Saturday, 27. August 2016
29.07.2011
 
 

»Sowjet-Story«

Michael Grandt

Ein erschütternder Dokumentarfilm zeigt, dass die kommunistischen Massenverbrecher den Nationalsozialisten in nichts nachstanden und thematisiert zudem die Mitschuld der Sowjets am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Ein Tabubruch in Deutschland.

Der preisgekrönte Film des lettischen Regisseurs Edvīns Šnore thematisiert eindrucksvoll, dass die millionenfachen Massenmorde in der Sowjetunion aus der kommunistischen Ideologie resultierten. Die Dokumentation entstand bereits im Jahr 2008 und hat in vielen europäischen Ländern heftige Kontroversen ausgelöst. Der Grund: Der Film belegt eindrucksvoll, dass der Kommunismus ähnlich verbrecherisch war wie der Nationalsozialismus und dass die Sowjetunion und das Deutsche Reich aus Eigeninteressen eng zusammenarbeiteten, sowie die Mitschuld Stalins am Zweiten Weltkrieg.

Ein Stalin, der sich ähnlich schlimm wie Hitler benahm? Kommunistische Verbrechen mit denen der Nationalsozialisten vergleichen? So etwas gilt in Deutschland als Tabu, als politisch nicht korrekt, als »rechtsextrem«. Das »Alleinschuld-Dogma« muss auf Biegen und Brechen aufrechterhalten werden. Dass Nationalsozialismus und Kommunismus/Stalinismus in ihrer Zielsetzung, Methodik und Auswirkungen als Terrorsysteme vergleichbar waren, will man in Deutschland nicht hören und nicht wahrhaben. Die »Schuld der Nachgeborenen« gilt nur für das deutsche »Tätervolk«, aber natürlich nicht für das Russische. Deshalb wurde der Film hierzulande auch ignoriert, denn es kann nicht sein, was nicht sein darf – und das, obwohl »The Sovjet Story« 2008 im EU-Parlament uraufgeführt wurde.

Der Inhalt des Filmes ist schockierend: Neben Berichten von Überlebenden und Bewertungen namhafter Historiker zeigt er in allen Einzelheiten kommunistische Gräueltaten, Leichenberge, verhungernde Kinder, Massengräber, Deportationen, Raub und Erschießungen durch Sowjets. In solch verstörender Deutlichkeit sind die kommunistischen Verbrechen selten gezeigt worden.

Es begann mit dem russischen Bürgerkrieg, als der bolschewistische Massenterror das riesige Land unter einer Decke aus Blut begrub und auch nicht vor Kindern, Frauen und alten Menschen haltmachte. Anfang der 1930er-Jahre folgte dann die Zwangskollektivierung mit der Enteignung der Bauern und dem staatlichen Zwang, in Kolchosen wahre Sklavenarbeiten zu verrichten. Hunderttausende von ihnen wurden erschossen oder in KZs gesperrt und ihre Frauen und Kinder verschleppt, wo sie zum Teil schreckliche Tode starben.

Doch Stalin und Konsorten planten einen weiteren Massenmord, der später »Der große Hunger« genannt wurde: In den Jahren 1932 und 1933 raubten kommunistische Einheiten den Bauern massenweise Getreide und Saatgut und verkauften es zu Dumpingpreisen in ganz Europa. Die Ernten blieben aus. Besonders schlimm traf es die Ukrainer. Sieben Millionen Menschen, darunter viele Kinder, verhungerten, während die Welt tatenlos zusah.

Doch damit war Stalins »Todeshunger« noch nicht gestillt. In den Jahren 1937 und 1938 kam es zu den »Großen Säuberungen«, einem Höhepunkt des kommunistischem Massenterrors: Der sowjetische Führer ließ 1,5 Millionen Menschen verhaften, rund 750.000 von ihnen kamen in Gefängnissen, bei Erschießungen, Folterungen und in Konzentrationslagern (Gulags) um.

Jetzt erst konnte sich der »große« Stalin nach außen wenden. Der Pakt mit Hitler-Deutschland vom 23. August 1939, indem Polen in zwei Interessenzonen aufgeteilt wurde, markiert für politisch nicht korrekte Historiker den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Aber Stalin war klug, er ließ Hitler ZUERST in Polen einmarschieren, damit er ihm später die Schuld am Krieg zuschieben konnte. Diesen »Stalin-Trick« haben Mainstreamhistoriker bis heute nicht durchschaut und doch operierte die Rote Armee Seite an Seite mit der deutschen Wehrmacht. Im Wald von Katyn erschossen Einheiten des sowjetischen Innenministeriums NKWD im Frühjahr 1940 über 20.000 polnische Offiziere (andere Quellen geben 30.000 an). Dieser Massenmord sollte später den Nazis untergeschoben werden. Erst im Jahr 1990 gestand die russische Regierung ihre Schuld ein.

Während sich Hitler 1940 in Richtung Westen orientierte, annektierte Stalin die baltischen Länder und überfiel Finnland. Dieser Angriffskrieg wurde mit äußerster Brutalität geführt. Massenerschießungen, Deportationen und Terror in den besetzten Gebieten folgten. Auch während des Krieges mit dem Deutschen Reich verübten Einheiten der Roten Armee grausame Verbrechen an Menschen aus den rückwärtigen Gebieten. Zudem wurden Krimtataren, Tschetschenen und andere Völker verschleppt, weil man sie der Kollaboration mit den Nazis bezichtigte.

Der Film von Edvīns Šnore zeigt, dass diese Verbrechen und Massenmorde aus der Ideologie des Kommunismus resultierten. Schon Marx und Engels nahmen in ihren Theorien die Eliminierung ganzer Bevölkerungsgruppen in Kauf, um eine sozialistische Gesellschaft aufzubauen. Lenin und Stalin waren die Praktiker, die diese Gedanken dann in Taten umsetzten.

Das wird in Deutschland bis heute weitgehend ignoriert, weil man eine »Aufrechnung« kommunistischer mit nationalsozialistischer Verbrechen fürchtet. Wie »krank« muss man sein, um ein Geschichtsbild zu vertreten, bei dem Tatsachen, die für den Gesamtzusammenhang und für das Verständnis der damaligen Zeit wichtig sind, BEWUSST ignoriert oder verfälscht werden?

»Sovjet Story« jedenfalls ist ein erschütternder und kompromissloser Film, dem politisch korrekte Gutmenschen-Historiker wohl nichts entgegenzusetzen haben. Der »Verhöhnung der sowjetischen Kommunismus-Opfer« durch das Schweigen der Politiker und Medien wird mit der Veröffentlichung dieser ergreifenden Dokumentation jedenfalls zu Ende sein.

 

 


 

 

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