Wednesday, 31. August 2016
01.08.2015
 
 

Medien-Kampagne: Flüchtlinge sind ehrlicher als der hässliche Deutsche

Peter Harth

In unseren Asylunterkünften leben selbstlose Engel: Überall im Land gehen prall gefüllte Geldbörsen verloren. Prompt werden sie von Flüchtlingen gefunden und zurückgebracht. So viel verblüffende Ehrlichkeit soll die beste Medizin sein gegen die »Parolen schmetternden Stammtischbrüder« in Deutschland – schreiben Journalisten. Die Kampagne der »namenlosen Helden des Alltags« ist auch dringend nötig – laut Umfragen sinkt im Land die Akzeptanz von Flüchtlingen massiv.

 

Die Stimmung kippt, räumt jetzt sogar die ARD ein. Immer weniger Deutsche wollen noch mehr Flüchtlinge aufnehmen. Dabei haben die ARD-Meinungsforscher seit Monaten das Gegenteil orakelt. Aber Vorsicht: Umfragen von Infratest Dimap für den inoffiziellen Staatsfunk sind umstritten. Die Freiwilligen für solche Befragungspanels rekrutieren sich selbst – unter dubiosen Bedingungen.

 

Jetzt zeigen sogar diese Auftragsumfragen der ARD, wie rasant die Ablehnung der Deutschen wächst. Verständlich angesichts einer immer größer werdenden Flut von Flüchtlingen. 450 000 werden 2015 erwartet – so viele wie seit 20 Jahren nicht mehr – doch die Bundesregierung lässt die Kommunen damit allein.

Vor allem deshalb lehnen inzwischen 38 Prozent der Befragten die Aufnahme von noch mehr Flüchtlingen ab. Im Januar 2015 waren es nur 21 Prozent, die »Stopp!« sagten.

 

Nicht einmal jeder vierte Deutsche steht noch hinter der Asylpolitik

 

Die Fraktion für grenzenloses Asyl bricht dagegen in sich zusammen: Gerade noch 23 Prozent wollen mehr Flüchtlinge in Deutschland, im Januar waren es 30 Prozent. Auch die Gruppe der Unentschlossenen, die sich weder zu einem klaren »Stopp!« noch zu einem »Gerne mehr« durchringen können, wird immer kleiner: Gerade noch 34 Prozent, im Januar waren es 43 Prozent.

 

Die Flüchtlingsfrage spaltet Deutschland immer tiefer – und immer weniger Deutsche wollen sich mit den offenen Türen abfinden. Ergebnisse wie diese sind politischer Sprengstoff, denn die Bundesregierung schwört das Land auf noch mehr Flüchtlinge ein. Hinter dem Kurs aus Berlin steht aber nicht einmal mehr jeder vierte Deutsche. Sagt jetzt sogar die ARD-Umfrage.

 

Flüchtlinge werden zu »Helden des Alltags«

 

Eine Image-Kampagne für Flüchtlinge wäre da aus Sicht der Asylbefürworter hochwillkommen. Aber keine, die offensichtlich von den Medien gesteuert wird. Davon gibt es zu viele und die Deutschen erkennen das schnell als einseitige Manipulation.

 

Eine Kampagne, in der Flüchtlinge zu »normalen Helden des Alltags« werden, ist subtil und damit viel wirksamer. So etwas findet offenbar gerade statt.

 

In Deutschland geht in den letzten Tagen eine bis zum Bersten gefüllte Geldbörse nach der anderen verloren. Immer werden sie von lächelnden Flüchtlingen zurückgebracht. Journalisten berichten darüber und brechen in Freudentränen aus: Eine Frau ließ in Germersheim 1450 Euro im Portemonnaie auf der Parkbank zurück.

 

Als sie »völlig aufgelöst« die Polizeidienststelle betrat, warteten dort schon überglückliche Polizeibeamte. Ein fröhlicher syrischer Kriegsflüchtling hatte Minuten zuvor den prall gefüllten Geldbeutel abgeliefert. Kein Cent fehlte. Die Frau möchte dem Flüchtling persönlich danken, die Journalisten werden dabei sein.

 

»Schnappatmung« bei den »Parolen schmetternden Stammtischbrüdern«

 

In Bad Münstereifel gab ein syrischer Flüchtling – hoffentlich nicht derselbe – eine Geldbörse mit 130 Euro bei der Polizei ab. In Alsdorf bei Aachen brachte am Montagmittag schon wieder ein syrischer Flüchtling zwei 500-Euro-Scheine und ein Sparbuch zur Polizei.

 

»Eine tolle Tat, ohne Zweifel. Und sie ist es sicherlich wert, verbreitet zu werden«, schreibt der Journalist Julian Rohrer.

 

Die deutsche Kardinaltugend Ehrlichkeit bei einem Flüchtling, das sollen sich die »Parolen schmetternden Stammtischbrüder« mal hinter die Ohren schreiben, findet Rohrer.

