Saturday, 1. October 2016
14.02.2011
 
 

Bündnis 90/ Die Grünen »Fachgespräch« am 18.3.11: Das Interesse am Zweifel – Die Strategien der sog. Klimaskeptiker und wer dahintersteht

Michael Limburg

Es wird offenbar eng für die Alarmisten. Sonst würden die emsigen Klima-Katastrophenverhinderer von Bündnis 90/Die Grünen, in Gestalt ihrer Frontfrau Bärbel Höhn und des umtriebigen Abgeordneten Dr. Hermann Ott, ein Gewächs des weltbekannten »Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH« nicht eine Kampagane nach der anderen gegen die Klimarealisten - von ihnen fälschlich Skeptiker genannt - abfahren. Dabei scheint jedes Maß an Verleumdung gerechtfertigt. Hatten sie noch vor kurzem versucht mittels einer kleinen Anfrage an die Bundesregierung »die Skeptiker« in ein schiefes Licht zu rücken, so soll es jetzt also ein »Fachgespräch« richten und Licht in die behaupteten düsteren Motive dieser Leute bringen. Bündnis 90/Die Grünen sonst immer schrill auf Ausgewogenheit Aufklärung und Fairness pochend, hielten es aber nicht für nötig einfach bei EIKE anzufragen und um die Entsendung eines Vertreters zu ersuchen, um Informationen über die gesuchten Motive aus erster Hand zu bekommen. Diese wurden trotz Angebotes seitens EIKE bisher auch nicht versucht zu bekommen, sondern ausdrücklich abwehrend gehandhabt. Sehen sie dazu die aktuellen Mails vom Büro Ott und Dr. Ott selber.

Stattdessen wurde ein kleines Panel mit bekannten Vertretern der Katastrophen-Wissenschaft sei es vom PIK oder von anderen  bekannten grünen Lobbyisten zusammengestellt, als da sind:

MdB Bärbel Höhn,

Prof. Stefan Rahmstorf;  und

MdB Dr. Hermann Ott,

die Licht in das Dunkel bringen sollen. Gespannt sind wir zudem auf NN vom weltbekannten CAN Europe (Climate Action Network ) und den selbsternannten Lobbykontrolleur und Politikwissenschaftler Dr. phil. Dieter Plehwe.

Zur Einführung ins Thema heißt es in der Einladung (hier) (leider ist hier mal wieder das schöne deutsche Wort »worum« verzichtet worden und durch das verballhornende »Um was« ersetzt worden):

Um was es geht

Klimaskepsis ist kein neues Phänomen innerhalb der Debatte um den anthropogen verursachten Klimawandel. Zur Verhinderung einer ambitionierten Klimaschutzpolitik und zur Verhinderung der Energiewende hat das Sähen von Zweifeln an den Erkenntnissen der Klimawissenschaft insbesondere in den USA eine lange Tradition und hat dort eine neue Dimension erreicht. Neben der Verbreitung von Lügen und Unwahrheiten gehören auch die Diffamierung von Klimapolitikern und verdeckte Operationen inzwischen zum Repertoire der Verhinderer von Klimapolitik*. Auch in Deutschland intensivieren sich die Aktivitäten der Klimaskeptiker und Klimaleugner. Die anfangs auf Internet-Foren und Blogs beschränkte Tätigkeit hat mittlerweile auch den Bundestag erreicht. Politiker von CDU/CSU und FDP empfangen bekannte Klimaskeptiker öffentlich und geben deren unseriösen und unwissenschaftlichen Thesen so ein Forum.

In unserem Fachgespräch wollen wir die Hintergründe der derzeitigen Aktivitäten der Klimaskeptiker beleuchten. Was ist der Anlass für die aktuellen klimaskeptischen Aktivitäten und die mediale Aufmerksamkeit? Was sind die Strategien der sog. Klimaskeptiker, wer steht dahinter und wer finanziert sie?

Wir laden Sie herzlich ein mit uns zu diskutieren.

 

Das Programm liest sich dann so:

Wir laden Sie herzlich ein mit uns zu diskutieren.

Programm

13.30

Begrüßungskaffee

14.00

Einführung

Bärbel Höhn MdB?Stellvertretende Fraktionsvorsitzende

14.20

Lobbyaktivitäten der Industrie: Wie der Zweifel am Klimawandel geschürt wird

Dr. Dieter Plehwe?LobbyControl/ Wissenschaftszentrum Berlin (WZB)

14.40

Der Einfluss der fossilen Energiewirtschaft in den USA, Strategien und erfolgreiche Gegenstrategien

N.N.? CAN Europe

15.00

Zweifel ohne Nahrung: Methoden und Strukturen der Klimaskeptiker

Prof. Dr. Stefan Rahmsdorf?Potsdam Institute for Climate Impact Research (PIK)

15.20

Podiumsdiskussion

*    Dr. Dieter Plehwe

*    N.N.? CAN Europe

*    Prof. Dr. Stefan Rahmsdorf?PIK

*    Moderation: Dr. Hermann Ott MdB?Sprecher für Klimapolitik

16.45

Zusammenfassung und Schlusswort

Dr. Hermann Ott MdB

17.00

Get together

EIKE hat sich die Freiheit genommen und mit Mail vom 10.2.11 die Einladenden - Wir laden Sie herzlich ein mit uns zu diskutieren - beim Wort genommen und seine aktive Mithilfe bei der Aufklärung dieser behaupteten schweren Vergehen angeboten:

