Thursday, 17. May 2012
17.09.2010
 

»Diese Machenschaften stellen sogar die DDR in den Schatten!«

Michael Grandt

Auf meine Umfrage, ob Sie sich eine neue Partei mit oder ohne Thilo Sarrazin vorstellen können, antworteten Hunderte von KOPP-Lesern. Viele haben Wut im Bauch über die zunehmende Volksentfremdung der herrschenden Politkaste, wünschen sich Politiker, die das Volk endlich ernst nehmen und diejenigen, die sich der Wahrheit verpflichtet haben, nicht rücksichtslos zum Abschuss freigeben. Hier das Umfrageergebnis …

 

Zunächst einmal besten Dank an die vielen Leser, die sich an meinem Aufruf beteiligt haben. Ich bekam in kürzester Zeit Hunderte von Mails, sodass zeitweise sogar mein Account überfordert war. Geschrieben haben mir Menschen aus allen Gesellschaftsschichten: Unternehmer, Rentner, Studenten, Hausfrauen, Hartz-IV-Empfänger, Arbeiter, Angestellte und Akademiker. Zuschriften kamen auch von Deutschen aus Österreich, Italien, Spanien, Griechenland, den Niederlanden, Kenia und Argentinien.

Viele Menschen haben »Wut im Bauch« gegenüber der herrschenden Politikerkaste und inquisitorisch agierenden Mainstreammedien, die jegliche politisch unkorrekte Meinungsäußerung sogleich an den Pranger stellen.

Angesichts der Flut von Zuschriften bitte ich um Verständnis, dass nicht alle veröffentlicht werden können, da es sich um mehrere Hundert Seiten handelt. Auch habe ich Kürzungen vorgenommen, da manche LeserInnen mir mehrere Seiten lang geschrieben haben. Einige wollten anonymisiert werden, weil sie aufgrund ihrer Pro-Sarrazin-Stimme Sanktionen befürchten. Soweit ist es mit unserer »Demokratie« und »Meinungsfreiheit« also schon gekommen. Das Ergebnis der Umfrage veröffentliche ich am Schluss dieses Artikels.

Aber nun haben die Leser das Wort:

Pro neue Partei (Auszüge):

Dietrich Kuhn: »Ich würde diese neue Partei wählen, auch vor dem Hintergrund, dass sie keine allzu große Überlebensfähigkeit haben wird, da der Karren einfach viel zu tief im Dreck sitzt.«

Dr. Knut Wutke: »Herr Sarrazin sollte eine rechts von der CDU verortete Partei gründen. Aber er hat nicht das nötige Charisma, um der erste Mann dieser Partei zu sein. Da könnte ich mir eher Frau Steinbach an der Spitze vorstellen. Aber passieren muss etwas. Der Bundestag ist zu einer politisch korrekten Quatschbude verkommen.«

Lorenz G.: »Ich würde die von Ihnen angesprochene neue Partei sofort wählen – auch unser 25-jähriger Sohn. […] Thilo Sarrazin könnte auch gerne mit in dieser Partei sein, ebenso Arnulf Baring, Eva Herman, Prof. Hankel, Prof. Schachtschneider und weitere. Man müsste sich in dieser Partei zusammenraufen, um den erschreckend schnellen Verfall der Demokratie und des sozialen Gemeinwesens in Deutschland zu stoppen.«

Heino F.: »Jetzt ist endlich die Zeit gekommen, dass die Sarrazin/Steinbach-Thematiken einmal öffentlich gemacht werden. Unsere politischen Pseudoführer und ihre vernetzten Medien eifern leider nur einem von meist beamteten Historikern manipulierten Klischee nach und verteufeln das Aussprechen von Tatsachen. So etwas nenne ich Inländerfeindlichkeit. Aber dagegen gibt es leider keinen Paragrafen im Strafgesetzbuch.«

Michael Maendle: »Ja, ich würde diese neue Partei wählen, egal mit oder ohne Sarrazin, und zwar deshalb, weil ich die Verlogenheit der großen etablierten Parteien satt habe und keine Denkverbote möchte, ob politisch korrekt oder nicht.«

Mario Vollweiler: »Ja, ich würde die Partei wählen und somit auch wieder an den Wahlen teilnehmen. […] Herr Sarrazin und Frau Steinbach sprechen Dinge an, die den Menschen auf der Seele brennen. Probleme, mit denen Sie tagtäglich zu kämpfen haben und sich auseinandersetzen müssen. Aber dies alles interessiert ja die Volkszertreter nicht aufgrund der politischen Unkorrektheit.«

