Unsere Politiker haben sich angewöhnt in bestem Orwellschen Neusprech die Begriffe in ihr exaktes Gegenteil zu verkehren. Krieg heißt Friedensmission und Umweltzerstörung heißt Umweltschutz. Zunächst müssen wir uns – um die Überschrift dieses Artikel zu verstehen – ansehen, wie ein Komplott oder eine Verschwörung definiert ist: Mehrere Individuen oder Organisationen schließen sich zusammen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, verschleiern aber das wahre Ziel ihrer Unternehmung.
Zur Meisterschaft in dieser Art von Komplott hat es der von internationalen Bankern, Industriellen und Ölmilliardären wie David Rockefeller gegründete Club of Rome gebracht, auf den sich der Antrag im Bundestag explizit beruft. Offiziell steht der Club für nachhaltiges Wirtschaften, aber bisweilen rutscht diesen Organisationen heraus, worum es ihnen eigentlich geht. Im 1991er-Bericht »Die erste globale Revolution« heißt es: »Der gemeinsame Feind der Menschheit ist der Mensch. Auf der Suche nach einem neuen Feind, der uns vereinen könnte, kamen wir auf die Idee, dass Umweltverschmutzung, die Bedrohung durch die globale Erwärmung, Wassermangel, Hungersnöte und Ähnliches den Zweck erfüllen würde. Alle diese Bedrohungen haben ihre Ursache in menschlicher Einflussnahme und sie können nur durch eine Änderung der Einstellung und des Verhaltens überwunden werden. Daher ist der wahre Feind die Menschheit selbst.«
Der Club sieht also die Menschheit als Feind. Was aus diesem Zitat nicht eindeutig hervorgeht, ist, dass die hinter dem Club stehenden Kräfte die angeblich vom Menschen verursachten Probleme wie die angeblich menschengemachte Erderwärmung inszenieren oder erfinden. In meinem Buch Das Kapitalismus-Komplott widerlege ich alle diese Mythen ausführlich, hier will ich mich auf den Begriff Nachhaltigkeit beschränken, weil er in dem Bundestagsbeschluss die Hauptrolle spielt. Nachhaltigkeit bedeutet, so zu wirtschaften, dass die knappsten Güter am wenigsten verbraucht werden. In einer Marktwirtschaft sind die knapperen Güter teurer als diejenigen, die im Übermaß zur Verfügung stehen. Da jedes Unternehmen Kosten sparen will und jeder Konsument versucht, seine Bedürfnisse möglichst günstig zu befriedigen, gibt es überhaupt kein nachhaltigeres System als eine Marktwirtschaft. Knappe Güter sind teurer, also werden sie durch billigere, weniger knappe ersetzt. Das ist geradezu das Wesen der Marktwirtschaft: Knappe Ressourcen möglichst effizient einzusetzen.
Jeder Versuch, in diesen automatisch ressourcenschonenden Preismechanismus einzugreifen, muss scheitern. In geradezu kafkaesker WOffiziell steht der Club für nachhaltigeseise ist das im Moment an dem E10-Blödsinn zu bewundern. Das Einzige, was der Orwellschen Propagandabehörde unter »Umwelt«-Minister Röttgen einfällt, ist, die Verbraucher »besser« zu informieren. Herr Propagandaminister Röttgen: Die Menschen sind bestens informiert! Sie wissen, dass E10 Motoren zerstört und dass Menschen verhungern, weil wir Anbauflächen für Lebensmittel verschwenden und noch nicht mal CO2 eingespart wird (zum Glück, denn Kohlendioxid ist Dünger für unsere Planzen und Grundlage für alles Leben auf dieser Erde).
