Monday, 26. September 2016
02.01.2016
 
 

Silvester-Terror in München – das inszenierte Spektakel

Peter Orzechowski

Liegen Willkommenskultur und Terroranschläge so nahe beieinander? Im Herbst gingen die Bilder von Münchner Bürgern, die am Hauptbahnhof Blumen an die Flüchtlinge verteilen, um die Welt. In der Silvesternacht glich derselbe Hauptbahnhof, abgeriegelt von schwer bewaffneter eingemummter Polizei, einer gespenstischen Thriller-Kulisse. War es das in Wirklichkeit? War die Terrordrohung von München ein inszeniertes Spektakel?

 

Der Tathergang scheint klar: Am Silvesterabend um 19:40 Uhr erhält die Münchner Polizei von Bundesinnenministerium und Bundeskriminalamt (BKA) konkrete Hinweise auf geplante Selbstmordanschläge am Münchner Hauptbahnhof und/oder am Bahnhof München-Pasing. Demnach soll eine Gruppe von fünf bis sieben Männern irakischer und syrischer Herkunft planen, sich an oder in den genannten Bahnhöfen um Mitternacht in die Luft zu sprengen. Die Verdächtigen sollen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angehören.

 

Die beiden Bahnhöfe in München werden daraufhin von 550 alarmierten Polizisten gesperrt. Der S-Bahn-Verkehr ist bis 4:00 Uhr früh am Neujahrstag eingeschränkt, der Hauptbahnhof sowie der Bahnhof Pasing werden nicht angefahren. Der internationale Zugverkehr wird über den Ostbahnhof abgewickelt.

 

Die Münchner Polizei ermittelt sofort gegen drei der fünf bis sieben potenziellen Attentäter, deren Personalien sie übermittelt bekam. Die Daten seien so konkret gewesen, dass man damit Verdächtige identifizieren könne, sagt Polizeipräsident Hubertus Andrä auf einer Pressekonferenz. Derzeit gebe es jedoch auch über die namentlich bekannten Personen »keinerlei Erkenntnisse«, sagt Andrä. »Wir wissen noch gar nicht, ob sie tatsächlich hier in München oder in Deutschland sind. Wir können ja nicht Kaffeesatz lesen.«

 

Die Identität der Verdächtigen ist nun Schwerpunkt der Ermittlungen. Noch könne man weder bestätigen noch ausschließen, dass es die Personen tatsächlich gebe, sagt Andrä. Die Polizei prüft Hinweise auf mutmaßliche Verdächtige aus Syrien und dem Irak.

 

Was der Münchner Polizeipräsident auf der Pressekonferenz gestern noch sagt, zeigt einen weiteren wichtigen Aspekt der sonderbaren Münchner Ereignisse: Auch aufgrund der Kurzfristigkeit der Bedrohung habe man sich dazu entschlossen, die Bevölkerung zu warnen.

 

Es sei ein Unterschied, ob ein Hinweis auf einen mutmaßlichen Anschlag in ein paar Wochen oder ein paar Stunden eingehe. Merke: Kurzfristige Bedrohungen sind also weitaus effektiver.

 

Die wichtigste Information zum Tathergang: Innenministerium und BKA sind vom französischen Geheimdienst informiert worden. Am Mittag des 31. Dezember war offenbar auch eine Warnung von einem amerikanischen Geheimdienst eingegangen. Das zeigt klar die Informationslinie Washington-Paris-Berlin-München.

 

Und dann kam in der Kette der Münchner Ereignisse der nächste Schritt:

 

Die Propaganda läuft heiß

 

Der GEZ-finanzierte Bayerische Rundfunk (BR) meldet, bei den Verdächtigen soll es sich um Iraker handeln, die sich in München aufgehalten haben und namentlich bekannt seien. Geplant war laut BR, dass sich die Männer zu zweit an die Anschlagsorte begeben, um sich kurz hintereinander in die Luft zu sprengen. Unklar sei, ob die Verdächtigen selbst die Tat verüben wollten oder ob sie Helfer gewesen wären.

