Sunday, 29. May 2016
12.10.2014
 
 

Anruf eines Niederländers bei der FAZ – nein, das ist keine Satire, sondern echt…

Redaktion

Vielleicht haben Sie in den letzten Tagen am Rande mitbekommen, dass ein neuer Sachbuchbestseller in Deutschland aus Gründen der politischen Korrektheit totgeschwiegen werden soll. Ein Niederländer hat nun – politisch völlig unkorrekt – bei einem der in dem Buch Gekaufte Journalisten entblößten Unternehmen (der FAZ) angerufen und als Journalist um eine Stellungnahme gebeten. Was dann passierte, dürfte in die Geschichte eingehen – der Niederländer hat ein Band mitlaufen lassen und es jetzt veröffentlicht.

 

In der deutschen Medienlandschaft herrscht offenkundig immer noch Schockstarre, seitdem Gekaufte Journalisten erschienen ist. Da werden Blogbeiträge von Nutzern zensiert. Und Journalisten, die über das Buch berichten wollen, müssen mit ihrer Entlassung rechnen.

 

 

Zeitgleich ist der Medienandrang aus dem Ausland beim Autor kaum vorstellbar: Spanische Medien berichten groß über den deutschen Bestseller, auch die Italiener sind vom Inhalt begeistert, die Russen lassen Filmbeiträge über das Buch in ihren Hauptnachrichtensendungen laufen und auch die Amerikaner machen den Verkaufserfolg des deutschen Buches (»Blockbuster«) zum Top-Thema.

Aus Schweden, den USA, Russland, Dänemark, Neuseeland und den Niederlanden liegen Anfragen für die Übersetzungsrechte vor.

 

Es ist eines der ganz großen Medienthemen dieses Jahres. Nur deutsche Medienjournalisten und Medien schauen krampfhaft weg.

 

Diese skurrile Lage hat ein niederländischer Journalist nun zum Anlass dafür genommen, einfach einmal bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung anzurufen und offiziell um eine Stellungnahme zu bitten.

 

Er wollte ganz einfach wissen: Stimmen die in dem Buch erhobenen Vorwürfe? Sind FAZ-Mitarbeiter mitunter wirklich so korrupt? Oder leidet der Autor vielleicht an einer unheilbaren schweren Geisteskrankheit und hat das alles nur gut erfunden? Der Niederländer hat ein Band mitlaufen lassen. Hören Sie, was dann passierte – Satire ist nichts dagegen …


 

 

 

Redaktionshinweis:

 

Anstelle der Grafik war in einer früheren Fassung des Artikels ein Youtube-Beitrag eines niederländischen Journalisten mit einem Audiomitschnitt eines längeren Telefonates des Journalisten mit der FAZ eingebettet.

 

Der wollte hören, welche Position die FAZ zum Buch von Ulfkotte »Gekaufte Journalisten« einnimmt, wo auch Journalisten der FAZ (Ulfkotte nimmt sich selbst nicht aus) kritisch angegangen werden. Im Verlauf des Telefonats wird der Journalist, der sich als solcher zu erkennen gibt, immer wieder von verschiedenen Mitarbeiterinnen der FAZ weiterverbunden, um zum Schluss als offizielle Stellungnahme der FAZ zu erfahren, dass die FAZ das Buch nicht kommentieren möchte.

 

Wir wurden jetzt von der FAZ und vier Mitarbeiterinnen mit Anwaltsschreiben vom 13.10.2014 aufgefordert, den Mitschnitt aus diesem Artikel unverzüglich zu entfernen.

 

Wir haben dem Schreiben entnommen, dass eine Einwilligung der Mitarbeiter für eine Veröffentlichung offenbar nicht vorlag und auch die Ansicht der FAZ zur Kenntnis genommen, dass der Hinweis des Journalisten am Ende des Mitschnitts auf die Aufzeichnung keine Einwilligung begründen könne.

