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Das Linzer IMAS-Institut für Meinungsforschung befragte im August und September 2010 insgesamt 1042 Österreicherinnen und Österreicher ab 16 Jahren zu den Zuständen in ihrem Land.
Die Einzelergebnisse:
• 66 Prozent der Befragten monieren eine »Verschwendung von Steuermitteln«.
• 63 Prozent stören »zu hohe Gehälter und Privilegien für Manager«.
• 61 Prozent sehen »Privilegien und Vorrechte von Politikern«.
• Genau so viele, nämlich 61 Prozent kritisieren die »zunehmende Gewaltbereitschaft von Jugendlichen«.
• 55 Prozent stört die »sexuelle Unmoral von Priestern«.
• 53 Prozent gehen davon aus, dass bei der Postenbesetzung im Staatsdienst »gemauschelt« wird
• 52 Prozent sehen in der »mangelnden Kontrolle der Banken« ein Problem.
• 49 Prozent reiben sich an »versteckter Parteienfinanzierung«.
• 45 Prozent haben das Gefühl, dass es bei »der Vergabe von öffentlichen Aufträgen an die Wirtschaft nicht immer korrekt zugeht«.
• 41 Prozent sehen die »Notwendigkeit von guten Beziehungen, wenn man im Beruf vorwärts kommen möchte«.
• Ebenfalls 41 Prozent haben das Gefühl, dass es »Ungerechtigkeit bei der Vergabe öffentlicher Ämter« gibt.
• 34 Prozent kritisieren das »übertriebene Gewinnstreben der Wirtschaft«.
Das Gesamtergebnis:
• 83 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass »in Österreich derzeit vieles faul, und die Zustände grundsätzlich verbessert werden müssten«.
Das ist eine schallende Ohrfeige und ein Armutszeugnis für die Politik. Aber immerhin glaubt ein Viertel der Befragten, dass es in der Alpenrepublik diesbezüglich noch besser funktioniert, als in anderen Ländern.
Die Ergebnisse einer ähnlichen Umfrage in unserer »Bananenrepublik« wären sicherlich interessant, doch unsere Meinungsforschungsinstitute haben zu solchen politisch unkorrekten Fragen anscheinend nicht den Mut.
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Quelle:
http://www.wirtschaftsblatt.at/home/oesterreich/wirtschaftspolitik/was-ist-faul-im-staate-oesterreich-oder-wo-es-wirklich-stinkt-438771/index.do
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