 

Obwohl der Journalist selbst nicht daran glaubt: Bei denen wird wohl angesichts dieser unerwarteten Ehrlichkeit bereits die »Schnappatmung« eingesetzt haben. Rohrer macht sich die Welt, wie sie ihm gefällt. Deutschland sei ein Land, das unter einem»handfesten Rassismus« leidet. Der selbstlose Flüchtling verlange hingegen nicht einmal Finderlohn. »Er wisse, wie wichtig Geld sei und wie schlimm es sei, wenn man etwas verliere.«

 

Das Alltags-Märchen vom Flüchtling, der Deutschland bereichert

 

Die Mechanik dahinter ist klar. Durch ein schlechtes Gewissen entsteht Mitgefühl. Aus den anonymen Flüchtlingen werden »Helden des Alltags«. Das ist aber auch Ihre Chance, lieber Leser. Wer ein Flüchtlingsheim anzündet, sollte tunlichst anonym bleiben. Wer sein eigenes Haus anzündet und anschließend von syrischen Flüchtlings-Helden gerettet wird, darf auf einen Auftritt bei Stern TV hoffen.

 

OK, bitte nicht nachmachen. Das ist gefährlich. Setzen Sie lieber Ihre Katze auf den Baum und lassen Sie die Mietze retten – aber bitte nur von syrischen Kriegsflüchtlingen.Ins Lokalblatt schaffen Sie es damit allemal.

 

Das ist leider das Traurige hinter diesen inszenierten Alltags-Märchen. Skrupellose Asyl-Aktivisten wollen so die öffentliche Meinung manipulieren. Tun kann das jeder. Geben Sie Ihrem syrischen Kriegsflüchtling eine auffallend dick gefüllte Geldbörse, lassen ihn zur nächsten Polizeistelle marschieren und schlagen eine Stunde später selbst dort auf. Fertig ist eine Geschichte, die Journalisten nur zu begierig aufgreifen. Stützt sie doch eindrucksvoll die These vom Flüchtling, der Deutschland bereichert. Im wortwörtlichen Sinn.

 

Asyldebatte: Mit dem schlechten Gewissen wird Politik gemacht

 

Sicher sind Flüchtlinge keine schlechteren Menschen, aber auch nicht besser als die Deutschen. Das Ganze zeigt eher, welche Abgründe die Flüchtlingsdebatte in Deutschland erreicht. Gnadenlose Emotionalisierung statt sachlicher aber harter Diskussion. Die Flüchtlingszahlen explodieren nicht ungewollt.

 

Dahinter steht ein politischer Wille, immer mehr Menschen aufzunehmen – aber dieser Plan wird von den Deutschen nicht getragen. Das ist der Kern der Debatte, doch stattdessen wird ein schlechtes Gewissen herbei getrickst. Ob ein Deutscher auch ein guter Deutscher ist, das macht sich jetzt daran fest, wie er zu den Flüchtlingen steht.

 

Wenn sich Fernseh-Stars wie Til Schweiger für diese Emotionalisierungskampagne selbst missbrauchen, verrät das viel über den öffentlichen Diskurs in Deutschland. Hier wird mit Worten schon so scharf geschossen wie mit Waffen in den Heimatländern der Flüchtlinge. Wer Menschen importiert, importiert offenbar auch ihre Probleme.

 

 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (103) zu diesem Artikel

13.09.2015 | 20:05

Jack Kortemeier

Wenn „man“ sich so mache Kommentare durch liest, frage ich mich schon um was es eigentlich geht. Prinzipiell wird jeder der sich kritisch äußert, sofort von so vielen angeblichen „Gutmenschen“ in die rechte gewalttätigen Ecke gestellt. Stichwort: „das sind alles gewaltbereite Nazi´s ! Sorry, für meine Person behaupte ich mal, das ich weder ein rechter oder linke Gewalttäter bin! Fakt und Tatsache ist aber doch, dass es bei den Füllingsströmen nicht mehr darum geht, sich in...

Wenn „man“ sich so mache Kommentare durch liest, frage ich mich schon um was es eigentlich geht. Prinzipiell wird jeder der sich kritisch äußert, sofort von so vielen angeblichen „Gutmenschen“ in die rechte gewalttätigen Ecke gestellt. Stichwort: „das sind alles gewaltbereite Nazi´s ! Sorry, für meine Person behaupte ich mal, das ich weder ein rechter oder linke Gewalttäter bin! Fakt und Tatsache ist aber doch, dass es bei den Füllingsströmen nicht mehr darum geht, sich in Sicherheit zu bringen, sonder darum, wie kommt „man“ in eines der vier fünf Länder der Europäischen Union, in dem die größten wirtschaftlichen Vorteile zu erwarten sind.


17.08.2015 | 18:46

rospo

@bronki und die Familienzusammenführung kommt auch noch. Und in 2 Jahren haben wir 10 Mill. Mitmenschen mehr.


12.08.2015 | 03:17

HOOTON-PLAN

Es geht um die Umsetzung des HOOTON-PLANS !


11.08.2015 | 21:02

bronki

Das mit den 450 000 "Flüchtlingen" ist schon wieder veraltet....man rechnet locker mit 700 000...nach oben offen !


09.08.2015 | 22:18

Sigrun Sturm

Anmerkung d. Redaktion: Link bereits gepostet.


09.08.2015 | 02:16

Martin1

Mit anderen Worten: Es gibt also mittlerweile mehr Asylanten als Deutsche hier.

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Geldbörse von einem Asylanten gefunden wird ist höher, als dass sie von einem/r Deutschen gefunden wird.
:-/

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