Banken hauen Steuerzahler übers Ohr
Michael Grandt
Mit Milliardenspritzen unterstützen die deutschen Steuerzahler marode Banken. Zum »Dank« werden sie dafür auch noch mit unverschämt hohen Zinsen bestraft.
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Finden Sie das gerecht? Unstrittig haben Banken die größte Finanz- und Schuldenkrise seit mehr als 60 Jahren hervorgerufen. Und ausgerechnet diese Banken kommen ungeschoren davon. Schlimmer noch: Jeder Steuerzahler muss durch höhere Steuern, Abgaben sowie sinkende Leistungen der Kommunen und der Sozialversicherung die rasant gestiegenen Schulden der öffentlichen Hand begleichen, damit die Regierung die Banken mit immer mehr Milliarden stützen kann.
Hier die schlimmsten deutschen Krisen- und Pleitebanken:
- IKB: Sie erhielt bislang Staatshilfen in Höhe von rund 10 Milliarden Euro und staatliche Garantien in Höhe von weiteren 10 Milliarden Euro.
- Die LBBW erhielt Staatshilfen in Höhe von fünf Milliarden Euro und 12,7 Milliarden Euro Garantien.
- Die Hypo Real Estate bekam Staatshilfen in Höhe von 7,7 Milliarden Euro und 100 Milliarden Garantien.
- Die WestLB erhielt drei Milliarden Euro vom Steuerzahler plus 14 Milliarden Euro Garantien.
- Bei der Commerzbank sind es bislang Staatshilfen in Höhe von 18,9 Milliarden plus fünf Milliarden Euro Garantien.
- Die HSH Nordbank bekam schon drei Milliarden Euro Staatshilfen und Garantiezusagen über weitere 27 Milliarden Euro.
- Bei der BayernLB sind es zehn Milliarden Euro Staatshilfen plus 9,6 Milliarden Euro Garantien.
Die vorgenannten Banken wären allesamt ohne die Steuerzahler längst bankrott. Doch einige dieser Banken wollen ihren Mitarbeitern jetzt wieder Boni zahlen. Und das auf Kosten der Steuerzahler. Am Beispiel der Commerzbank kann man gut sehen, wie die Finanzinstitute ausgerechnet die Steuerzahler übers Ohr hauen – und das noch alles »legal« mithilfe der Politik zum Nachteil der Steuerzahler. Wie das funktioniert und wie Sie als Bürger übers Ohr gehauen werden, das ist kaum zu glauben.
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