Donnerstag, 30. März 2017
26.05.2016
 
 

Matthäus-Evangelium 2016: Zwei Gleichnisse von alten und von neuen Christen

Peter Bartels

Erstes Gleichnis: »Wir sind keine christliche Partei – ich bin so etwas wie ein Kulturchrist«, sagt Alexander Gauland von der AfD und wirft den großen Kirchen »Feigheit in der Flüchtlingskrise« vor ...

Zweites Gleichnis: »Wir beten für alle Muslime, dass sie den Weg zu ihrem Retter Jesus Christus finden mögen«, schreibt Pastor Gottfried Martens im Pfarrbrief der Evangelisch-Lutherischen Kirche Berlin-Steglitz ...

 

Beide »Gleichnisse« standen in der FAZ, jener Zeitung, hinter der man einst laut jahrelanger Werbung stets einen klugen Kopf vermuten sollte. Lange her, lieber Gott!

 

Gauland hatte in der Zeit-Beilage Christ & Welt gesagt, was die FAZ zitierte: »Wir sind eine deutsche Partei, die sich bemüht, deutsche Interessen wahrzunehmen.« Die AfD verteidige nicht das Christentum, sondern das traditionelle Lebensgefühl in Deutschland, das traditionelle Heimatgefühl. Aber ... »dass die katholischen Bischöfe in Köln und Erfurt während einer Demonstration von AfD und PEGIDA das Licht an den Domen ausgeschaltet haben, war feige«.

 

Und: Die Kirchen würden die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel (CDU) unterstützen ... Sie versuchten, den Staat zu manipulieren ... Sie liefen Moden hinterher. Besonders die evangelische Kirche versuche, den Mainstream christlich zu legitimieren, gebe sich »feministisch-ökologisch und links-grün«. Ihm sei das nicht »sympathisch«. Er sei zwar Mitglied der evangelischen Kirche, aber (offensichtlich) nur, »weil ich damit aufgewachsen bin ... weil ich die Tradition meiner Familie achte«.

 

So, lieber Gott, da hast Du‘s! Der Herr Gauland hat‘s Dir jetzt aber richtig gegeben. Er glaubt zwar nicht, dass es Dich gibt, war aber trotzdem mal viele Jahre in der einst christlichen CDU, trägt heute »Kreuz und Kutte« Deines Sohnes Jesus auch nur, weil‘s schon immer die religiöse »Kleiderordnung« in seiner Familie war; je nun, auch Politiker kommen in die Jahre, seufz! Doch ich bin ziemlich sicher, Du wirst auch Gauland überleben, lieber Gott. Wie so vieles, seit Du uns nach Deinem Ebenbild geschaffen hast ...

 

Das andere FAZ-Gleichnis wird Dir vielleicht besser gefallen, wenngleich den Pastorinnen in den Sozialarbeiter-Kampfsandalen wohl weniger: Das Gleichnis erzählt von einem evangelischen Pastor in Berlin-Steglitz. Der hat sich tatsächlich erdreistet, zu tun, was Dein Sohn Jesus dereinst seinen Aposteln aufgetragen hatte: Gehet hin und verkündet das Evangelium ...! Und dieses freche kleine Pfäfflein im fernen Preußen hält sich tatsächlich heute, 2000 Jahre »danach«, tatsächlich noch immer an diesen Auftrag. Und so »bekehrt« er ungläubige Muslime zum Christentum.

 

Und das Gottgefällige ist: Allahs Söhne kommen in Scharen! Sie lernen »Christ«, lernen christliches Beten, lassen sich christlich taufen. Früher kamen in des Pfaffen Kirche höchstens ein paar Bet-Omis zur Bibelstunde, gab es schließlich nur noch einmal Gottesdienst die Woche. Inzwischen drängeln sich 850 muslimische Konvertiten, sowas wie Glaubens-Flüchtlinge, in der Dreieinigkeitskirche zu Steglitz. Und haste nicht gesehen, 350 weitere machen gerade eine Art Crash-Kurs für‘s Christentum, der immerhin vier Monate dauert. Es dürfte eng werden in Deinem kleinen Gotteshaus, wenn die erstmal getauft sind, lieber Gott ...

 

Die neuen Christen kommen aus Afghanistan, aus Persien, also aus Gegenden, wo außer Allah keine fremden Götter sein dürfen, selbst Du keinen Mucks machen darfst. Natürlich alles Migranten, klar. An irgendeinem Mittwoch quetschen sich 200 junge Männer und ein paar Frauen auf den Bänken. Viele Halskettchen mit Kreuz, Armbänder mit Kreuz am Handgelenk. Alles Taufschüler. Die Kirche ist proppevoll, der evangelische »Pastek« augenzwinkernd mittendrin: »Ihr dürft nicht alles glauben, was Jesus Euch im Traum angeblich zu tun heißt.« Wohl eine Art Seitenhieb auf Mohammeds teilweise brutale Koran-Befehle ... Aber Du warst/bist ja im Alten Testament auch nicht gerade zimperlich ...