Sehr geehrter Herr Dr. Ott,

dem Internet entnehmen wir, dass Sie am 18.3.11 ein Fachgespräch über die Strategien der sog. Klimaskeptiker im Deutschen Bundestag führen wollen. Ich biete Ihnen dazu gerne Informationen aus erster Hand an und würde bei einer Einladung zu Vortrag und Diskussion auf dem Podium selbstverständlich kommen. Ebenso wie andere EIKE Mitglieder und Unterstützer. Unsere Teilnahme würde natürlich auch der umfassenden und fairen Information des Publikums dienen, wobei wir davon ausgehen, dass Sie und dass Publikum daran interessiert sind. Gern erwarte ich Ihre Zusage und

verbleibe mit freundlichen Grüßen

Ihr

Michael Limburg

Vizepräsident EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie)

 

 

 

Eine Antwort wurde heute (11.2.11) per Mail wie folgt gegeben:

Am 11.02.2011 um 13:20 schrieb Ott Hermann:

Sehr geehrter Herr Limburg,

selbstverständlich können Sie oder andere Mitglieder von EIKE an unserem öffentlichen Fachgespräch teilnehmen und sich in der Diskussion zu Wort melden. Melden Sie sich dazu einfach unter
www.gruene-bundestag.de/cms/termine/dok/370/370093.das_interesse_am_zweifel_die_strategien.html an.

Mit freundlichen Grüßen

Büro Hermann Ott

 


Unsere Antwort vom 11.2.11 ist diese:

Sehr geehrtes Büro Hermann Ott,
danke für diese Bestätigung, dass wir uns anmelden dürfen. Das hatten wir an sich schon auf Grund der Formulierung Ihrer Einladung erwartet, Darum geht es aber nicht. Es geht darum - wie auch schon zuvor geschrieben- Ihnen und Ihren Zuhörern Informationen aus erster Hand zu liefern, über die wahren Motive und deren faktenmäßigen Begründung, der von Ihnen zu Unrecht geschmähten "Klimaskepitker". Nur dann - also mit unserem Vortrag und auf dem Podium-  ist es für Ihr Publikum sinnvoll und auch fair, dass wir teilnehmen. Über Ihre Zusage würden wir uns daher freuen. Auch wenn Sie Ihnen aus verständlichen Gründen vielleicht schwerfällt. Falls Sie aus -welchen Gründen immer- absagen, müssen wir und alle anderen davon ausgehen, dass sie an einer fairen Aufklärung und Sach-Diskussion nicht interessiert sind.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

Ihr
Michael Limburg
Vizepräsident EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie)


 

 

Antwort diesmal von Dr. Ott selber, mit Kopie an Fraktionsvorsitzende Bärbel Höhn, sie spricht für sich:

Sehr geehrter Herr Limburg,

Es gibt keinen Grund für Unterstellungen. In unserem Fachgespräch soll es in der Hauptsache nicht um die Frage gehen, ob die Klimawandelskeptiker falsch liegen oder nicht. Die Frage nach den Ursachen des Klimawandels ist nicht strittig. Es ist Ihr gutes Recht, unsere Meinung nicht zu teilen. Es soll auch heute noch Menschen geben die die Erde für eine Scheibe halten. Auch die werde ich nicht versuchen zu überzeugen.

Allerdings würde ich sehr wohl gegen diese Ansicht argumentieren wenn deren Vertreter andere davon abhalten wollten lebenswichtige Zukunftsinvestitionen zu machen und eine grosse Gefahr für das Leben der Menschen auf diesem Planeten abzuwenden.

Ähnlich sehe ich es in diesem Fall. Es gibt interessierte Kreise die verhindern wollen dass unser Energiesystem oder unsere Landwirtschaft umgestaltet und zukunftsfähig gemacht werden. Diese Hintergründe wollen wir in diesem Fachgespräch beleuchten und uns von Fachleuten informieren lassen.

Sie können also gerne an unserer Veranstaltung teilnehmen und sich in der Diskussion zu Wort melden.


MIt freundlichen Grüßen

Hermann Ott

 

 

Unsere Antwort: 11.2.11 19:52

Hallo Herr Ott,

wie schon vermutet, sind Sie und Ihre Kollegen nicht an Informationen aus erster Hand interessiert. Was sie sehen oder nicht sehen, ist wirklich nicht so interessant. Mit Scheuklappen sieht es sich auch nicht so gut.

Es lässt sich ja auch viel leichter verunglimpfen, wenn die Betroffenen nicht adäquat zu Worte kommen dürfen. Ein Anschauungsunterricht über grüne Meinungssbildungsarbeit erster Güte. Das wird die Öffentlichkeit interessieren.

 

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

Ihr

Michael Limburg

Vizepräsident EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie)

 

* Hervorhebungen vom Autor

 

Quelle:

http://www.eike-klima-energie.eu/

 

 

 


 

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