Friday, 24. October 2014
18.04.2013
 
 

Marc Faber: »Ich freue mich, dass der Goldpreis endlich sinkt«; Gold vs. Apple; Geduld, Gold, Japan

Mike Shedlock

Marc Faber ist froh, dass der Goldpreis endlich sinkt. Das soll nicht Ausdruck diebischer Freude sein oder eine Prognose. Vielmehr werde »Gold eine exzellente Chance zum Kauf bieten«.

 

Marc Faber auf Bloomberg TV zum sinkenden Goldpreis

 

»Ich liebe die Märkte. Ich bin froh, dass der Goldpreis endlich sinkt. Damit eröffnet sich eine exzellente Chance zum Kauf. Ich möchte nur etwas dazu sagen. Momentan wird Gold von vielen niedergemacht. Aber wenn wir uns die Zahlen anschauen, liegt es heute 21 Prozent unter dem Höchststand von 2011. Apple dagegen liegt 39 Prozent unter dem Rekordwert vom vergangenen Jahr. Gleichzeitig liegt der S&P-500-Index nicht einmal um ein Prozent über dem Höchstwert

vom Oktober 2007. Zur gleichen Zeit ist Gold, selbst nach der Korrektur von heute, um 100 Prozent gestiegen. Der S&P liegt zwei Prozent über dem Höchststand von März 2000. Gold ist um 442 Prozent gestiegen. Also bin ich froh, dass wir eine Verkaufswelle erleben, die zu einer deutlichen Delle führen wird. Der Goldpreis könnte bei 1.400 Dollar, heute bei 1.300 Dollar liegen, aber ich glaube, dass der Bullenmarkt nicht vorüber ist.«

 

 

»1.300 Dollar. Niemand weiß es genau, aber ich glaube, dass das Fundament für Gold noch intakt ist. Und ich möchte noch etwas sagen. Wir erleben heute einen Rückgang bei Rohstoffen, einschließlich Gold. Gleichzeitig beobachten wir, dass Anleihen stark anziehen. Wenn sie beides von außen betrachten, würde ich davon ausgehen, dass es im System starken deflationären Druck gibt. In dem Fall würde ich keine Aktien oder Staatspapiere kaufen, denn am Aktienmarkt würde es bei einem deflationären Umfeld enttäuschende Gewinne geben.«

 

Zur Frage des weiteren Rückgangs des Goldpreises in einem deflationären Umfeld:

 

»Ja, richtig. Deshalb habe ich gesagt, dass der Einbruch des Goldmarkts etwas über die Deflation aussagt, und gleichzeitig erleben wir diesen steilen Anstieg der Preise für Anleihen, die Signale sprechen für eine Deflation. Ich würde keine Aktien kaufen, denn in einem deflationären Umfeld werden Unternehmensgewinne enttäuschend ausfallen.«

 

Zur Frage, ob ein deflationäres Umfeld zum jetzigen Zeitpunkt möglich ist:

 

»Alles ist möglich … In der Ökonomie der Dummköpfe, die die Zentralbanken bevölkern, ist alles möglich. Wir erleben gigantische Blasen, die NASDAQ im Jahr 2000, dann die Blase am Häusermarkt und 2008 Rohstoffe, als der Ölpreis von 78 auf 147 Dollar stieg und dann innerhalb von sechs Monaten auf 32 Dollar abstürzte. Diese Art Volatilität ist das Resultat expansionistischer Geldpolitik durch die Gelddruckerei.«

 

»Ich sage nur, dass ich davon ausgehe, dass wir in den nächsten Wochen ein Tief beim Goldpreis erleben werden. Gold sollten Sie heute kaufen, als Trade. Ich glaube, es kann in den nächsten zwei Tagen schon wieder um 40 Dollar steigen.«

 

Zur Frage, warum der Goldpreis in den nächsten zwei Tagen schon wieder um 40 Dollar steigen wird:

 

»Weil wir beim Gold ungefähr so überverkauft sind wie während des Crashs von 1987. Von dort gab es eine starke Kurserholung. Als Trader sage ich nur: Ich würde wahrscheinlich schnell in den Markt einsteigen, wegen einer Kurserholung um 20 oder 40 Dollar. Aus langfristiger Sicht würde ich noch ein wenig warten. Es könnte weiter sinken. Ich bin nicht beunruhigt. Ich freue mich, dass der Goldpreis endlich sinkt, es bietet einen guten Einstiegspunkt.«

 

Zur Frage, ob Investoren auch Barguthaben halten sollten:

 

»Mein Argument lautet: Sie sollten in einem so hoch volatilen Umfeld einen ordentlichen Betrag an Barem vorhalten, weil es immer wieder Chancen gibt, und wenn Sie über Bargeld verfügen, können Sie Assets zu vernünftigen Preisen kaufen. Ich glaube, in diesem Umfeld ist Geduld sehr wichtig. Die Frage ist, wie halten Sie Ihr Bargeld? Hoffentlich nicht bei einer zyprischen Bank.«

 

 

Geduld, Gold, Japan

 

Geduld, Gold und Japan waren meine zentralen Themen bei einer Rede, die ich während der Wine Country Conference gehalten habe. Ich hoffe, sie schon bald ins Internet stellen zu können.

 

Wenn ich mit Faber in einer Frage einer Meinung bin, dann behalten wir – am Ende – in der Regel recht. Wie Marc mache auch ich mir keine Sorgen über den genauen Zeitpunkt.

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

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