Sunday, 2. October 2016
16.08.2010
 
 

Adolf Hitler im Ersten Weltkrieg (I) – Asozial oder guter Kamerad?

Michael Grandt

Noch immer ranken sich viele Legenden um Adolf Hitler. Das in Deutschland oft einseitig verzerrte, aber politisch korrekte Bild lässt, anders als im angelsächsischen Raum, jedoch häufig seriöses Quellenstudium missen. Doch 65 Jahre nach Hitlers Tod sollte man auch hierzulande objektiv über ihn berichten können - das sind wir unseren Großeltern, aber auch unseren Kindern schuldig.

In dieser Folge: War der spätere Führer des Deutschen Reiches tatsächlich ein asozialer, menschenscheuer Sonderling?

Vorbemerkung:

Wir sind immer noch massiven Geschichtsverfälschungen ausgesetzt. Das gilt besonders für die Zeit zwischen 1914 und 1945 und speziell für das Dritte Reich. Überaus eifrig damit beschäftigt, uns die »Wahrheit« näher zu bringen ist dabei der mit vielen Aufzeichnungen und Preisen geehrte Prof. Dr. Guido Knopp, der zwischenzeitlich fast alle Dokumentationen über die Zeit des Nationalsozialismus, die im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt werden, betreut. Aber auch seine Bücher sind überaus erfolgreich, obwohl sie für einen Historiker der wahre Albtraum sind: häufig keine Fußnoten, keine Quellenangaben und Zitate, die einfach so im Raum stehen. Nicht umsonst bemängeln Kritiker, dass die Knopp’sche Geschichtsdarstellung zu oberflächlich sei und die Zusammenhänge stark vereinfacht werden. Doch wie kaum ein anderer Historiker beeinflusst Knopp mit seinen Dokumentationen und Büchern die Meinung der Menschen. Zeit also ihm und seinen Mainstream-Kollegen auf die Finger zu schauen und ihre Behauptungen unter die Lupe zu nehmen. In unregelmäßigen Abständen werde ich deshalb zu diesem Thema Contents veröffentlichen. Nachdem ich bereits Hitlers Gewalterfahrungen als Kind analysiert habe, folgt nun der Blick auf den Soldaten Hitler und seine Kriegserlebnisse, über die ebenfalls viele Halb- oder Unwahrheiten verbreitet werden.

Ich agiere dabei als Journalist und fühle mich nichts anderem als der objektiven Recherche verpflichtet. Der Leser kann sich so ein eigenes Bild machen. Kritikern sei angeraten, nicht polemisch zu reagieren, sondern die Quellen zu widerlegen.

 

War Hitler asozial?

Der Mainstream-Historiker Prof. Guido Knopp bescheinigt Hitlers Wesen »Symptome von narzisstischer Ich-Vergötterung« (1), mit einem »ungestümen Geltungsdrang«, dem »manischen Zwang zur Selbstdarstellung« (2), einer »kranken Seele«(3) mit einer »unstillbaren Imponiersucht«(4), dessen »Verwöhnung« durch die Mutter »Größenwahn und Ich-Kult«(5) hervorgerufen habe. Ja mehr noch, sein Gemütszustand schwankte zwischen »Selbstüberhöhung« und »Selbstverwerfung«(6), ein »menschenscheuer Sonderling«(7) mit Symptomen von »Eskapismus [Realitätsflucht] aus einer völlig desolaten Psyche«(8).