 

Die Bild-Zeitung, die bereits wenige Minuten nach der Räumung der Bahnhöfe von »islamistischen Terroristen« berichtet, rudert am Neujahrstag zurück und schreibt:

»Die Polizei in München fahndet nach sieben mutmaßlichen Attentätern. Die Beamten haben sieben Namen vorliegen, aber keine Geburtsdaten. Die Namen sind keiner konkreten Person zuzuordnen. Es handelt sich um arabische Allerweltsnamen. Die Polizei kontaktierte sogar mehrere Islamwissenschaftler, damit sie die genaue Schreibweise überprüfen.«

 

Die Münchner Polizei muss handeln

 

Das Perfide an den Informationen der Geheimdienste: Sie zwingen die Regierung zum Handeln. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann erläuterte gestern auf einer Pressekonferenz, warum: Der Hinweis habe eine konkrete Uhrzeit, einen konkreten Ort und eine klare Benennung von Tätern aus dem Bereich des sogenannten Islamischen Staates (IS) beinhaltet. »Das Bundeskriminalamt und die bayerische Polizei waren übereinstimmend der Auffassung, dass das nicht einfach ignoriert werden kann.«

 

Die Einschätzung der Gefährdung sei vergleichbar gewesen mit der in Hannover, wo Mitte November nach den Anschlägen von Paris ein Fußballländerspiel abgesagt worden war. Herrmann:

»Letztendlich sind wir in Übereinstimmung mit dem Bundeskriminalamt zu dem Ergebnis gekommen, dass das zwar natürlich nicht hundertprozentig belastbar ist, aber so ernst zu nehmen ist, dass es nicht einfach ignoriert werden kann, und dass angesichts der insgesamt getroffenen Einschätzung der Gefährdungslage bundesweit in den letzten Wochen es richtig ist, die notwendigen Maßnahmen unverzüglich zu treffen.«

Hier zeigt sich bereits, wie heute die Regierungen von den Geheimdiensten regiert werden. Auch Bundesinnenminister de Maizière kann die Informationen der »befreundeten Dienste« nicht überprüfen.

 

Warum die Terrordrohung von München eine Inszenierung der Geheimdienste ist

 

Halten wir fest: Befreundete Dienste liefern derart detaillierte Informationen zu einem angeblich geplanten Terroranschlag, dass die deutschen Behörden gezwungen sind, zu handeln. Den für die Regierung wichtigen »staatstragenden« Medien wie öffentlich-rechtlicher Rundfunk und Bild-Zeitung werden noch ein paar Detailinformationen geliefert, die die ganze Angelegenheit noch plausibler machen.

 

Die Öffentlichkeit ist ja bereits vorgewarnt: Jeder versteht, dass die deutschen Polizeibehörden wegen der seit 5. September offenen Grenzen und der unkontrollierten illegalen Einwanderung nicht mehr wissen, wer sich alles in Deutschland aufhält. Und damit versteht der Bürger auch, dass die Polizei auf unüberprüfbare »Informationen« durch »befreundete Dienste« angewiesen ist.

 

Was an der Aktion nach einem Geheimdienst-Coup riecht, sind der gewählte Ort, der perfekte zeitliche Ablauf und der Zeitpunkt des angeblichen Anschlags: Mitternacht an Silvester – damit die Deutschen auf keinen Fall vergessen, was sie im neuen Jahr erwartet. Was auch für eine Inszenierung spricht, ist die von Washington ausgehende Informationskette und die angeblichen Identitäten der angeblichen Terroristen mit ihren »Allerweltsnamen«. Ich bin sicher, in den nächsten Tagen werden noch weitere Hinweise auftauchen, die die Vermutung erhärten, dass das Münchner Silvester 2015 eine große Mitternachts-Show war – zum Glück ohne echte Böller und Raketen.

 

 

 

 

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