifach abgezockt.

 

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  • In dubio pro Fiskus: Wie das Finanzamt die Bürger ausquetscht
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Leser-Kommentare (6) zu diesem Artikel

26.01.2015 | 19:49

Hell´s Half Acre

Ich warte nur noch darauf, dass wir auch so eine GroKo wie in Griechenland bekommen. Bei uns aus Linkspartei und AfD.


24.01.2015 | 17:03

Aus-Mann

Jetzt kriegt das FA erst einmal Streß mit Lesern ! Das FA beachtet die eigene FAGO nicht ! Bescheide müssen unterschrieben sein. FAGO Punkt 3.4.5. da steht es !https://www.verkuendung-bayern.de/fmbl/jahrgang:2011/heftnummer:2/seite:130


24.01.2015 | 16:28

Mal_kritisch_hinterfragen

Der Grenzsteuersatz kann noch viel höher liegen, so habe ich von einem schwer arbeitenden Unternehmer und Familienvater gehört, das er für 10.000 EUR Mehrverdienst im Jahr gar 63% Steuern in Deutschland zahlt. Bei solchen Zahlen kann man es den großen Konzernen nicht verübeln, sämtliche "legale" Tricks anzuwenden. Sie haben nun einmal das Geld für teure Winkeladvokaten und Wirtschaftsverdreher - ähm Pardon Wirtschaftsprüfer.


24.01.2015 | 15:32

Tom

Zitat: "Einem ledigen Durchschnittsverdiener verbleiben nur noch 50 Cent von jedem verdienten Euro." In Wahrheit ist es noch schlimmer. Der Arbeitgeber behält etwa die Hälfte unseres Gehalts ein, um es gleich abzudrücken an den gierigen Staat, der mit diesem Geld Banken finanziert,...

Zitat: "Einem ledigen Durchschnittsverdiener verbleiben nur noch 50 Cent von jedem verdienten Euro." In Wahrheit ist es noch schlimmer. Der Arbeitgeber behält etwa die Hälfte unseres Gehalts ein, um es gleich abzudrücken an den gierigen Staat, der mit diesem Geld Banken finanziert, Kriegstreiberei ausübt, Einwanderungswellen erzeugt oder Staatsdiener bezahlt, die uns z.B. zusätzlich noch die Zwangsabgaben für den Staatsfunk rauben sollen. Wenn wir von diesem halben Lohn, der uns netto bleibt, einen Liter Benzin kaufen, werden uns nochmal über 80 Prozent an Steuern abgezogen! Wir behalten also keineswegs 50% von unseren Gehältern für uns, sondern in allem, was wir von diesem kläglichen Rest kaufen, sind ja wiederum Steuern enthalten. Wir können also bestenfalls wenige Prozent unseres Gehalts tatsächlich für uns aufwenden.


24.01.2015 | 13:02

WolfThom

Manfred Julius Müller für eine Lohnkostenreform nach dänischem Vorbild, das skandinavische Modell! http://mehrwertsteuererhoehung-pro-contra.de/ Manfred Julius Müller schlägt auf seinen zahlreichen Internetauftritten und Buchveröffentlichungen eine Lohnkostenreform nach dänischem Vorbild vor - das skandinavische Modell! Entlastung des Faktors Arbeit durch eine Senkung der Sozialabgaben als Lohnnebenkosten, Umfinanzierung des Sozialstaates über die Mehrwertsteuer - durch den...

Manfred Julius Müller für eine Lohnkostenreform nach dänischem Vorbild, das skandinavische Modell! http://mehrwertsteuererhoehung-pro-contra.de/ Manfred Julius Müller schlägt auf seinen zahlreichen Internetauftritten und Buchveröffentlichungen eine Lohnkostenreform nach dänischem Vorbild vor - das skandinavische Modell! Entlastung des Faktors Arbeit durch eine Senkung der Sozialabgaben als Lohnnebenkosten, Umfinanzierung des Sozialstaates über die Mehrwertsteuer - durch den auftretenden protektionistischen Effekt, da deutsche Arbeit und Produkte verbilligt werden und ausländische Importe relativ verteuert, werden das globalistische Lohn- und Sozialdumpingsystem mit seiner durch den Zollabbau erzwungenen Standortkonkurrenz beendet. Die Erpressungsmöglichkeit der Unternehmer ist vorüber, deutsche Betriebe und Produkte sind auf dem Weltmarkt wieder konkurrenzfähig. Dennoch aber steigen die Preise für deutsche Produkte zumindest nicht stark, da das Geld ja wieder an produzierende Unternehmer und Beschäftige über die Senkung der Sozialabgaben als Lohnnebenkosten zurückgegeben wird! Dies wurde schon erfolgreich von der Merkel Regierung der grossen Koalition 2005 bis 2009 mit der 2005 beschlossenen Mehrwertsteuererhöhung auf 19%, welche 2007 in Kraft trat, bei gleichzeitiger Senkung der Lohnnebenkosten durchgeführt! (in Skandinavien meist 25% Mehrwertsteuer).


24.01.2015 | 11:18

Livia

Gewinne und Einkünfte sollten da versteuert werden, wo sie gemacht werden und nicht da wo der Betreffende wohnt, bzw. als Hauptsitz angemeldet ist, dann sind auch Hinterziehungen schwieriger! Und Abschreibungen oder Gewinnverschiebungen ins Ausland geht schon mal garnicht! Wenn dann US-Konzerne meinen gehen zu müssen, sollen sie es gerne tun; denn erpressen sollte man sich nicht lassen. Europa braucht die Cowboys nicht!

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