Doch Hitler war jedoch nicht geisteskrank, wie Knopp suggerieren will. Zu diesem Schluss kommen Hans-Joachim Neumann und Henrik Eberle in ihrer neuen »medizinischen Biografie« mit dem Titel »War Hitler krank?«, einer der genausten Analysen, die je publiziert wurde. Hitlers Gesundheitszustand wurde anhand des Nachlasses von dessen Leibarzt Theodor Morell, medizinischer Gutachten, pharmakologischer Analysen und Gesprächen mit Zeitzeugen eingehend untersucht und akribisch analysiert. Die Autoren schreiben: »Für eine medizinisch objektivierbare Geisteskrankheit Hitlers gibt es keine Anzeichen«(9)

Als Grund, warum Hitler sich 1914 freiwillig in die deutsche Armee meldete, gibt Knopp an: »Was den August 1914 für Hitler groß machte, war nicht allein die Aussicht auf den ‚deutschen Krieg’, für ihn war es vor allem Befreiung aus Öde und Leere eines ziellosen Lebens – Erlösung von sich selbst. Schon immer hatte er für alles Deutsche geschwärmt, Deutschland war seine fixe Idee, sein Traumreich, wenngleich es sich immer nur in seinem Kopf abspielte. Überhaupt schien nun etwas ‚Höheres‘, eine höhere Gewalt seinem Leben noch einen Sinn geben können – er, Hitler für sich allein, hatte versagt. Er brauchte Deutschland, um überhaupt noch jemand zu sein, jetzt bot sich die Chance, im Siegeszug mit ihm eins zu werden (…)«(10).

Liest man Knopps Behauptungen, kann man schwerlich glauben, dass der Mensch Adolf Hitler überhaupt fähig war, sich in den Dienst der Gemeinschaft, geschweige denn einer Armee zu stellen, bei der es um Leben und Tod, Kameradschaft und Selbstlosigkeit ging. Hitler, so wird suggeriert, war demnach also »asozial«, d. h. antisozial(11).

 

Aufnahme in die Armee

Am Sonntag, den 16. August 1914 wurde Adolf Hitler vom 2. Ersatzbataillon, Rekruten-Depot VI, des 2. Infanterie Regiments als Kriegsfreiwilliger eingekleidet und erhielt dort seine soldatische Grundausbildung. Manche Historiker geben stattdessen aber das Reserve-Infanterieregiment Nr. 16 (12) an, obwohl dieses erst gegen Ende August 1914 aufgestellt wurde und demnach Mitte August noch gar nicht existierte. Erst am 1. September 1914 wurde Hitler dann zum neu aufgestellten Reserve Infanterie Regiment 16 (R.I.R. 16) versetzt und kam zur 1. Kompanie des I. Bataillons (13) unter dem Kommandeur Major der Reserve Johann Nepomuk Felix Julius Graf von Zech auf Neuhofen (14) Der vollständige Name des Regimentes lautete: Königlich Bayerisches Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 16 (15) Die Reservedivision bestand zum größten Teil aus mobilisierten Ersatzreservisten, Reservisten und Kriegsfreiwilligen.

Guido Knopp schreibt: »Nach der Vereidigung des Bayrischen Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 16 (des späteren Regiments List) vor König Ludwig III., Anfang September 1914, marschierte Hitler im deutschen Heer mit.«(16)

Diese Darstellung ist nicht richtig, denn das Regiment wurde nicht Anfang September, sondern erst fünf Wochen später, am 8. Oktober 1914 im Hof der Türkenkaserne durch König Ludwig III. vereidigt und verabschiedet (17).

 

Hitler ein Einzelgänger und menschenscheuer Sonderling?

Guido Knopp über Hitler und Kameradschaft: »Er blieb ein Sonderling, der oft stundenlang in einer Ecke des Unterstandes kauerte. Der einzige wirkliche Freund in seinem Krieg war ausgerechnet ein britischer Überläufer, ein weißer Terrier, der ausgebüchst war und die Fronten gewechselt hatte (…) Hitler galt als Eigenbrötler (…)«. Knopp bezeichnet ihn auch als »menschenscheuen Sonderling«(18).

 

Wahr ist, Hitler war bescheiden, lehnte Alkohol, Tabak und Bordellbesuche ab (19). Auch verteilte er seine Rauchwaren (Tabakwaren) unter seinen Kameraden, wie Brandmayer bestätigte (20). Aber kann man ihm das wirklich vorwerfen?