 

Auch wenn uns die Beeinträchtigung der Mitarbeiterinnen marginal erscheint gegenüber dem informativen Bild, das die FAZ in ihrer Reaktion auf die gewichtigen Vorwürfe abgibt, möchten wir dem Wunsch der Mitarbeiterinnen entsprechen. Um die kann und darf es nicht gehen.

 

Ihr Nachruf ist gefragt


Die FAZ reagiert also mit »kein Kommentar zum Buch« in einer Weise, die wir als Realsatire empfinden und mit anwaltlichen Abmahnschreiben. Wir meinen: Die Pressefreiheit stirbt. Sie sollte wenigstens einen ordentlichen Nachruf erhalten.

 

Haben Sie einen? Was halten Sie vom Umgang der Presse mit der Presse?

 

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Leser-Kommentare (88) zu diesem Artikel

19.10.2014 | 21:56

Franz

Was ich vom Umgang der Presse mit der Presse halte?NICHTS! Ich muss/soll Fernsehgebühren bezahlen, obwohl ich diese nicht mehr anschauen kann, weil sehr viel Unwahrheiten/Propaganda enthalten sind. Das Fernsehen verwehrt mir also eine neutrale Berichterstattung, aber zahlen soll/muss ich trotzdem. Wofür? Bei den Zeitungen ist das natürlich genauso (soweit Mainstream), aber die kann ich wenigstens abbestellen. Das habe ich auch gemacht (Alle, keinen Cent mehr). Weiter: der Umgang...

Was ich vom Umgang der Presse mit der Presse halte?

NICHTS! Ich muss/soll Fernsehgebühren bezahlen, obwohl ich diese nicht mehr anschauen kann, weil sehr viel Unwahrheiten/Propaganda enthalten sind. Das Fernsehen verwehrt mir also eine neutrale Berichterstattung, aber zahlen soll/muss ich trotzdem. Wofür? Bei den Zeitungen ist das natürlich genauso (soweit Mainstream), aber die kann ich wenigstens abbestellen. Das habe ich auch gemacht (Alle, keinen Cent mehr).

Weiter: der Umgang der Presse mit der Presse IST EIN SARGNAGEL DER DEMOKRATIE und das wiegt besonders schlimm.

Ganz Europa befindet sich in einem fürchterlichen Prozess. Es droht in eine Diktatur zu geraten (EU-Kommission, die immer mehr an sich reißt, ohne die Völker zu fragen).

Die Presse berichtet über all die Dinge nicht mehr, genausowenig wie sie es bei den Problemen des Euro getan hat und überhaupt bei allen "GROSSEN" Dingen, die es zu bewältigen gibt.

Die Presse wird von der Politik beherrscht, das hat auch das BVerfG bemängelt. Aber es kümmert die Politik nicht. Sind wir also schon soweit, dass das BVerfG nicht mehr beachtet wird, oder selbständiges Denken der Presse? Dann sind wir auf dem Weg in die Diktatur weit fortgeschritten.

Das Sturmgewehr der Demokratie ist die Presse. Sie hat in meinen Augen restlos versagt.
Ebenso wie sie es im Ukrainekonflikt, im Syrienkonflikt etc. getan hat.

Auch hätte die Presse spätestens seit der Rede von Gysi gierigst "die Frage der Souveränität Deutschlands" aufgreifen und allumfassend beleuchten müssen. ABER NIX. Und genau das hängt auch mit der Frage die hier gestellt worden ist, zusammen.

Nur noch das Volk kann es richten, die Poltik wird es nicht mehr richten.


17.10.2014 | 15:06

Rudolf Aeschbacher

Einer der aufrechten Journalisten bei der FAZ war Herr Frank Schirrmacher. Sein plötzlicher Tod erscheint angesichts des Kurswechsels der FAZ in einem bemerkenswerten Licht.


