Friday, 26. August 2016
10.03.2016
 
 

Ausländer und Kriminalität ‒ St. Georg ist überall

Peter Bartels

St. Georg ist ein bekannter Hamburger Bezirk. Nach St. Pauli und Blankenese vielleicht der bekannteste ‒ gleich hinterm Hauptbahnhof. Kleine, manchmal feine Geschäfte. In der ältesten Hamburger »St. Georg Klinik« soll einer der drei besten Herzchirurgen der Welt operieren. Schöner Marktplatz. Viel Gründerzeit. Viel Multikulti. Ein Steinwurf zur Alster. Durch den Bahnhof durch ‒ Innenstadt. St. Georg wird die »kleine Schwester« von St. Pauli genannt. Rotlicht! Die Damen hier berechnen weniger. In diesem schönen, alten Hamburger Stadtteil stieg die Zahl der Verbrechen um 40 Prozent!!

 

Der Anstieg ist inzwischen so dramatisch, dass selbst Bild in Hamburg greint: »Früher ging man hier flanieren, konnte sich amüsieren, ohne gleich an jeder Ecke auf Gewalt ... und Elend zu blicken. Lange ist’s her ...« -

 

Die Zeitung legt nach: »Wer heute über Steindamm und Hansaplatz geht, fühlt sich augenblicklich unwohl. Kein Wunder ‒ 21 066 Straftaten erfasste die aktuelle Strafstatistik für St. Georg. Ein Plus von 9,5 Prozent.«

 

Das ist die Bilanz eines Jahres. In den letzten 5 Jahren nahm die Kriminalität sogar um 39,4 Prozent zu. Und dann listet Bild akkurat auf:

DROGEN: plus 15 Prozent (2240 Fälle)

LADENDIEBSTAHL: plus 4,8 Prozent (1572 Fälle)

GEWALT: plus 10,7 Prozent (gefährliche Körperverletzung etc.)

GEWALTKRIMINALITÄT: plus 16,4 Prozent (Raub, Vergewaltigung)

 

Der Lebensmittelhändler Süleyman Tunc (26) wird genannt, der jede Woche »mehrere Ladendiebe« erwischt. Oder der Kneipier Butje Sass (76), der jede Woche die Polizei alarmiert: »Die Kriminellen sind überwiegend Algerier, Marokkaner. Die klauen wie verrückt.« Aber Olaf Sobotta (50), Leiter des Polizeikommissariats 11 in St. Georg, wiegelt im Gutmenschen-Sprech ab: »Es gab eine Häufung von Straftaten durch diese Gruppe.«

 

Und Oliver Sträter (44), Vorsitzender der SPD in St. Georg, räuspert sich energisch: »Wir prüfen, wie man den Verkauf von billigem Bier am Kiosk eindämmen kann.« Und Hamburgs Polizeisprecher Jörg Schröder trompetet offenbar blind und taub: »Es wird kein Anlass für einen Strategiewechsel gesehen.«

 

Bild scheint an diesem 9. März 2016 mal die »Spendier-Hosen in Sachen Wahrheit« an zu haben. An diesem Tag dürfen die Reporter sogar schreiben, dass der nahe Hauptbahnhof ein »gefährliches Pflaster« sei.

 

Waren es noch 2013 »nur« 976 Polizeieinsätze, so waren es 2015 schon 1531. Das ist eine Steigerung um 56 Prozent! Und: Haben »die Beamten vor zwei Jahren nur 271 Einsätze verzeichnet ... waren es 2015 schon 318. Schlappe 17 Prozent plus.«

 

Noch Fragen, Wähler? Noch Fragen, Deutschland? Oder war Adam Riese auch ein Nazi? Sind Zahlen inzwischen ebenfalls längst braunes Gedankengut? Das alles ist nicht mehr nur vorauseilender Gehorsam, das ist die Unterwerfung, das i s t Kapitulation! Der Rechtsstaat gibt auf.

 

Ein Tag später, heute, am 10. März, darf Bild-Kolumnist Christian Kersting immerhin noch in seiner Kolumne schreiben: »Die Ergebnisse der Polizeilichen Kriminalstatistik (für 2015) zeigen insgesamt eine stabile Sicherheitslage, behauptet Innensenator Andy Grote«. Und dann geradezu todesmutig: »Der Innensenator sollte nicht versuchen, die Lage schön zu reden.«

 

Hamburg ist überall. In Berlin, Düsseldorf, Duisburg, Frankfurt, Stuttgart, Essen, Hannover. Und überall schwurbeln sich Polizei, Politiker, Rundfunk, Fernsehen und Presse die Zahlen schön. Wenn sie Zahlen überhaupt noch zur Kenntnis nehmen. Oder »öffentlich« machen.

 

Und wäre nicht Silvester gewesen, würde auch die Bild in Hamburg kein Wort über die Wahrheit der Migranten verlieren. Denn wie keifte die GRÜNE Claudia Roth unlängst hysterisch in der Talkshow, unserem täglichen Volkskammer-Tribunal? »Ich mag keine Zahlen.«

 

 

 

 

 

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