Dr. K.: »Eindeutiges Ja für Sarrazin! Natürlich würde ich persönlich eine Partei, die von Herrn Thilo Sarrazin geleitet würde, auf allen politischen Ebenen wählen. Wahrscheinlich würde ich sogar dieser Partei als Mitglied beitreten. Ebenso würden meine Frau und meine Brüder, meine Eltern und fast alle Verwandten diese neue, ehrliche Partei wählen. Auch auf dem Ärztestammtisch wurde über die Notwendigkeit einer neuen Partei, die die Werte des Abendlandes vertritt, diskutiert. Einhellig würde eine solche Partei begrüßt und gewählt werden!«

Herbert Stähr: »Während der vergangenen Jahre ist mir oft aufgefallen, wie mit andersdenkenden und unbequemeren Menschen in unserem Lande umgegangen wird. Die Vorgehensweise des ›Niederknüppelns‹ gleicht sich. Dieser Zustand war und ist für mich unerträglich. Nach den neuerlichen Eindrücken unserer Volksv(z)ertreter habe ich mich erstmalig dazu entschlossen, an keiner Wahl mehr teilzunehmen. Die etablierten Parteien vertreten mich nur ungenügend. Ein frischer, kräftiger Wind in der übel riechenden Politikszene wäre wünschenswert. Somit würde auch ich wieder wählen gehen.«

Norbert Walter: »Ja, ich würde eine neue demokratische bürgerliche konservative Partei wählen. Ich weiß nicht, ob Herr Dr. Sarrazin eine solche Partei führen sollte oder will. Seine Mitarbeit würde allein dafür sorgen, dass ich sicher wäre, die richtige Wahl zu treffen. Die sog. etablierten Parteien haben ausnahmslos den Boden der Realität verlassen. Die Entfernung zum Volk ist so groß, dass es erschütternd ist, zuzusehen, wie Deutschland zugrunde gerichtet wird.«

Arnulf: »Hätte nun eine neue (von Ihnen kurz angesprochene) Partei eine reelle Chance, tatsächlich die 5-%-Klausel zu überwinden, so würde ich sie wählen. Ich wähle derzeit nicht, da es mir an Alternativen mangelt unter den Parteien, die regelmäßig gewählt werden.«

Heike K.: »Ja, ich würde sofort eine Partei wählen, der Herr Sarrazin vorsteht. Der Mann hat Verstand und er hat sich nicht nur sehr ernsthaft Gedanken gemacht, sondern auch dermaßen logische und gute Lösungen vorgeschlagen, dass es einfach jedem gesunden Menschen einleuchten muss. Ich hoffe fest, dass die Politik dieses Mal nicht mit ihren Schweinereien ihm und den anderen ›Querköpfen‹ gegenüber durchkommt und er sich wirklich dazu entschließt, eine neue Partei zu führen und mit dieser das verlogene Gesindel aus ihren Dienstwagen und Pöstchen zu fegen.«

H. S-A.: »Verantwortung tragen auch wir. Wir haben diese Politiker gewählt. Wir Bürger haben dazu beigetragen, unsere Verantwortung abzugeben. Sind zu Schafen geworden, weil es bequem ist. Lesen zensierte Tageszeitungen, sehen zensierte Nachrichten und lassen uns durch gut geschulte Psychologen in der Regierung neue Gesetze einfach akzeptieren […] Ich würde die Partei wählen, wo der Bürger wieder mehr Mitbestimmung in der Regierung hat. Eine Partei, die Gewalt und Dogmen anstrebt, käme nicht infrage.«

Harald Kampffmeyer: »Ich würde eine solche Partei wählen, aber nur als kleineres Übel, denn sie würde wohl nur für ›partielle Wahrheit‹ stehen. Erforderlich wäre eine politische Gruppierung (Partei?), die eine Generalrevision sämtlicher Inhalte der ›Reeducation‹ vornimmt […]«

Helga B.: »Ich würde mir zuerst das Parteiprogramm einer neuen Partei ansehen. Wenn dieses für mich in Ordnung ist, weil es etwa Prinzipien wie Meinungsfreiheit, Werte, Ethik im Sinne von Anständigkeit und Verantwortlichkeit für jeden Einzelnen vertritt, würde ich die Partei wählen. Thilo Sarrazin und Erika Steinbach wären mir dabei hochwillkommen. Ich bewundere den Mut der beiden Menschen. Sie können auch Mut machen, weiterhin in unserem schönen Deutschland leben zu wollen. «