Michael Schlehhuber war zusammen mit Hitler in der 1. Kompanie. Der »Sozialdemokrat« bestätigte noch im Jahr 1932: »Ich kenne Hitler seit dem Ausmarsch mit dem bayrischen Reserve-Infanterie-Regiment 16. Ich habe Hitler als einen guten Soldaten und tadellosen Kameraden kennengelernt. Ich habe nie beobachtet, dass Hitler sich irgendwie vom Dienst gedrückt oder der Gefahr entzogen hätte. Ich war vom Ausmarsch bis zum Heimmarsch innerhalb der Division und habe ich später bis zum Schluss nie etwas Nachteiliges über Hitler gehört (…)«(21).

 

Aber Hitler und Kameraden? Wie passt das mit Knopps Beschreibung des »Eigenbrötlers« und »Sonderlings« zusammen, der als »einzigen wirklichen Freund« nur einen Hund hatte?

Untersuchen wir die Fakten:

Ein Foto (22) das von Hans Bauer im September 1915 in der Nähe der Regimentsbefehlstelle in Formelles gemacht wurde, zeigt einen lässig auf die Ellbogen gestützten Hitler - der keinesfalls scheu wirkt - dicht neben seinen Freunden. Seine Kameraden, die ihn den »Kunstmaler« oder auch nur »Adi«(23) nannten, waren in jener Zeit:

 

  • Josef Wurm (1893-1963); Kaufmann, der Hitler am 15, März 1915 als Unteroffizier im Regimentsstab kennenlernte. Zwei Jahre später wurde er zum Vizefeldwebel befördert. Nach dem Krieg arbeitete Wurm als Bank- und kaufmännischer Angestellter. Da er der Schwager von Max Amann war, kam er im Jahr 1934 als Abteilungsleiter zum Eher-Verlag, der auch den »Völkischen Beobachter« herausgab, und war dort bis 1945 tätig. Danach war er als Angestellter in einer Münchner Firma tätig (24).

 

  • Karl Lippert (1890-1986); Dekorateur, Kriegsfreiwilliger, am 19. Oktober 1914 zum Unteroffizier befördert und vom 22. November 1914 als Ordonnanzführer zum Regimentsstab des R.I.R. 16 kommandiert, wo er bis zum 9. März 1916 Hitlers Vorgesetzter war. Nach dem 1. Weltkrieg Textilvertreter und selbstständiger Textilkaufmann. 1932 Mitglied der NSDAP, 1933 von Hitler persönlich in der Reichszeugmeisterei der NSDAP untergebracht und dann zum Stellenleiter ernannt, wo er seine Tätigkeit als Unterabteilungsleiter und Betriebsprüfer bis zum Ende des 2. Weltkrieges ausübte. Danach als Hilfsarbeiter in München tätig (25).

 

  • Ernst Schmidt (1889-1995); Malergeselle und ebenfalls als Meldegänger beim Regimentsstab; nach dem Krieg traf er Hitler noch öfters und wurde auch Mitglieder der DAP/NSDAP. 1922 eröffnete er ein eigenes Malergeschäft, war später Ortsgruppenleiter der NSDAP, SA-Mitglied und 1941 sogar Bürgermeister. Im Mai 1945 wurde er von der US-Armee einige Tage interniert, lebte dann aber weiter als Malermeister in Garching (26).

 

  • Jakob Weiß (1892-1944); Landwirt, der mit Hitler als Regimentsordonnanz vom 4. Januar 1915 bis zum 29. September 1918 zusammen war. 1928 übernahm er die Posthalterei von seinem Vater, 1933 trat er in die NSDAP ein und starb 1944 im Alter von 52 Jahren (27).

 

  • Karl Tiefenböck (1894-1969); Kontorist, der am 24. April 1915 als Meldegänger zum Regimentsstab versetzt wurde und mit Hitler bis zum 5. Oktober 1917 als Ordonnanz Dienst versah. Von Hitler wurde er nur »Wackerl« genannt. Tiefenböck wurde später zum Unteroffizier ernannt. Nach dem Ersten Weltkrieg als Prokurist tätig, trat 1919 in die DAP ein. 1933 überreichte er Hitler ein Fotoalbum mit Aufnahmen aus dem Krieg (28).

