Montag, 27. März 2017
28.04.2016
 
 

Bild, die CDU und die Nazis – eine unsägliche Geschichte

Peter Bartels

Ob Grün, Rot oder Schwarz – alle sind gegen Nazis. Auch und erst recht (sic) die AfD! Weil alle Deutschen gegen Nazis sind. Wie natürlich auch Spiegel, FAZ, Welt oder Bild. Und – natürlich – auch der Kopp Verlag – ob es Antifa und Mainstream nun passt oder nicht. Und nicht nur wegen sechs Millionen ermordeter Juden.

 

Nicht nur, wegen Millionen Soldaten, die sinnlos in Krieg und Tod gehetzt wurden: Keiner will diesen größenwahnsinnigen, österreichischen Obergefreiten wieder haben. Wie aber Bild heute gegen diesen Massenmörder von einst »kämpft«, ist grotesk. Und mindestens genauso verlogen wie einst die braune Propaganda der Nazis.

 

Letztes, an Stasi-Plumpheit kaum zu überbietendes »Glanzstück« ist ein groß hingemotztes Online-Opus in Wort, Bild und Ton. Dachzeile: »DER CDU-NACHWUCHS UND DAS NAZI-VIDEO«.

 

Schlagzeile: »Skandalfilm mit braunen Parolen und NSDAP-Abzeichen aufgetaucht.« Darunter ein bräunlich »angegilbtes« Foto – halb leerer Bücherschrank, nachgemachtes Regency. Im Vordergrund ein (mindestens) ein Meter Durchmesser großes, rundes Schild mit riesigem Hakenkreuz auf hellem Untergrund.

 

Boaaah! Bruder! Genosse! Das muss die Wolfsschanze sein! Mindestens die Wewelsburg – sollen die letzten Bild-Leser jedenfalls denken. Darunter prangt seitenbreit und HJ-Smart das Porträt eines blutjungen (huch, also gut: jungen...) Mannes. Darunter, schon verschwommener, noch eines, und noch eins, auch unscharf. Alle (... zeihung) auch blutjung. Der halbfette Text betoniert den optischen Jung-Werwölfe-Eindruck: »Sie gehören zu den Jungstars der Berliner CDU, sind in jungen Jahren schon weit gekommen: Wahlkreis-Kandidat Lukas Krieger, der Abgeordnete Danny Freymark und JU-Chef Christoph Brzezinski.«

 

Textlich, jetzt mager, geht es weiter: »Die drei Freunde mit CDU-Parteibuch holt jetzt die Vergangenheit ein – ein Video aus dem Jahr 2005 von einer Reise der Schüler-Union nach Riga, das Bild exklusiv vorliegt.«

 

Dann schwelgt Bild dunkeldeutsch: »Gediegene Holztäfelung, schwere Sessel. Auf dem Tisch Cola, Bier, Wodka. Die jungen Männer spielen Talkshow. Brzezinski nimmt mit seiner Digicam alles auf.« Und wieder textfett: »Die Beteiligten bekommen später eine CD-ROM mit dem Film: Da fallen Nazi-Sprüche, ein Hakenkreuz-Abzeichen ist zu sehen, das zur Freude der Runde hochgehalten wird. ›Die Ehrennadel ... der Schüler-Union‹ grölen sie. Und einer lallt mehr als zu artikulieren was von ›jüdischem Bolschewismus, der bekämpft‹ werden müsse ...«

 

Zur Wahrheit, die Bild hier und heute mal wieder biegt und beugt, wie einst Honeckers Neues Deutschland und Hitlers Völkischer Beobachter: Die »CDU-Elite« war 17 ... 18 ... 22 Jahre jung, als das Video aufgenommen wurde. Sie soffen Wodka und spielten Talkshow. Und das optisch und perspektivisch von Bild gigantisch vergrößerte Hakenkreuz-Emblem im Aufmacher-Foto war in Wahrheit so groß wie ein Fünfmarkstück – wie das Video beweist; auf jedem Berliner Flohmarkt im Zehnerpack zu kaufen, wie die Hammer-und-Zirkel-Fahne. Und wer auch nur zehn Sekunden in das »Nazi-Video« guckt, sieht und hört, dass die Bengel mindestens so besoffen waren wie jeder DDR-Grenzer am Todesstreifen nach Feierabend auch schon mal. Und diese »Rotznasen« hier waren im Ausland. »Ballermann-Stimmung« in Riga.

 

Weiter unten rückt Bild dann langsam mit der wirklichen Wahrheit raus: »Drei Jahre später ... Wird das Video Ex-Justizsenator Michael Braun (CDU) zugespielt. Aus seinem Kreisverband ist Lukas Krieger (damals 18) im Film zu sehen. Braun liest ihm (damals!) die Leviten: ›Ich ... halte das nicht für vereinbar mit den Werten der Union.‹«

 

Jedenfalls zieht sich Krieger vier Jahre aus der CDU zurück. Bild: »... tritt 2012 wieder ein, will Abgeordneter werden. Braun: ›Christlich sein heißt, dass man irgendwann vergibt, wenn jemand Reue zeigt ...‹« Bild gönnerhaft: »... die drei zeigten Reue, büßten für ihre Jugendsünden. Partei-Austritt, mehrjähriges Ämterverbot, inzwischen das Comeback.« Und dann dürfen die »jungen Nazis« in Bild noch mal extra doll bereuen. Danny Freymark, längst Abgeordneter: »Ich bereue auch heute noch, was vor zehn Jahren passiert ist.« Lukas Krieger, längst Wahlkreiskandidat: »Mein Auftreten im Video von 2005 ist geschmacklos, der schwerste Fehler meines Lebens, den ich bereue.«

 

Wohlgefällig erteilt Bild schlussendlich allen die Absolution: »Wie Freymark engagiert er sich (Krieger) inzwischen (für das) ... Holocaust-Mahnmal (beim Berliner Reichstag).« Und die Förderkreis-Vorsitzende Lea Rosh (79) segnet für Bild: »Ich lege für Lukas und Danny meine Hände ins Feuer.« Christoph Brzezinski ist längst Berliner JU-Chef und Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.

 

Er geißelt sein jugendliches Suff-Gegröle nach Bild-Wiedervorlage unterwürfig: »...ich könnte mich jeden Tag ohrfeigen.«

 

So heuchelt das Blatt sich schlussendlich selbst heilig: »Das Video kennen nur führende CDU-Funktionäre ...« Und – jetzt – die angeblich 300 000 Bild-Online-User. Natürlich ...

Hitler und Honecker lachen sich kaputt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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