Roland O. Spewak: »Es ist eine Minute vor zwölf. Volksvertreter, die die Sorgen sowie Nöte der Bürger hören, sind geboten. Wir brauchen die Hermanns, Steinbachs und Sarrazins dringender denn je.«

Gerhard W.: »Gründung einer neuen Partei, rechts von CDU/CSU: gut. Sarrazin als Führungsfigur: Nur bedingt gut, dafür hat er schon zu viel verbockt (Treuhand; Euro-Einführung). Dafür müsste er sich zuerst entschuldigen bzw. glaubhaft machen, dass er inzwischen dazugelernt hat. Da wären Leute wie Prof. Hankel oder Schachtschneider glaubwürdiger.«

Rudi M.: »Die CDU ist für konservative Menschen wie uns nicht mehr wählbar – das C in CDU halten wir zwischenzeitlich für irreführend […] Herr Sarrazin spricht Probleme an und redet nicht nur um den heißen Brei – er lässt sich nicht den Mund von sog. politisch Korrekten verbieten.«

M. Seifert: »Ich kenne niemanden mehr, der mit der aktuellen Politik einverstanden ist und ich habe durch Kunden und einen weiten Bekannten- und Freundeskreis wirklich Zugang in alle Milieus. Von Hartz IV bis Multimillionär. Niemand mag diese politische und mediale Klasse noch. Der Fall Sarrazin war ein Fanal.«

Mathias Wagner: »NIEMAND der derzeit herrschenden ›Kaste‹ hat den Mut, auch nur über die Probleme in diesem Land ernsthaft zu reden, geschweige denn etwas dagegen zu tun.

Es ist eine Schande, wie mutige Menschen (zumeist) in die rechte Ecke gesteckt werden oder auf andere Art und Weise erpresst, gedemütigt und am Ende mundtot gemacht werden. Dabei zeigt sich aber zumindest, wie tief der Graben zwischen Wählern und Gewählten ist.«

Roland K.: »Es wird Zeit, dass wir dafür sorgen, dass das, was in unserem geliebten Lande geschieht, endlich wieder zu Recht ›Demokratie‹ genannt werden kann. Es ist eine Schande für Deutschland, wie mit Sarrazin und Steinbach umgegangen wird.«

Stefan Schlütter: »So eine Partei würde ich nicht nur wählen, ich würde ihr evtl. (oder vermutlich?) auch beitreten. Es wäre die erste Partei, bei der ich mir vorstellen könnte, beizutreten.«

Elwira G.: »Seit vielen Jahren gebe ich einen ungültigen Wahlschein ab. Schon lange gibt es keine Partei mehr, die sich den Grundrechten seiner deutschen Bürger verpflichtet fühlt. Ja, ich würde eine Partei um Thilo Sarrazin wählen, weil sich in seinem Umfeld ›politisch nicht Angepasste‹ zu einer neuen, bürgernahen Partei entwickeln könnten.«

Marco Hebestadt: »Thilo Sarrazin ist vielleicht nicht der beste Mann, aber allen Anschein nach ein guter Mann. Ich würde ihn mindestens mit meiner Stimme unterstützen!«

J. U.: »In diesem Land darf/kann man schon lange nicht mehr seine Meinung äußern, wenn diese gesunden und existenziellen Menschenverstand widerspiegelt! […] Wenn hier eine neue Partei entsteht, wird diese dem geistig verrotteten Politestablishment das Fürchten lehren. Hier werden nicht nur Wähler anderer Parteien hinwechseln, hier werden vor allem viele Nichtwähler reaktiviert werden, die sich von der Politik schon lange nicht mehr gehört und gemeint fühlen.«

U. Selzer: »Ich bin es leid, an allen Ecken und Enden für dumm verkauft, mit Halbwahrheiten, Beschönigungen und Lügen gefüttert zu werden. Die, die die Wahrheiten sagen, werden systematisch und erbarmungslos diffamiert, an den Pranger gestellt und öffentlich vernichtet. Ich möchte keine Gutmenschen mehr, die darüber bestimmen, was Wahrheit ist und was nicht.«

Birgit Hofmann: »Thilo Sarrazin hat ein Ventil geöffnet, welches schon lange am Überlaufen war. Als langjährige CDU-Wählerin bin ich zutiefst enttäuscht über das Verhalten unserer politischen Führungskräfte, egal welche Partei. Die letzten Wochen haben, denke ich, vielen Deutschen die Augen geöffnet, in jeder Beziehung.«