 

  • Balthasar Brandmayer (1892-1960); Maurer und zusammen mit Hitler vom Mai 1915 bis zu seiner Verwundung am 31. Mai 1918 als Meldegänger eingesetzt. Er war einer der wenigen, die Hitler nach dessen Ernennung zum Führer mit dem kameradschaftlichen »Du« ansprechen durften. Im Auftrag von Hitler erhielt Brandmayer »zur Klärung seiner wirtschaftlichen Verhältnisse« eine einmalige Unterstützung von 5.000 Reichsmark. Von 1940 bis 1945 war er als Amtswart bei einer Münchner Kreisfürsorgestelle angestellt, danach wieder als Maurer tätig (29)

 

  • Anton Bachmann (1895-1917); Kaufmannslehrling und Kriegsfreiwilliger, der ab dem 10. November 1914 mit Hitler als Meldegänger beim Regimentsstab eingesetzt wurde. Er fiel mit 22 Jahren am 12. August 1917 in der Schlacht bei Ungureano (30).

 

  • Max Mund (1893-1952); Rahmenmacher und Vergolder, vom 20. Mai 1915 mit Hitler zusammen als Regimentsordonnanz beim Regimentsstab. Am 4. Oktober 1916 erlitt er eine Gasvergiftung bei Le Barque und wurde aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes am 16. Juli 1917 aus dem Militärdienst entlassen. Danach war er bis zu seinem frühen Tod als selbstständiger Vergolder in München tätig (31).

 

  • Johann Sperl (1881-1962); Steindrucker, der vom 22. Mai 1915 bis 12. November 1918 mit Hitler Ordonnanz im Regimentsstab war. Sperl berichtete, dass Hitler öfters Meldegänge für ihn übernahm, da er selbst fünf Kinder habe. Sperl trat 1933 in die NSDAP ein, wurde arbeitslos und bat seinen Kriegskameraden Adolf Hitler um eine Stelle beim Landesvermessungsamt München, die er dann auch erhielt. Nach 1945 lebte er als Hilfsarbeiter in München (32).

 

  • Ignaz Westenkirchner (1891-1967); war vom 20. September 1914 bis zum 9. September 1918 als Regimentsstab-Meldegänger an der Front. 1928 wanderte er mit seiner Familie nach Amerika aus, weil er in Deutschland keine Arbeit fand, wurde dort im Jahr 1933 aber ebenfalls arbeitslos. Hitler zahlte durch Max Amann dem ehemaligen Kriegskameraden Westenkirchner und dessen Familie die Rückreise nach Berlin und empfing ihn sogar in der Reichskanzlei. Er wurde NSDAP-Mitglied und arbeitete bis zum Kriegsende als Hausmeister im Eher-Verlag von Max Amann. Nach dem Krieg arbeitete er bei einer Feinmechanikfirma in München (33).

 

  • Josef Inkofer (1891-1931); lernte Hitler bereits im Oktober 1914 in der 1. Kompanie des R.I.R. 16 kennen und wurde am 2. Januar 1915 als Meldegänger zum Regimentsstab versetzt, wo er mit Hitler bis zum 28. August 1918 zusammen war. Nach dem Krieg war Inkofer als Kellner tätig und trat in die DAP ein. Er starb bereits mit 40 Jahren in München (34).

 

  • Karl Lanzhammer (1896-1918); trat als Kriegsfreiwilliger in die Armee ein und lernte im September 1914 Hitler kennen, wurde aber früher in den Regimentsstab als Meldegänger versetzt. Im September 1917 wurde Lanzhammer zur Fliegerschule nach Schleißheim abkommandiert, wo er am 16. März 1918 im Alter von nur 21 Jahren tödlich abstürzte (35).
  • Karl Höfele (1880-?); Bauführer, war Kriegsfreiwilliger, wurde zum Gefreiten und später dann zum Unteroffizier befördert, wo er bis zum 18. Februar 1916 im Regimentsstab mit Hitler zusammen war. Bis 1917 machte er eine Ausbildung zum Fahnenjunker und wurde dann zum Leutnant der Reserve befördert, danach keine Aufzeichnungen mehr (36).

