Thursday, 25. August 2016
23.02.2011
 
 

Die Inflation kommt!

Michael Grandt

Arbeitskräfte in den Schwellenländern erhalten immer höhere Löhne, was deren Ausfuhrgüter verteuert. Der importierte Preisschub löst bei uns allerdings besorgniserregende inflationäre Tendenzen aus.

Massive Preiserhöhungen kommen auf deutsche Kunden zu – und zwar bei Stahl, Kunststoff, Öl, Benzin, Autos, aber auch bei Nahrungsmitteln. Praktisch sind fast alle Importwaren betroffen, vor allem energie- und rohstoffintensive Güter.

Binnen Jahresfrist sind die deutschen Einfuhrpreise um zwölf Prozent gestiegen, allein die Kunststoffpreise um 30 Prozent. Auch die Erzeugerpreise lagen im Januar 5,7 Prozent über denen des Vorjahres und die Verbraucherpreise stiegen im gleichen Monat von 1,7 auf 2,0 Prozent. Nach Schätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) wird die Rohstoffrechnung der deutschen Industrie in Jahr 2011 um 40 Milliarden Euro steigen. Das heißt: Die Inflation kommt – und zwar gewaltig.

Grund sind die immer knapper werdenden Arbeitskräfte in den Schwellenländern und die damit einhergehenden Lohnsteigerungen, die sich auf die Preise niederschlagen. In China beispielsweise verlangen die Arbeiter mehr Geld, weil Fachkräfte rar sind. Aus lauter Verzweiflung haben sich in Schanghai sogar schon mehrere Unternehmen zusammengetan und 400 Busse in ärmere Provinzen geschickt, um dort Arbeiter quasi an der Haustür anzuwerben. Zudem ist die Inflation in China hoch und die Menschen werden immer unzufriedener. Satte Lohnerhöhungen beruhigen, doch diese verteuerndie Ausfuhren des Landes. Und steigende Importpreise schlagen hierzulande bis zum Endverbraucher durch. Nach einer Umfrage des ifo-Instituts planen 31 Prozent der deutschen Industrieunternehmen, ihre Preise in den kommenden drei Monaten zu erhöhen, nur vier Prozent hingegen wollen ihre Preise senken.

Die westlichen Industrieländer können die Inflationsrate nicht mehr durch Billigimporte niedrighalten, die Inflation wird dadurch zu einem immer brennenden Thema. Schon warnt EZB-Präsident Jean-Claude Trichet vor kräftigen Lohnerhöhungen als Folge der Preissteigerungen, doch die heimischen Gewerkschaften lässt das kalt. Jede Lohnerhöhung treibt aber auch die Inflation in die Höhe und kann somit sogar einen negativen Effekt auf das zur Verfügung stehende Geld der Privathaushalte entfalten.

 

 

 


 

 

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