Mittwoch, 7. Dezember 2016
31.01.2011
 
 

Staatsverschuldungen erreichen astronomische Höhen

Michael Grandt

Noch nie standen die Staaten so tief in der Kreide. 2011 wird das Jahr der großen Umschuldungen. Aus der Wirtschafts- und Finanzkrise ist eine Weltschuldenkrise mit ungewissem Ausgang geworden.

Durch die seit 2008 andauernde Wirtschafts- und Finanzkrise haben sich die bis dahin bereits hoch verschuldeten Staaten noch tiefer in die roten Zahlen bugsiert: Sie brauchen immer neues Kapital, um ihre Schulden überhaupt noch bezahlen zu können, und damit steigen auch die Zinsen.

Die Mitgliedsländer des Euroraumes verschulden sich immer mehr. Bis Ende 2011 soll die Summe auf ganze 9,2 Billionen Euro anwachsen.* Davon müssen alleine in diesem Jahr 1,3 Billionen Euro refinanziert werden.** Die PIIGS-Staaten Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien müssen sich in den nächsten zwölf Monaten rund 518 Milliarden Euro am freien Kapitalmarkt beschaffen.

Sogar das bis dahin nicht vorbelastete Österreich musste in der zweiten Januarwoche 2011 für seine begebene 11-jährige Staatsanleihe um 30 Prozent höhere Zinsen als noch im Oktober 2010 bezahlen. Ebenso erging es Spanien, das für seine 5-jährige Staatsanleihe ebenfalls knapp 30 Prozent mehr Zinsen bezahlen musste als noch im November 2010. Zins und Tilgung werden somit zu einem immer höheren Risiko für die hoch verschuldeten Staaten.

Und auch Deutschland kommt in immer größere Schieflage: Die Bundesrepublik braucht unter den Eurostaaten das meiste frische Geld zur Bedienung der fällig werdenden Staatsschulden. Insgesamt 360 Milliarden Euro frisches Kapital muss sich Berlin dafür besorgen. Italien braucht 301 Milliarden, Frankreich 287 Milliarden und Spanien 136 Milliarden Euro.

Deutschland weist zudem die höchste Staatsverschuldung in absoluten Zahlen auf:

1,88 Billionen Euro (75,7 Prozent des BIP), gefolgt von Italien mit 1,84 Billionen Euro (118,9 Prozent des BIP) und Frankreich mit 1,62 Billionen Euro (83 Prozent des BIP).***

In den USA sieht die Lage noch ernster aus. Insgesamt werden Schuldtitel in Höhe von fast 2,2 Billionen (!) Euro fällig. Kein Wunder also, dass die US-Regierung zu Jahresanfang um die Anhebung der Schuldenobergrenze gebeten hatte. Der Kapitalhunger der Amerikaner ist unersättlich, die Gefahr einer höheren Inflation steigt von Monat zu Monat.

Die Krise verschlimmert sich immer mehr: Aus einer Wirtschafts- und Finanzkrise ist eine Weltschuldenkrise geworden, die in einem großen Big Bang enden könnte.

 

 

* Ohne Estland, laut Herbstprognose der EU-Kommission

** Inklusive staatsnaher Organisationen

*** Laut EU-Herbstprognose

 

 


 

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