 

Ein anderes Foto zeigt Adolf Hitler im Jahr 1915, wie er seine Arme freundschaftlich auf die Schultern von Ernst Schmidt und Karl Lippert legt (37). Auch hier keinerlei »abnormale« Anzeichen.

 

Weitere Kriegskameraden waren:

 

  • Michael Schlehhuber (1874-?); Lagerist und Vater von vier Kindern war mit Hitler im Feld und wurde am 15. November 1914 durch eine Kugel am linken Arm verwundet. Am 1. November 1918 wurde er in München vom Militär entlassen. Seither gibt es keine Aufzeichnungen mehr über ihn (38).

 

  • Fritz Strauß (?-?); Handlungsgehilfe, war vom 1. Mai 1916 bis zum 20. Dezember 1918 beim Regimentsstab als Meldegänger tätig, wo er Hitler kennenlernte. Im April 1934 erhielt Strauß 10.000 Reichsmark als »Finanzierungshilfe« (39).

 

Aber auch später war Hitler für seine Kameraden da. Friedrich Wiedemann war vom 1. Januar 1916 bis zum 16. August 1917 als Regimentsadjudant Hitlers Vorgesetzter, er bestätigte, »hat Hitler auch nach dem Krieg gute Kameradschaft gehalten mit seinen Kameraden (…) die ihn mehrmals besuchten.«(40).

 

Fazit:

Hitler unterstützte seine Kameraden nicht nur während des Krieges, sondern auch noch später als Reichskanzler, erkundigte sich nach ihnen und brachte sie in Stellungen unter. Sogar Geldzuwendungen waren keine Seltenheit (41).

Das von Prof. Guido Knopp gezeichnete Bild eines »Einzelgängers«, eines »menschenscheuen Sonderlings« und »Eigenbrötlers« kann aufgrund der Quellen und Zeugenaussagen somit nicht verifiziert werden.

 

In der 2. Folge: Hitlers Fronteinsätze als Meldegänger.

 

Michael Grandt beschäftigt sich seit 30 Jahren mit der Geschichte des Dritten Reiches und hat mehrere Bücher zu diesem Thema veröffentlicht, u.a. »Unternehmen Wüste – Hitlers letzte Hoffnung« (2002), das vom Staatsminister in der baden-württembergischen Staatskanzlei präsentiert wurde und für das er im Jahre 2005 vom Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg die Staufer-Medaille für besondere Verdienste für das Land erhielt.

 

_____________________________________________________

Quellen:

 

(1) Guido Knopp: Hitler – Eine Bilanz, München (Sonderausgabe) 2005, S. 108

(2) Ebd., S. 106

(3) Ebd., S. 29

(4) Ebd., S. 59

(5) Ebd., S. 96

(6) Ebd., S. 106

(7) Ebd., S. 120

(8) Ebd., S. 123f.

(9) H.-J. Neumann/H. Eberle: War Hitler krank? Ein abschließender Befund, Bergisch Gladbach 2009, S. 290

(10) Knopp, S. 122

(11) Der Begriff „asozial“ ist als Gegenbegriff zu „sozial“ gebildet, wird jedoch oft im Sinne von „antisozial“ (= gemeinschaftsschädigend) verwendet.

