Muslimische Ministerin spricht den Amtseid mit Gottesformel und spaltet nicht nur die CDU
Redaktion
Es ist vollbracht. Die Christlich Demokratische Union hat als erste deutsche Partei die Tochter türkischer Einwanderer zur Ministerin ernannt. Beim Amtseid spricht die gläubige Muslimin die Gottesformel »so wahr mir Gott helfe« und wendet sich damit an den »einen und einzigen Gott« – Allah?
Noch vor ihrem Amtsantritt sorgte die niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, Aygül Özkan, wegen ihrer Haltung zu Kruzifixen in Klassenzimmern, zum EU-Beitritt der Türkei sowie zu deutschen Richtern, die die Rechtsanwältin als »fremde Autorität« für nichtdeutsche Straftäter bezeichnete, für großen Wirbel in der deutschen und internationalen Presse.

Nach der Abgabe des Amtseides mit Gottesformel reagierten die deutschen Kirchen verärgert und stellten eindeutig klar, dass der Gott der Christen nicht mit dem Gott des Islam gleichzusetzen ist. In einer Erklärung der Ministerin ließ diese mittteilen, dass sie als gläubige Muslimin sich »ausdrücklich auf den einen und einzigen Gott, der dem Judentum, dem Christentum und dem Islam gemeinsam sei«, bezogen habe.
Die neue Ministerin hingegen weiß offensichtlich das »Wohlwollen« der Kanzlerin hinter sich. Sie sei sogar eine von »Merkels Mädchen« lässt WeltOnline uns in der Überschrift eines Artikels wissen.
Der entmachtete konservative Flügel der Union rebelliert indessen. So ereifert sich der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der hessischen CDU, Hans-Jürgen Irmer, und degradierte die Besetzung des Ministeramtes durch den als »kanzlerintreu« geltenden Wulff als »Fehlentscheidung«. Außerdem hatte der einflussreiche CDU-Politiker vor einer »Islamisierung Deutschlands« gewarnt. »Menschen aus Polen und anderen christlich geprägten Ländern seien mit ihrer Heimat verwurzelt und kämen nur vorübergehend. Wenn Muslime nach Deutschland kämen, sei das eine gefühlte Landnahme. Der Islam ist auf die Eroberung der Weltherrschaft fixiert. Wir brauchen nicht mehr Muslime, sondern weniger.«
Der bayerische CSU-Politiker Thomas Goppel kritisierte die Ministerin gleichermaßen: »Es käme Özkan in ihrem Heimatland wohl nicht in den Sinn, so mit einer gewachsenen Religiosität umzugehen.« Auch der bayrische Innenminister Joachim Hermann (CSU) »erwartet den nötigen Respekt vor unserer Kultur«.
Unter Druck gerät die neue Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration in Niedersachsen unterdessen auch in der türkischen Presse. Dort hält man ihr die Entschuldigung zu ihren getätigten Äußerungen, »bevor sie auf dem Sessel Platz genommen hat«, vor.
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