Gibt es einen wirksamen Schutz vor einer Währungsreform?
Michael Grandt
Sachwerte, Immobilien, Edelmetalle – bieten sie wirklich Schutz bei einer Geldentwertung?
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Nach all dem, was wir aus den letzten Währungsreformen gelernt haben, kann die Devise nur lauten: »Raus aus den Geldanlagen und rein in die Sachanlagen.« Ich gebe jedoch zu bedenken: Es gibt NICHTS, was ABSOLUT sicher ist. Doch kann man versuchen, die Risiken bzw. drohende Verluste zu minimieren.
Dennoch will ich einige Nachteile von Sachanlagen in NORMALEN Zeiten nicht verschweigen:
- Renditen sind nicht garantiert.
- Bei Immobilien kann es zu einem Wertverlust kommen.
- Immobilien und Grundstücke sind unter Umständen schwer zu veräußern.
- Der Wiederverkaufswert von Edelmetallen kann unter dem Kaufpreis liegen.
- Bei Silberkauf muss Mehrwertsteuer bezahlt werden.
- Edelmetalle werfen keine Zinsen ab.
- Die externe Lagerung von Edelmetallen kann Kosten verursachen und ein Zugriff könnte nicht immer möglich sein.
- Die Regierung könnte ein Goldverbot verhängen (dennoch sind Gold und Silber DIE Schwarzmarktwährung).
Allerdings dürfte der »bessere Werterhalt« gegenüber den »Papieranlagen« ein unschlagbares Argument sein. Als relativ »sicher« vor einer Geldentwertung gelten:
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Langlebige Konsumgüter: Dazu gehören etwa Möbel, Waschmaschinen, Autos. Sie werden im Falle einer bevorstehenden Währungsreform verstärkt nachgefragt, sodass die Preise entsprechend anziehen.
Vergessen Sie aber auch nicht Ihre persönliche Aus- und Weiterbildung, die Verbesserung Ihrer persönlichen Fähigkeiten sowie die Erhaltung der Gesundheit und Ihrer Arbeitskraft.
Zusätzliche Tipps:
- Halten Sie möglichst keine Staatsanleihen.
- Bauen Sie Verbindlichkeiten ab.
- Investieren Sie in liquide Anlagen, die Sie ohne Verluste und sofort wieder auflösen können.
- Wandeln Sie einen Teil Ihrer Tagesgelder oder Festgelder (wenn möglich) in Gold und/oder Silber um.
ACHTUNG! – Daran müssen Sie denken:
- Prüfen Sie alle ihre Versicherungen, Bausparverträge, Sparbücher und andere Kapitalanlagen in Hinblick auf das Thema Sicherheit.
- Legen Sie sich einen Bargeldvorrat von ein bis drei Monatsausgaben als »eiserne Reserve« an, damit Sie im Notfall darauf zurückgreifen können. Diese KÖNNEN Sie wie folgt aufteilen: ein Drittel Euro, ein Drittel Silbermünzen und ein Drittel in einer Fremdwährung (zum Beispiel Schweizer Franken, Norwegische Krone etc.).
- Erwerben Sie Edelmetalle NIEMALS auf Kredit, denn wenn Sie Bargeld benötigen und dazu gezwungen wären, Ihre Gold- oder Silbermünzen wieder zu verkaufen, kann die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis sehr hoch sein (bis zu 25 Prozent!).
- Wenn Banken geschlossen werden, kommen Sie nicht mehr an frisches Bargeld oder an Ihr Schließfach. Sie brauchen also einen privaten sicheren Aufbewahrungsort und einen feuersicheren Tresor.
- Die Höhe der Verbindlichkeiten wird auch nach einer Währungsreform bestehen bleiben, lediglich Ihr Vermögen wird sich schmälern. Der Nennwert der Schulden bleibt also gleich, während die Lebenshaltungskosten rasch ansteigen können und so einen immer größeren Teil Ihres verfügbaren Vermögens aufzehren. Für den eigentlichen Schuldendienst bleibt dann immer weniger übrig.
- Immobiliendarlehen: Verträge mit Zinsfestschreibungen und Sondertilgungen sind vorzuziehen.
- Wertverlust: Können viele Menschen ihre Hypotheken nicht mehr bedienen, wird der Wert der einzelnen Immobilie immer weiter fallen. Ein Problem haben Sie dann, wenn die Höhe des Darlehens höher ist als der Wert des Hauses oder der Wohnung. Die Folge: Die Bank kann weitere Sicherheiten von Ihnen verlangen. Aber haben Sie diese auch?
- Vermietete Immobilien: Die Regierung könnte einen Mietpreisstopp verhängen, um die Mieter vor Preistreiberei zu schützen; die Instandhaltungsausgaben könnten jedoch inflationsbedingt dramatisch steigen.
- Vermietete Immobilien: Ist der Mieter zuverlässig, bzw. wie lange wird er die Miete bezahlen können?
- Immobilienbesitzer: Der Staat könnte Zwangshypotheken oder einen Lastenausgleich verordnen (siehe 1925 und 1952).
- Aktien bieten nur einen begrenzten Inflationsschutz, wenn man die Entwicklung der Produzenten- und Lebenshaltungskosten mit der des Aktienindex vergleicht.
- Vermeiden Sie neue Schulden und reduzieren Sie die alten so schnell wie möglich.
Verlassen Sie sich also NIE darauf, was Ihnen die Regierung oder staatliche Institutionen raten oder versprechen, denn dann sind Sie verloren – das ist 100-prozentig sicher!
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