Das beste Beispiel sind aber die unseligen »erneuerbaren Energien«. Solarstrom ist bis zu zehnmal teurer als herkömmliche Energiequellen. Das heißt, dass zehnmal knappere Ressourcen verschwendet werden. Sie sind teurer, weil bei der Herstellung der Solarzellen im Vergleich zu fossilen Brennstoffen mehr Energie verbraucht wird, als sie später produzieren, sonst wären sie ja billiger als die herkömmlichen Energieträger. Simple Logik. Nur Schwachsinnige – niemals freie Unternehmen oder freie Bürger – suchen einen möglichst teuren Weg zur Energieerzeugung. (Vergessen Sie das Argument, es bedürfe nur einer staatlichen Anschubfinanzierung. Jedes nützliche Produkt in der Geschichte der Menschheit hat sich ohne staatliche Anschubfinanzierung durchgesetzt, ganz einfach, weil Millionen Unternehmen daran arbeiten, die Bedürfnisse ihrer Kunden möglichst kostengünstig und damit ressourcenschonend zu befriedigen). Und von eben jenen werden wir regiert, wie ein Blick in den Beschluss des Bundestages zeigt:
Die Enquete-Kommission soll:
- untersuchen, welchen Beitrag öffentliche Daseinsvorsorge zu einer nachhaltigen Wirtschaft erbringen kann;
- untersuchen, wie Prinzipien einer nachhaltigen Unternehmenskultur, die am Leitbild nachhaltigen Wirtschaftens ausgerichtet ist, stärker als bisher umzusetzen sind.
Wir wissen jetzt, dass eine Marktwirtschaft automatisch nachhaltig ist, also soll hier im Orwellschen Sinne das Gegenteil erreicht werden, sonst bräuchte es ja keine Kommission. Weiter heißt es:
»Um eine geeignete Grundlage zur Bewertung politischer Entscheidungen anhand ökonomischer, ökologischer und sozialer Kriterien zu schaffen, ist zu prüfen, wie die Einflussfaktoren von Lebensqualität und gesellschaftlichem Fortschritt angemessen, berücksichtigt und zu einem gemeinsamen Indikator zusammengeführt werden können … Hieraus soll die Enquete-Kommission nach Möglichkeit einen neuen Indikator entwickeln, der nicht auf objektive Messbarkeit und Vergleichbarkeit verzichtet und das BIP ergänzt.«
Liebes Zentralkommittee, diesen Indikator gibt es bereits: Er nennt sich »Preis«. Jeder Versuch, den automatisch nachhaltigen Preismechanismus auszuhebeln, ist Planwirtschaft mit Folgen, die wir im eigenen Land ausprobiert haben. Das Experiment hieß DDR – und um genauso eine Wiederholung des Experimentes geht es, wie beispielsweise Torsten Mann in Rote Lügen in grünem Gewand nachweist.
Jetzt könnten naive Beobachter einwenden, die Kommission solle ja nur Vorschläge machen. Ja, lieber Michel, die nicht vom Bürger gewählte EU-Kommission macht auch nur Vorschläge, 3.000 jedes Jahr – und alle werden abgenickt. Äußerst wichtig zu begreifen ist: Die Enquete-Kommission wurde von ALLEN Parteien vorgeschlagen und besetzt. Wenn diese Kommission nun einen neuen Indikator entwickelt und daraufhin Maßnahmen vorschlägt, müssen natürlich alle Parteien den Vorschlägen zustimmen. Das bedeutet: Alle Macht liegt bei einer Handvoll Bürokraten oder »Experten«, die diesen Indikator entwickeln. Schauen Sie sich die Experten und die empfohlene Literatur dazu an: Die Verbindungen zum menschenverachtenden Club of Rome liegen zum Teil offen da. Da nützt es auch nichts, dass sich Marktwirtschaftler wie Meinhard Miegel in die Kommission verirren. Er will vielleicht das Schlimmste verhindern, wurde inzwischen umgedreht oder will einfach nur Geld verdienen. Wer weiß das schon? Fakt ist: Eine kleine Kaste nicht gewählter Individuen will bestimmen, wie wir in Zukunft leben sollen. Das ist eine »ökologistisch«-sozialistische Diktatur, auch wenn sie sich im Moment noch nicht so anfühlt.
Natürlich ist die Problematik nicht jedem der Teilnehmer bewusst. Aber es wäre ihre verdammte Pflicht und Schuldigkeit, sich zu informieren. Ihnen kann ich nur die Lektüre meines Buches empfehlen und einen Rechtsgrundsatz mit auf den Weg in die Ökodiktatur geben: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.
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