Gerd S.: »Unsere Beamten und (ist gleich) Politiker leben in einer ›Selbstbedienungswelt‹ und wir Bürger und Steuerzahler sind nur lästiges Beiwerk, das gefälligst den Mund zu halten hat und arbeiten soll, am liebsten, bis das wir in die Kiste springen, damit sie das dadurch gesparte Geld für ihre Zwecke missbrauchen können.«

Reinhard K.: »Wir brauchen eigentlich eine komplette Reform der parlamentarischen Demokratie mit mehr plebiszitären Mitbestimmungselementen (z. B. nach dem Muster der Schweizer Eidgenossenschaft), mit der Beschränkung der Amtszeit von Parlamentariern, mit persönlicher Haftung der Volksvertreter für die Unterstützung volksschädigender Gesetze – viele von ihnen stimmen über Dinge ab, die sie nicht verstehen bzw. über Gesetzestexte, die sie nicht gelesen haben.«

Richard Band: »Unser derzeitiges politisches System ist weit von einer Demokratie entfernt. Die Zustände, wie Sie hier vorherrschen, sind mit politischen Systemen vergleichbar, die Menschenrechte mit Füßen treten. Wahrheiten werden kriminalisiert, Willkür steht vor Gerechtigkeit.«

Karin Krause: »Als jahrelange CDU/CSU-Wählerin bin ich von unserer heutigen Politik (aller Parteien) und besonders von Frau Merkel weitestgehend enttäuscht. Enttäuscht über soviel Ignoranz der Politiker dem ›deutschen Volke‹ gegenüber. Enttäuscht über die Zensur, die sich leider überall erkennen lässt. Verwundert über die Abgebrüht-und Verlogenheit der meisten Politiker. Erstaunt, für wie dumm und unmündig man den deutschen Bürger hält. Es wird Zeit für eine ›Neue Zeit‹, für eine ›Neue Partei‹, die sehr viele Wähler hinter sich wissen darf! Viele kleine Stammtischgruppen hegen selbst den Gedanken, eine Partei zu gründen.«

Roland S.: »Das Deutsche Volk wird systematisch durch die (politisch korrekten) Medien und die Volksverräter unserer Demokratur verblödet und als Zahlmeister für die ganze Welt missbraucht. Lügen und Geschichtsfälschungen werden solange verbreitet und wiederholt, bis sie in den Köpfen festbetoniert sind.«

Dirk Wiegleb: »Sarrazin ist sicher keine Lichtgestalt, aber er sagt, was viele Menschen denken. Und schon keimt sie wieder, die Hoffnung. Die Hoffnung, eines Tages wieder in einem Land zu leben, in dem vielleicht nicht alles Gold ist, was glänzt, aber in dem wir die Probleme benennen und ausmerzen können! Das wäre zumindest ein Anfang!«

Gerhard Fröhbrot: »Ich hoffe und wünsche, Sarrazin hält durch und ich werde zu denen gehören, die ihm seine Stimme geben. Fast 40 Jahre habe ich in der DDR gelebt. Was ich jetzt erlebe, stellt das alles in den Schatten!«

Thorsten H.: »Ein Herr Sarrazin ist als Volksvertreter allemal besser als eine ultrarechte Partei, die, wenn die Volkswut weiter so schwelt, wieder Unheil über uns bringt. Ich bin Unternehmer und komme täglich mit vielen Menschen zusammen: alle, mit denen ich spreche, haben die Schnauze voll und würden sofort Sarrazin wählen.«

Norbert Eisert: »Wir diskutieren im Freundeskreis oft darüber und sind als Ex-DDR-Bürger einhellig der Meinung, dass wir in puncto Meinungsfreiheit/offenes Wort wieder bei Stasizeiten angelangt sind. Damals wurde man ›weggesperrt‹ , heute wird man medial gesteinigt und im Extremfall auch wieder weggesperrt. Herr Sarrazin und einige Andere machen sich Sorgen über die Zukunft ihrer Kinder und Enkel. Ich auch!«

Thorsten Friedeheim: »Menschen wie Thilo Sarrazin, Erika Steinbach oder Eva Herman sind Beispiele, an denen sich jeder orientieren sollte und an denen man sich aufrichten kann. Die Wahrheit sagen trotz der zu erwartenden ›öffentlichen‹ Ächtung. Nicht mehr wegschauen, die Missstände aufzeigen und die Probleme angehen, das ist es, was in diesem Land dringend notwendig ist.«

 

 

Contra neue Partei (Auszüge):

Johannes Ackermann: »Wer Dr. Sarrazins Argumenten folgt, wird nicht bereichert, er versinkt geistig verarmend in einer Zahlenflut. Ich würde keine Partei um Dr. Sarrazin wählen.«

