Monday, 30. May 2016
17.11.2010
 
 

»Der 6. August 1945 als Ersteinsatzdatum einer deutschen Atomwaffe« – Exklusiv-Interview mit Thomas Mehner

Michael Grandt

Unsere Mainstreammedien »manipulieren« und »verdummen« die deutsche Bevölkerung in Bezug auf das Thema »Das Dritte Reich und seine Atomwaffen« – das meint der Autor Thomas Mehner und legt ein neues, kontroverses Buch vor.

 

Zur Person:

Thomas Mehner, Jahrgang 1961, geboren in Suhl (Thüringen) ist Lektor, Redakteur und Autor. Er beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit historischen, zeit- und technologiegeschichtlichen Themen und seit 1997 insbesondere mit der Aufklärung der technologischen Komponente des sogenannten »Jonastal-Rätsels«, die eine streng geheime Nuklearwaffen- und Fernraketenproduktion des Dritten Reiches im Raum Thüringen umfasste.

Im Jahr 2001 erschien das – zusammen mit Edgar Mayer verfasste – Buch Das Geheimnis der deutschen Atombombe im Kopp Verlag, Rottenburg. Seither folgten in Co-Autorenschaft weitere Publikationen zum Thema. Sein neues Buch Die Lügen der Alliierten und die deutschen Wunderwaffen ist soeben im Kopp Verlag erschienen.

 

Michael Grandt: Was interessiert Sie so sehr an dem Thema »Deutschland und die Atombombe«?

 

Thomas Mehner: Die Frage ist nicht so leicht zu beantworten, da das Thema sehr vielschichtig ist. Als Erstes interessiert mich, was die ehemaligen Alliierten bis heute vor uns verbergen und weshalb bestimmte Dokumente eine Sperrfrist von 100 Jahren aufweisen. Der zweite Punkt, der mein Interesse weckt, ist die Technologie der Waffe an sich und die weiterer Entwicklungen, die im Zusammenhang mit der »Bombe« stehen bzw. darüber hinaus gehen. Und zum Dritten hätte ich gern eine Antwort auf die Frage, was an ungehobenen, problematischen Altlasten im Boden Thüringens und anderer Bundesländer steckt, die sich irgendwann zum Problem auswachsen werden.

 

Michael Grandt: Ohne zu viel zu verraten: Welche neuen Erkenntnisse sind in dem soeben erschienenen Buch »Die Lügen der Alliierten und die deutschen Wunderwaffen« veröffentlicht worden?

 

Thomas Mehner: Es handelt sich unter anderem um einige Darstellungen, die von amerikanischer Seite nach dem Krieg publiziert wurden und die dokumentieren, dass der Zweite Weltkrieg gerade rechtzeitig beendet wurde, bevor Nuklearwaffen zum Einsatz gelangt wären. Interessanterweise existieren diese meine Thesen unterstützenden Berichte, obwohl das eigentlich nicht der Fall sein dürfte, wenn die etablierte Geschichtsschreibung der Wahrheit entsprechen würde.

 

Michael Grandt: Wann wäre eine deutsche Atombombe zum Abwurf bereit gewesen?

 

Thomas Mehner: Der Sonderberater des amerikanischen Botschafters in London, Herbert Agar, nannte in Vorträgen, die er nach dem Krieg – im Juni 1945 – in Großbritannien hielt, den 6. August 1945 als Ersteinsatzdatum einer deutschen Atomwaffe. An diesem Tag explodierte dann tatsächlich eine Atombombe: eine angeblich amerikanische über der japanischen Stadt Hiroshima. Ich gehe allerdings davon aus, dass die deutschen Atomwaffen bereits früher Einsatzreife erlangt hatten. Das Problem, das sich damals wohl stellte, war der Transport der Bomben mittels eines nicht abfangbaren Trägersystems – einer Rakete also.

 

Michael Grandt: Sie und Ihr Kollege Edgar Mayer schreiben, dass die Massenmedien »verdummen und manipulieren«, wenn es um das Thema Kernphysik im Dritten Reich geht. Was, glauben Sie, bezwecken sie damit?

 

Thomas Mehner: Ob sie etwas damit bezwecken, sei dahin gestellt. Sie sind zumindest faktenresistent und nicht lernfähig, plappern sie doch immer noch jene Zeitgeschichtsschreibung nach, die ihnen von den Siegern des Zweiten Weltkrieges vorgegeben worden ist. Ein guter Journalist recherchiert selbst, doch davon merkt man bei den Qualitätsmedien in Bezug auf dieses Thema nichts.

 

Michael Grandt: Weshalb darf Hitler keine Atombomben besessen haben?

 

Thomas Mehner: Die Frage ist einfach zu beantworten: weil sich dann nämlich sofort eine weitere stellen würde, die nach dem Nichteinsatz der Waffen nämlich. Und die Antwort auf diese Frage würde viele verschiedene Facetten ans Tageslicht bringen, die zahlreiche Establishmenthistoriker in allergrößte Erklärungsnot bringen würde. Eine davon wäre beispielsweise die, weshalb eine Diktatur bei Strafe ihres Untergangs die »Bomben«, über die sie verfügt, nicht einsetzt, während die sich als Demokratie bezeichnenden Vereinigten Staaten von Amerika gleich zwei der Waffen gegen Japan richteten.