(12) Zum Beispiel Werner Maser: Adolf Hitler, München 1971 (Sonderausgabe 2001), S. 129 oder John Toland: Adolf Hitler, Bergisch Gladbach 1977, S. 86

(13) In den Kriegsstammrollen (Verzeichnisse von einzelnen Truppenteilen der Unteroffiziere und Mannschaften zu deren Beurkundung; das der Offiziere heißt Kriegsrangliste) Hitlers ist dies eindeutig nachvollziehbar: KrStR. Nr. 166/148: „Am 16.8.14 eingetreten als Kriegsfreiwilliger b. R.D. VI, 2.1.R. u.a. 1.9.14 versetzt“; KrStR. Nr. 1062: „16.8.14 bei Ers. Batl. 2 Inf. Regt. Rek. Dep. VI eingetreten. 1.9.14 z. 1. Komp. Res. Inf. Regt. Nr. 16 vers.“; KrStR. Nr. 204: „16.8.14 als Kriegs Freiwilliger Rek. D. VI. 2. E.B./2. I.R. 1.9.14. 1/R.I.R. 16“; KrSt.R. NR. 7111 bzw. 4470: „16.8.14. Freiw. R.D. VI, 2. E/2. I.R. 1.9.14. 1./R.I.R. 16“; vgl. Anton Joachimsthaler: Adolf Hitler – Korrektur einer Biographie, München 1989, S. 109, 112f.; Faksimile der Kriegstammrollen auf den Seiten 110-111; auf Hitlers Erkennungsmarke steht: „Bayrisches Reserve-Infanterie-Regiment 16, 1. Kompanie Nr. 148“.

(14) Auch hier nennen die meisten Historiker nur den Namen Major d.R. „Graf von Zech“, was nur bedingt richtig ist.

(15) Es wurde als Infanterieregiment der Bayrischen Armee aufgestellt und als Teil der 6. Kgl. Bay. Reserve-Division an der Westfront, zunächst in der Ersten Flandernschlacht vor Ypern eingesetzt. Am 31. Oktober 1914 fiel Regimentskommandeur Oberst Julius List, worauf das Regiment den Beinamen „List“ erhielt (vgl. dazu auch Fridolin Solleder: Vier Jahre Westfront. Geschichte des Regiments List R.I.R. 16, München 1932 sowie Friedrichfranz Feeser (Hrsg): Das Bayernbuch vom Weltkriege 1914-1918, Band 1 und 2, Stuttgart 1930

(16) Knopp, Hitler, S. 124

(17) Joachimsthaler, S. 115

(18) Knopp, S. 120, 125

(19) Joachimsthaler, S. 158

(20) Balthasar Brandmayer: Zwei Meldegänger, Bruckmühl 1932, S. 51f.

(21) Vgl.: Adolf Meyer: Mit Adolf Hitler im Bayrischen Reserve-Infanterie-Regiment 16 List, Neustadt-Aisch 1934, S. 15 und Berner Tagblatt Nr. 139 vom 23.3. 1932, sowie Joachimsthaler S. 128

(22) Das Foto ist abgedruckt bei Joachimsthaler, zwischen den Seiten 128 und 129.

(23) Vgl.: Einvernahme von Max Amann in Nürnberg am 5. November 1947, Interrogationsbericht Nr. 2210 B, Spruchkammerakt Max Amann; Joachimsthaler S. 157

(24) Joachimsthaler, S. 281

(25) Ebd., S. 280

(26) Ebd., S. 276

(27) Ebd., S. 281

(28) Ebd., S. 281

(29) Ebd., S. 278

(30) Ebd., S. 279

(31) Ebd., S. 280

(32) Ebd., S. 281

(33) Ebd., S. 274

(34) Ebd., S. 281

(35) Ebd., S. 281

(36) Ebd., S. 282

(37) Das Foto ist abgedruckt bei Joachimsthaler zwischen den Seiten 128 und 129

(38) BHStA, Abt. IV, KStR. Nr. 3067/1002 und Joachimsthaler, S. 278

(39) Joachimsthaler, S. 146, siehe auch Archiv der NSDAP Nr. 124 62935

(40) Vgl.: Joachimsthaler, S. 150 und Wiedemann Papers, Institut für Zeitgeschichte München, MA 149

(41) Joachimsthaler, S. 144

 

 


 

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