Neue Hoffnung für Hartz-IV-Empfänger: Jobcenter schulen Arbeitslose zu Wahrsagern um
Udo Ulfkotte
Kein Job, kein Geld, keine Hoffnung? Halt. In Hamburg und Berlin bilden die Jobcenter Hartz-IV-Empfänger jetzt für einen zukunftsträchtigen Beruf aus. Als Wahrsager sollen sie anderen Menschen in scheinbar ausweglosen Situationen neue Hoffnung machen. Menschen sollen durch das Deuten der Sterne auf ungleich günstigere Lebenswege geführt werden.
Nach Hamburg zahlen seit Frühjahr 2010 nun auch die Berliner Jobcenter Hartz-IV-Empfängern das Berufsbild Wahrsagen und fördern die »psychologische Astrologie« mit Bildungsgutscheinen und Fortbildungsveranstaltungen. In esoterischen Buchläden oder als Programmierer für Astroprogramme haben die Absolventen nach Auffassung der Jobcenter angeblich in einer multikulturellen Welt, in der das Selbstvertrauen parallel zu den Berufspersektiven schwindet, unglaublich gute Zukunftsaussichten. Je größer die Ratlosigkeit vieler Menschen bei Finanzcrash, Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit, umso größer die Zukunftschancen der positiv denkenden Wahrsager, so die Jobcenter. Sie lernen Horoskope zu erstellen, die Menschen aus Ratlosigkeit oder negativen Lebensphasen helfen. Die Berliner FDP ist begeistert von dem Konzept. So sagt der Berliner FDP-Fraktionsvize Björn Jotzo zur Umschulung der Hartz-IV-Empfänger zu Wahrsagern: »Wenn da die Aussicht auf Beschäftigung besteht, ist das ein guter Ansatz.«
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