Monday, 30. May 2016
08.09.2011
 
 

Doppelschlag der Bilderberger gegen Souveränität der Schweiz und Deutschlands

Oliver Janich

Die Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank, den Schweizer Franken an den Euro zu binden, bedeutet die Beendigung der nationalen Souveränität des Alpenlandes. Wie ich in mehreren öffentlichen Auftritten beispielsweise in der Schweiz beim Alpenparlament TV im Gespräch mit Kopp-Moderator Michael Vogt sagte, ist die Schweiz der globalen Elite ein Dorn im Auge. Ihr Modell der dezentralen, direkten Demokratie ist das genaue Gegenteil dessen, was der Bilderberger-Club der Globalisten will: zentralistische Steuerung ohne jegliche demokratische Kontrolle.

Wie weit der Arm der Globalisten reicht, zeigt überdeutlich die Entscheidung des deutschen Verfassungsgerichts. Wieder hat das höchste deutsche Gericht die im ohnehin grundgesetzwidrigen Lissabon-Vertrag verbotenen Bail-outs, also das Retten fremder Staaten, für rechtens erklärt. Deutlicher können uns die Verfassungsrichter nicht ins Gesicht sagen, dass Deutschland kein Rechtsstaat mehr ist. In Presseberichten wird behauptet, Rettungsmaßnahmen würden unter

Parlamentsvorbehalt gestellt, was suggeriert, der Bundestag müsste zustimmen. In der Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts heißt es jedoch: »§ 1 Abs. 4 des Euro-Stabilisierungsmechanismus-Gesetzes ist allerdings nur bei verfassungskonformer Auslegung mit dem Grundgesetz vereinbar. Die Vorschrift ist dahingehend auszulegen, dass die Bundesregierung vor Übernahme von Gewährleistungen im Sinne des Gesetzes verpflichtet ist, die vorherige Zustimmung des Haushaltsausschusses einzuholen.«

 

Der Haushaltausschuss ist nicht das Parlament! Er besteht aus einigen Vertretern der Parteien, die in kleinen Zirkeln machen können, was sie wollen. Aber selbst wenn der Bundestag zustimmen müsste: Es ist offenkundig, dass keine der etablierten Parteien mehr die Bürger vertritt, sondern das Finanzkartell (nicht zu verwechseln mit den Finanzmärkten!), das sich mit der europäischen Zentralbank ein Monopol auf die Erzeugung von Geld verschafft hat. Alle Parteien sind sich darin einig, das Geld der Steuerzahlers für diese Rettungsmaßnahmen zu verpfänden. Künftig entscheidet der jeglicher demokratischer und juristischer Kontrolle entzogene »Gouverneurs-Rat« des ESM (»Europäischer Stabilität Mechanismus« = Europäisches Sado-Maso-Institut: Die Sadisten sind die Gouverneure, die Masochisten die Bürger, die das alles widerstandslos über sich ergehen lassen), wie viele Billionen dem deutschen Steuerzahler gestohlen werden.

Mit der Bindung des Schweizer Franken an den Euro finanzieren die Schweizer diesen Wahnsinn jetzt mit. Die SNB hat erklärt: Sie toleriert »am Devisenmarkt ab sofort keinen Euro-Franken-Kurs unter dem Mindestkurs von 1,20. Die Nationalbank wird den Mindestkurs mit aller Konsequenz durchsetzen und ist bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen.« Das bedeutet, die Schweizer Nationalbank muss Euro in Milliardenhöhe ankaufen, koste es, was es wolle. Gleichzeitig können sich Großbanken in Schweizer Franken zu Zinsen nahe Null verschulden und ohne jedes Währungsrisiko in höherverzinsliche Anleihen investieren. Natürlich kann das die Schweiz unmöglich durchhalten. Das Konstrukt wird genauso scheitern, wie das System fester Wechselkurse vor dem Euro. Bilderberger-Milliardär Georg Soros reibt sich jetzt schon die Hände, am Schweizer Franken und dem Schweizer Volk ähnlich viel Geld verdienen zu können, wie seinerzeit am britischen Pfund. Die SNB wird Milliarden von Euro in ihren Bücher haben, und wenn der Euro crasht, was unvermeidbar ist, ist die Schweiz ruiniert. Mission Accomplished.

In der kommenden Woche beginnen die Parlamentsberatungen in der Schweiz (Herbstsession). SVP-Mitglied Dominique Baettig und andere werden die Machtübernahme der EU zum Hauptthema ihrer Beiträge machen. Wie ich aus Kreisen der SVP höre, wird auch schon an einer Volksabstimmung (Motion) zu diesem Thema gearbeitet. Gelingt es nicht, eine Volksabstimmung zu erreichen, ist das Schicksal der Schweiz als souveräner Nation besiegelt. Man kann den Schweizern nur zurufen: »Erinnert euch an Wilhelm Tell – und kämpft!«

2011 tagten die Bilderberger in St. Moritz in der Schweiz. Vor Ausbruch der Krisen in Griechenland und Spanien tagten die Bilderberger eben dort. Aber natürlich ist das alles Zufall. Selbstverständlich ist es nicht so, dass die Bilderberger auf den Konferenzen per Handzeichen darüber abstimmen, welches Land sie jetzt überfallen wollen. Diese Entscheidungen werden in ganz anderen Zirkeln getroffen.

Aber an all jene, die sich permanent darüber aufregen, wenn man das Wort »Bilderberger« in den Mund nimmt: Wacht endlich auf! Schaut euch zum Beispiel an, was Ron Paul, hoffentlich der nächste US-Präsidentschaftskandidat der Republikaner, zu diesen Kreisen gesagt hat. Vor wenigen Jahren wurde jeder als irrer Verschwörungstheoretiker beschimpft, der behauptet hat, es gäbe solche Konferenzen. Jetzt, wo sie dank Internet aufgeflogen sind, werden sie so dargestellt, als handele es sich nur um ein Kaffekränzchen. Wie naiv kann man sein?

 

 


 

 

 

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