 

Wenngleich es sein dürfte, dass trotz allem nicht wenige der »Erleuchteten« das Vaterunser nur radebrechen lernen, weil sie sich als »Christ« schneller ein Bleiberecht mit allen sozialen Hängematten-Effekten erhoffen. So sei es in Kabul längst Stadtgespräch, dass in Europa, besonders in »Gerrmänny«, ein Bekenntnis zum Christentum die Chance auf Asyl deutlich erhöhe. Am allersichersten wirke die Behauptung, Christ und schwul zu sein.

 

Auch Pastor Martens weiß um diese möglichen »Motive«. Und jeder Fünfte bestehe auch gerade wegen dieser Heuchelei die Taufprüfung nicht. Aber der große Rest wolle wirklich den Glauben wechseln und Christ werden. Und schließlich habe seine Gemeinde eine Asyl-Anerkennungsquote von 100 Prozent! Diese Quote will er auf keinen Fall gefährden. Darum gebe es bei ihm keine »Schnelltaufen« wie vielerorts und anderswo. Dann erzählt der Pastor von Tofigh Abdullahi, der vorher islamischer Geistlicher werden wollte, zunächst nur wegen der Aufenthaltserlaubnis in die Dreieinigkeitskirche kam. Doch im Tauf-Seminar sei ihm bewusst geworden, wie verlogen und leer die Welt des islamischen Klerus sei: »Sie glauben nur an Geld, an sonst nichts.« Der christliche Glaube sei im Gegensatz dazu ehrlich und befreiend. Bergpredigt? Wer sagt‘s der frömmelnden Grünen-Göring?

 

Was Pastor Martens laut FAZ in seiner (konservativen) Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Steglitz treibt, geht natürlich neben vielen Katholen vor allem am meisten den evangelischen Landeskirchen ins Gedärm. In einer »Arbeitshilfe« der Evangelischen Kirche Rheinland-Pfalz heißt es nämlich strikt: »Eine Begegnung mit Muslimen in Konversionsabsicht (Bekehrungsabsicht) bedroht den innergesellschaftlichen Frieden ... widerspricht dem Geist und Auftrag Jesu Christi und ist entschieden abzulehnen.« Den Missionsbefehl am Ende des Matthäus-Evangeliums, alle Völker zu taufen, müsse man heutzutage eher als »innerkirchlichen Auftrag« verstehen.

 

Host mi, lieber Gott? Matthäus, der Apostel Deines Sohnes Jesus, war ein Schwätzer und Wichtigtuer. Er hätte schon damals keine Juden bekehren dürfen. Und Petrus und Paulus keine Griechen, keine Römer ... gut, ein paar Tausend Löwen im Kolosseum hätten mit leerer Wampe knurrend in der Ecke gelegen. Und der heilige Patrick hätte keine Iren, Bonifatius keine Friesen bekehrt. Und erst dieser Massenmörder Karl der Große gegen die armen Sachsen und Widukind – fast so schlimm wie Hitler!

 

Kruzitürken aber auch, hätte Dein Heiliger Geist uns das nicht alles früher sagen können? Was hätte der arme Mohammed, dem weder Du noch Dein von ihm erfundener »Bruder« Allah Lesen und Schreiben beigebracht haben, für Zeit gespart für seine Araber-Zucht! Stattdessen musste er jahrelang die halbe Bibel für seinen Koran abschreiben lassen und immer wieder auf epileptische Anfälle (Vergebung: Offenbarungen!) warten, um weitere Hadithe seufzen zu können.

 

Da mussten erst 2000 Jahre später diese Pastorinnen in Kampfsandalen kommen, die uns erklären, wie Du das gemeint hattest, damals, mit Deinem Sohn Jesus. Doch leider hatte selbst Dein Depperl offenbar auch alles falsch verstanden: Wenn er sich nur für die paar »innerkirchlichen Gläubigen« grausam am Kreuz ermorden ließ, war ja alles total bescheuert. Was also blieb dem armen Pilatus anderes übrig, als seine Hände in Unschuld zu waschen? Die weisen (grünen) Weiber gab‘s ja noch nicht. Jetzt – endlich – wissen wir Bescheid. Du auch, lieber Gott?

 

 

 

 

 

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