
Die EU plant – zunächst – 800 weitere Produkte zu regulieren. Vom Staubsauger über die Plastiktüte bis zur Kaffeemaschine ist alles dabei. Ausgerechnet Günther Oettinger, einst Ministerpräsident der einst wirtschaftsnahen CDU, will die Planwirtschaft auf europäischer Ebene durchpauken. Der Energiespar-Zar droht den Bürgern, dass ihr ganzes Leben auf dem Prüfstand steht: »Es geht um den Haushalt insgesamt. Wir haben im Haushalt, vom Keller bis zum Dach, von der Waschmaschine bis zum Kühlschrank, vom Fernsehgerät bis hin zur Glühbirne und der Beleuchtungstechnik jede Menge Einsparmöglichkeiten, und die gehen wir an«.
Daher scheint es nötig, dem Zaren nicht nur Englisch beizubringen, sondern auch zu erklären, welchen Unsinn er hier veranstaltet. An der »Energiesparlampe« ist das schön zu erklären. In einer Marktwirtschaft sind knappe Ressourcen teurer. Das bedingt das eherne, von keinem Bürokraten außer Kraft zu setzende Gesetz von Angebot und Nachfrage. Wenn ein Produkt also teurer ist, verschwendet es mehr knappe Ressourcen. Das heißt, die Natur wird unnötig »ausgebeutet«.
Letztendlich sind alle Kosten Energiekosten, sogar die Arbeitskraft. Menschen wandeln Nahrung in Energie um, verbrauchen Strom im Haushalt, auf dem Weg zum Arbeitsplatz und so weiter. Wenn also ein Produkt mehr kostet als ein anderes, wird im gesamten Produktionsprozess mehr Energie verbraucht. Exakt das trifft auch auf die »Energiesparlampe« zu. Sie ist teurer, weil bei ihrer Produktion mehr Energie verbraucht wird als bei der Glühbirne. Diesen Nachteil kann sie über den Lebenszyklus nicht mehr herausholen, sonst wäre die Gesamtkostenbilanz positiv. Unnötig zu erwähnen, dass die Beispielrechnungen der Industrie natürlich mit Vorsicht zu genießen sind, aber selbst in diesen ergibt sich keine positive Bilanz. Der Heizeffekt der Glühbirne, der ja dazu führt, dass weniger geheizt werden muss, wird auch nicht berücksichtigt. Eine korrekte Ökobilanz vorzulegen weigern sich die Hersteller, weil sie natürlich negativ sein muss. Nebenbei ist die »Energiesparlampe« extrem gesundheitsschädlich, nicht nur wegen des Quecksilbers, sondern auch wegen des eindimensionalen Lichts, das weniger Spektren aufweist als das natürliche Licht und das der Glühlampe.
Das sind aber nur Details. Wir erleben hier einfach das immer selbe Ergebnis von Planwirtschaft: Höhere Preise und schlechtere Versorgung, Mangelwirtschaft eben. Um das noch an ein paar weiteren Beispielen klar zu machen: Die EU will auch verschiedenste Produkte regulieren, die eine Stand-by-Funktion haben. Ein Gesetz aus dem Jahre 2008 legt bereits jetzt Obergrenzen für Geräte von Radios bis zur Fritteuse für den Verbrauch im Aus-Zustand und im Stand-by-Modus fest. Nun weiss aber jeder, der im Physikunterricht nicht eingeschlafen ist, dass sich durch das ständige Ein-
und Ausschalten die Lebensdauer der elektronischen Schaltkreise verkürzt. Muss das Gerät durch ein neues ersetzt werden, ist die ganze Energie, die in die Produktion des Geräts geflossen ist, verschwendet. Das gilt dann beispielsweise auch für das Gehäuse, das zwar noch intakt ist, aber genauso weggeschmissen wird. Ein ähnlicher Wahnsinn wurde mit der Abwrackprämie veranstaltet. Autos, in die – sichtbar am Preis – eine ungeheure Menge an Energie gesteckt wurde, landeten auf dem Schrottplatz.
Auch den Staubsauger haben sich die Bürokraten vorgenommen. Er soll weniger Energie verbrauchen, womit logischerweise auch die Saugleistung sinkt. Die Hausfrau (Gender-Mainstreaming-korrekt: Das Haushaltssubjekt?) muss also mehrfach über den Teppich saugen, was den Energieverbrauch wiederum erhöht. Aber selbst wenn die Regulierung im Einzelfall eine Energieeinsparung brächte: Wer entscheidet das? Es gibt Tausende von Produkten von Tausenden von Unternehmen. Wollen die Bürokraten in jedem Fall Expertengutachten darüber einholen, wie der Energieeinsparungskoeffizient gegenüber dem Leistungsabfallskoeffizienten ausfällt? Und das, obwohl in einer Marktwirtschaft ohnehin jeder Konsument und jedes Unternehmen an möglichst niedrigen Kosten und damit möglichst niedrigem Energieverbrauch interessiert ist?
Die traurige Antwort lautet: Ja, genau das wollen sie. Der Ökowahn hat eine sich unkontrolliert vermehrende Bürokratie geschaffen, die sich selbst rechtfertigt. Der einzelne Bürokrat denkt dabei immer, er täte etwas Gutes.
»Ich liebe – Ich liebe doch alle – alle Menschen – Na ich liebe doch – Ich setzte mich doch dafür ein«. Das sagte Erich Mielke am 13. November 1989 vor der DDR-Volkskammer. Dasselbe Gestammel werden wir von den Ökofaschisten hören, wenn die Wirtschaft an der Überregulierung und am sozialistischen Geldsystem zu Grunde gegangen ist.
Genau wie in der DDR werden gigantische Umerziehungsmaßnahmen in Gang gesetzt, wie Sie an diesem unglaublichen TV-Stück über die Familie Knecht sehen können. Der Energieberater von der Stasi erklärt der Familie, wie sie CO2 einsparen kann. Alle Angaben macht er schön in Kilogramm, damit die Sache bedrohlicher wirkt. Der Beitrag verschweigt natürlich komplett, dass der Anteil aller technischen Geräte und die Verbrennung aller fossilen Brennstoffe durch den Menschen am jährlichen CO2-Ausstoß laut Umweltbundesamt nur 1,2 Prozent beträgt. Ganz zu schweigen davon, dass CO2 nur zu 0,038 Prozent in der Luft vorhanden ist. Machen Sie sich keine Illusionen: Es bleibt nicht bei der Beratung. Die Gesetze werden so etwas zwingend vorschreiben, was bedeutet, dass sich der Staat mit Waffengewalt Zutritt zur Wohnung verschaffen kann, um die Einhaltung der Gesetze zu überprüfen. Überall auf der Welt sind solche Gesetze in Vorbereitung und teilweise schon umgesetzt. Willkommen in der schönen, neuen, grünen Weltordnung.
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