Mittwoch, 16. August 2017
20.04.2016
 
 

BILD – Sarrazin soll retten, was nicht mehr zu retten ist

Peter Bartels

Die Hoffnung stirbt zuletzt ... Bild kämpft ... es geht um alles. Vor allem um die Goldenen Sessel der Chefs. Und da dürfen offenbar selbst heilige Kühe geschlachtet werden: Erst moserte Kai Diekmann, der »Totengräber«, der drei Millionen Bild-Käufer wegbuddelte, frech seine »Herrin« Angela Merkel an, weil sie sich dem türkischen Sultan in Sachen Böhmermann unterworfen hatte. Dann donnerte Bild-Online-Chef Julian Reichelt: Die AfD habe in Sachen Moslems doch in vielen Punkten recht. Und jetzt versucht Tanit Koch mit dem neuen Sarrazin-Buch, zu retten, was nicht mehr zu retten ist: Bild! Und Sarrazin lässt tatsächlich kein Auge trocken ...

 

»Wir schaffen das nicht« heißt die Bild-Schlagzeile, die längst an PEGIDA und AfD verlorene Leser zurück flehen soll. Tatsächlich ist schon allein dieses Zitat eine schallende Ohrfeige für Diekmanns so viele Jahre öffentlich angehimmelte Kanzlerin, eine »Majestäts-Beleidigung« sondergleichen.

 

Ein spätes und trotziges NEIN zu Merkels unverfrorener Behauptung »Wir schaffen das«. Trotzdem – sicherheitshalber –, aber natürlich selbst für den verlorenen (doofen) Bild-Leser durchschaubar, alles nach hinlänglicher Diekmannscher Schranzen-Methode: »Hannemann (Sarrazin) geh du voran ...« Denn wenn der alte Sozi Sarrazin es sagt, hat es eigentlich nicht Bild gesagt. Eigentlich jedenfalls ... Und Sarrazin sagt es in seinem neuen Buch (ab Montag bei DVA), aus dem Bild ein paar Folgen vorab bringen darf, deutlich – sehr deutlich:

 

Er zitiert die FAZ:

»Merkels Blick auf die Bundesrepublik war schon immer der Blick von außen ... der Migrantin im eigenen Land. Auf (die) Deutschen ... glaubt sie keine Rücksicht mehr nehmen zu können.«

Und gallig fügt Sarrazin hinzu:

»Diese ... Sicht Merkels hat ... das Wohl der Welt im Allgemeinen im Blick, kaum aber noch die Interessen Europas ... schon gar nicht ... der Deutschen ... der Zukunft der eigenen Nation, dem Schutz ihres Lebensumfeldes und ihrer kulturellen Identität ...«

Ehrlich, das alles steht wirklich so in Bild. Wenngleich immer frei nach Diekmanns Schranzen-Methode »Hannemann, geh du voran ...« Und »Hannemann« Sarrazin legt nach, heftig sogar: Sie (Merkel) habe zunächst erfolgreich an die »Pack-an-Stimmung«, die Management- Fähigkeiten der Deutschen appelliert.

 

Und damit habe sie den Fokus der Öffentlichkeit bewusst auf die Frage »registrieren, behausen, verpflegen, medizinisch versorgen« verschoben. Damit habe sie von zwei viel wichtigeren Fragen abgelenkt. Sarrazin wieder wörtlich in Bild:

»Wie gut (oder schlecht) sind die Perspektiven, diese Menschen ... in so großer Zahl gesellschaftlich, kulturell ... am Arbeitsmarkt zu integrieren? Wie lässt sich ein ... weiterer Zustrom wirkungsvoll verhindern ... Was sind die Folgen für Deutschland, wenn das nicht geschieht?«

Dann zitiert Bild auch dies aus Sarrazins Buch:

»Bei den Flüchtlingen handelt es sich zum allergrößten Teil um Menschen muslimischen Glaubens aus Afrika und dem Nahen Osten. Sie stammen meist aus Ländern mit niedriger Bildungsleistung. Ihr kulturelles und kognitives Profil ähnelt dem der muslimischen Flüchtlinge ... die bereits in Europa sind. Es ist ... anzunehmen, dass sie sich hinsichtlich Bildungsleistung, Arbeitsmarktintegration, Sozialleistungsbezug, Kriminalität und ... fundamentalistischem Gedankengut ähnlich entwickeln.«

Skepsis bei Integrationserfolgen sei (also) angebracht, lässt Bild Sarrazin warnen. Sogar, dass laut UN derzeit 60 Millionen Flüchtlinge auf Achse sind. Und »keineswegs« nur »kriegsbedingt«. Viele davon in Wahrheit nur auf der Suche nach besseren »Lebensverhältnissen«. Und Europas Asylrecht liefere die Möglichkeiten. Die deutschen Nachzugsregeln ermöglichten sogar, dass jeder anerkannte Asylant Ehepartner und Verwandte nachholen dürfe und werde.

 

Und die meist jungen Asylanten werden schnell eigene Kinder zeugen, weil sie »deutlich fruchtbarer als die einheimische Bevölkerung« sind ... Und »für einige Jahrzehnte ... durch ... Sozialtransfers und Familienlastenausgleich« in und von Deutschland leben werden.

 

Laut Sarrazins Modellrechnung werden so aus den 1,5 Millionen Merkel-Flüchtlingen in kürzester Zeit 7,5 Millionen Menschen muslimischen Glaubens in Deutschland geworden sein. Nur nebenbei: Acht Millionen Muslime hatte Deutschland schon, bevor Merkel die Arme ausbreitete ...

 

Sarrazin sagt auch diesen vernichtenden Satz :

»Die Modellrechnung zeigt ... mit zwingender Logik: Die Rückgewinnung der Kontrolle über unsere Grenzen ... wird zur Existenzfrage für unsere Kultur und das Überleben unserer Gesellschaft.«

Dann darf Sarrazin in Bild (!) Merkels Kopf endgültig unter die Guillotine legen:

»Die deutsche Politik vernachlässigt ihre Führungsaufgabe ... Sie richtet sich opportunistisch an ideologischen Positionen (aus) ... Und dem kurzfristigen Beifall der Idealisten in den Medien – dafür steht Sigmar Gabriel. Oder sie verfolgt eine Agenda, die sie von den konkreten Interessen der heute in Deutschland lebenden Bürger völlig emanzipiert hat – dafür steht Angela Merkel.«

Was wirklich in diesem einst »unserem Land« los ist, lässt Sarrazin den Anwalt für Ausländerrecht, Hans-Georg Lorenz, sagen:

»Der Wortführer der SPD-Linken in Berlin hat in seinem Berufsleben deutlich über 10 000 Mandanten vertreten und Tausende von Abschiebungen verhindert. Er sagte im Januar 2016 zur Flüchtlingspolitik ...: ›Richtig ist, dass wir es nicht schaffen ... Frau Merkel ist die schlimmste Gegnerin einer vernünftigen Integration. Ich kenne keinen einzigen Mandanten, der hier längere Zeit lebt, der diese Art von Flüchtlingspolitik gutheißt. Alle lehnen sie heftig ab. Sie leiden jetzt schon unter den Reaktionen ... der deutschen Bevölkerung ... Wir täten gut daran ... deutlich zu machen, dass wir mit diesem Zustrom von Flüchtlingen nicht fertig werden.‹«

Kai Diekmann, der Totengräber der Bild-Zeitung, hätte diese Erkenntnis früher haben können, viel früher. Dann hätte Angela Merkel es nie geschafft, die Totengräberin Deutschlands zu werden.

 

 

 

 

 

 

 

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