Uwe B.: »Ich las gerade Ihren Artikel zur möglichen neuen Rechtspartei unter Thilo Sarrazin […] Es würde bedeuten, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Sarrazin ist ein Selbstdarsteller, der hinter seiner populären Anti-Migranten-Maske eine sehr betrübliche Fratze trägt, die er zuweilen auch zeigte.«

Felix S.: »Ich würde wahrscheinlich keine Sarrazin-Partei wählen, weil ich nicht glaube, dass er ein mutiger Tabubrecher ist, sondern sich einfach nur der Ängste der Menschen bedient.«

Jürgen M.: »Nein, ich würde zum derzeitigen Zeitpunkt eine Sarrazin-Partei nicht wählen! Ich würde, schon wie bei der letzten Wahl – ALLE Parteien ankreuzen.«

Jonas B. Czwikla: »Die Gründung einer neuen Partei halte ich nicht für sinnvoll […] Was unser Land braucht, sind erstens Politiker, die ihrer Verantwortung gerecht werden und zweitens Volksentscheide, insofern diese Sinn machen. Die bestehenden Parteien müssen lernen, sich auf Akteure wie Sarrazin oder Steinbach einzulassen. Denn genau diese Akteure sind es, die Glaubwürdigkeit ausstrahlen und nicht ein Herr Gabriel oder Wulff.«

Bettina J.: »Sarrazin ist kein Charismatiker. Er wird Menschen nicht führen können. Ich würde ihn nicht wählen, auch dann nicht, wenn er immer die Wahrheit spricht.«

Jürgen Anacker: »Ich glaube nicht, dass diese machtbesessen Typen sich einfach so von einer neuen Partei die Butter vom Brot nehmen lassen würden. Mit der Hilfe Sarrazins würden sie ihre diktatorische Ideologie verfolgen und festigen. Also für mich ist dieser Mann sehr gefährlich und deshalb nicht wählbar. Hier im Land muss sich ganz schnell vieles ändern, aber nicht mit der alten Garde.«

 

Das Umfrageergebnis

85,48 Prozent der Umfragebeteiligten haben sich für die Gründung einer neuen Partei ausgesprochen, 9,57 Prozent dagegen, 4,95 Prozent verhielten sich neutral.

Auch der Name einer möglichen neuen Partei wurde diskutiert, etwa »Partei der Unzufriedenen« (PdU) oder »Stimme des Volkes« (SdV).

Interessant sind folgende Aspekte:

- Viele Leser wären bereit, eine neue Partei zu wählen oder sich sogar bei ihr zu engagieren. Allerdings wäre nicht jede(r) damit einverstanden, dass Thilo Sarrazin eine Führungsrolle einnehmen sollte.

- Sehr viele Nichtwähler könnten sich vorstellen, wieder an die Wahlurne zu gehen.

- Immer wieder kam der Vergleich mit der DDR auf, in der man öffentlich auch nicht alles sagen durfte.

- Viele sprachen sich für mehr Volksabstimmungen aus und kritisierten die parlamentarische Demokratie, in der man nur einmal in vier Jahren seine Stimme für Parteien und Politiker abgeben kann, die dann schalten und walten können, wie sie wollen.

Wenn ich dieses Umfrageergebnis mit anderen vergleiche, hätte eine neue Partei von politisch Unkorrekten, bisherigen Nichtwählern und Unzufriedenen bei den nächsten Wahlen eine reelle Chance, die 5-Prozent-Hürde zu überspringen. Das würde der herrschenden Polit-Kaste einen gehörigen Schrecken versetzen und dazu führen, dass endlich wieder das Volk die Kontrolle (wenn auch nur teilweise) über die Politik erhält und nicht umgekehrt.

Allerdings ist die Voraussetzung dafür, dass sich die neue Partei nicht korrumpieren lässt, dass sie nicht von Extremen unterwandert wird, dass genügend gute Führungskräfte in den einzelnen Bundesländern und Kommunen zur Verfügung stehen und eine möglichst unabhängige Finanzierung gewährleistet ist.

Der Weg ist also sehr lang und steinig. Weil sich aber immer mehr Menschen von ihren »Volksvertretern« nicht mehr »vertreten«, sondern »zertreten« fühlen, bin ich davon überzeugt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich eine neue, wahre Volkspartei gründet.

In diesem Sinne: Bleiben Sie wachsam und so kritisch wie bisher,

Ihr

Michael Grandt

 


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