 

Michael Grandt: Es gab auch schon bei früheren Publikationen zu diesem Thema Vorwürfe, dass ihre Recherchen unseriös seien, sie keine stichhaltigen Beweise hätten und nur mit altbekannten Indizien arbeiten. Was antworten Sie darauf?

 

Thomas Mehner: Recherchen können niemals unseriös sein. So etwas gibt es nicht. Davon einmal abgesehen verdichten sich die Hinweise auf die Existenz eines deutschen Atomwaffenprogramms immer mehr, wobei viele Informationen auch von Personen stammen, mit denen meine Kollegen oder ich keinerlei Verbindung haben. Zudem: Sofern eine Theorie wahr ist, ist es de facto unmöglich, sie argumentativ zu entkräften, ja, es dürfen nicht einmal Gegenindizien existieren. Das Buch Die Angst der Amerikaner vor der deutschen Atombombe, das 2007 erschien, enthielt eine Fülle von Material, das eindeutig beweist, dass die Eröffnung der zweiten Front durch die Normandie-Invasion nur der Tatsache geschuldet war, dass Briten und Amerikaner allergrößte Furcht vor den neuen deutschen Wunderwaffen der zweiten Generation hatten – was der gängigen Darstellung komplett widerspricht. Wer da noch von fehlenden Beweisen redet, hat wohl ein Problem mit der Wahrnehmung der Realität. Im Übrigen liefern alle Bücher, die teilweise aufeinander aufbauen, immer wieder auch neue Fakten und Indizien, was man von vielen zeitgeschichtlichen Darstellungen leider nicht behaupten kann, die stets nur das altbekannte und falsche Geschichtsbild zu vermitteln versuchen.

Das Interessante an der Angelegenheit ist aber Folgendes: Während hierzulande viele Menschen nicht einmal im Ansatz begreifen, worum es bei diesem Thema geht, rennen wir bei ausländischen Interessenten offene Türen ein. Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Deutschen schwer krank sind. Und diese Krankheit, die die Realitätswahrnehmung massiv trübt, kann man als »Nazi-Macke« bezeichnen. Mich wundert nicht, dass dieses Land am Ende ist – politisch, moralisch und finanziell sowieso.

Und noch etwas: Dass die heutigen Deutschen nicht begreifen, worum es geht, hat wohl auch mit ihrer Umerziehung zu tun. Das beweist auch das Phänomen, dass heute allerorten von Bildung die Rede ist, die sich aber kaum auszahlt. Vor dem Krieg hat jede Dorfschule mehr Nobelpreisträger hervorgebracht, als das ganze aberwitzige deutsche Bildungssystem heute.

 

Michael Grandt: Sie haben in dem neuen Buch auch eine weitere Technologiekomponente angesprochen, die der nachatomaren Projekte.

 

Thomas Mehner: Es handelt sich dabei um Andeutungen, um korrekt zu sein. Meines Erachtens hat es wenig Sinn, ausführlich darauf einzugehen, solange nicht einmal das Vorhandensein deutscher Atomwaffen akzeptiert ist. Ich will nur so viel sagen: Das Energieproblem wurde bereits bis 1945 gelöst, und statt heute Milliarden in Forschungen zu investieren, die aller Voraussicht nach ohnehin nicht zum Erfolg führen werden, sollte man sich einmal mit dem befassen, was damals getan wurde. Aber das verhindert ja die »Nazi-Macke«.

 

Michael Grandt: Sie hatten zu Beginn die Altlasten erwähnt. Sehen Sie da wirklich eine Bedrohung?

 

Thomas Mehner: Natürlich. Die Einschläge kommen schon näher: Die Hangrutschung in Nachterstedt im Harzvorland im vergangenen Jahr war die Ouvertüre. Sie wurde offensichtlich durch eine geheime und den deutschen Behörden unbekannte Untergrundanlage aus dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst, die durch Wasserzutritt zerstört wurde und dabei einen Sogeffekt auslöste, der auf den Hang wirkte.

Und jetzt der Erdfall von Schmalkalden in Thüringen. Es ist schon bemerkenswert, wie rasch die Verantwortlichen von einer »natürlichen Ursache« sprachen, obwohl man erst jetzt, nachdem man das Loch zugeschüttet hat, mit Erkundungsbohrungen beginnt. So etwas ist doch völlig irrwitzig. Zudem hat ein verantwortlicher Geologe nach dem Unglück wissen lassen, dass es so gut wie keine Maßnahmen zur Erkundung der geologischen Schichten in den vergangenen Jahrzehnten gegeben hat. Viele der bekannten Informationen stammen aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Ich kann nur raten, sich endlich einmal mit dem auseinanderzusetzen, was in den 1920er- bis 1940er-Jahren in Thüringen und andernorts an geheimen Untergrundsystemen installiert wurde, bevor eine Katastrophe ganze Landstriche unbewohnbar werden lässt.

 

Michael Grandt: Übertreiben Sie da nicht etwas?

 

Thomas Mehner: Nein, im Gegenteil. Da ticken mehrere Zeitbomben. Aber keiner will etwas davon wissen. Mir ist das letztlich egal, denn hier gilt die alte Weisheit: Wer nicht hören will, muss fühlen.

 

Michael Grandt: Ich danke für dieses Gespräch.

 

 

 


 

Publikationen von Thomas Mehner im KOPP Verlag:

 

 

 

 

 

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

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