17.10.2014 | 12:42

Joachim Arndt

Ich dachte 1989 mit der Wiedervereinigung ist alles in guten Händen. Damals hatten wir auch zwei Mediensysteme. Das söllte sich nach 25 Jahren als wieder gut bestäigen. Spätestens nach der Vertreibung von Eva Herrmann wurde ich stutzig. Das schlimme ist, dass viele Menschen den "Guten von damals" noch glauben schenken.


17.10.2014 | 12:05

ThomasD

Aufgrund eigener Recherchen auf mehreren fremdsprachigen und unabhängigen Webseiten ist mir das Ausmaß der Manipulation, Propaganda und offenen Lügerei bereits seit Jahren bewußt. Was sich hier in Deutschland als Presse- und Meinungsfreiheit - gar als "Qualitätsjournalismus" geriert, hat damit nicht im Mindesten etwas zu tun. Hier sind die Medien "politisch korrekt" und im Sinne des Systems gleichgeschaltet. Opportune Lohnschreiber und Maulhuren bestimmen...

Aufgrund eigener Recherchen auf mehreren fremdsprachigen und unabhängigen Webseiten ist mir das Ausmaß der Manipulation, Propaganda und offenen Lügerei bereits seit Jahren bewußt. Was sich hier in Deutschland als Presse- und Meinungsfreiheit - gar als "Qualitätsjournalismus" geriert, hat damit nicht im Mindesten etwas zu tun. Hier sind die Medien "politisch korrekt" und im Sinne des Systems gleichgeschaltet. Opportune Lohnschreiber und Maulhuren bestimmen hier die (Medien-)Szene. Irgend ein kluger Kopf sagte einmal: "Meinungs- und Pressefreiheit ist die Freiheit einflußreicher Personen, ihre Meinung in der Presse zu veröffentlichen." Mehr ist zu diesem Thema nicht zu sagen!


17.10.2014 | 11:52

Dasleben Desbrian

Man könnt ja alle Kommentare nachvollziehen, wenn es nicht tausende von News Seiten im Netz gebe, alternative Radiosendungen YouTube etc.etc.
Die meisten Kommentare widersprechen sich also selbst wenn sie von Medienmanipulation sprechen.
Kann sich doch jeder aussuchen von wo und wem er seine Infos her bezieht.
Das ist freie Marktwirtschaft !!
Im übrigen, ganz geschickte WerbeStrategie für´s Buch.:-)
Glückwunsch.


16.10.2014 | 22:07

GLADIO

Das hatte am 3. Oktober stattgefunden, haben Sie das gewusst? Demos in über 100 Städten auf Deutschem Gebiet >>> http://www.wissensmanufaktur.net/tag-der-wahrheit <<< Tag der Wahrheit +++ Ehrliche Journalisten verweigern den Kriegstreiberdienst. +++ Der „Tag der Wahrheit“ ist ein Aufruf an alle weisungsgebundenen Journalisten, kollektiv in Lügenstreik zu treten, den Kriegstreiberdienst zu verweigern, keine Propaganda mehr zu verbreiten und einen Tag lang nur nach bestem Wissen...

Das hatte am 3. Oktober stattgefunden, haben Sie das gewusst? Demos in über 100 Städten auf Deutschem Gebiet >>> http://www.wissensmanufaktur.net/tag-der-wahrheit <<< Tag der Wahrheit +++ Ehrliche Journalisten verweigern den Kriegstreiberdienst. +++ Der „Tag der Wahrheit“ ist ein Aufruf an alle weisungsgebundenen Journalisten, kollektiv in Lügenstreik zu treten, den Kriegstreiberdienst zu verweigern, keine Propaganda mehr zu verbreiten und einen Tag lang nur nach bestem Wissen und Gewissen objektiv zu berichten – oder zu schweigen. Im Zeitalter des Internets werden die Massenmedien zum Auslaufmodell, denn Manipulation und Lügen können sich wegen der zunehmenden Vernetzung der Menschen immer weniger halten. Sinkende Einschaltquoten und Auflagenzahlen sind die logische Folge und immer deutlicher erkennbar. Der Jobverlust ist nur eine Frage der Zeit für alle Journalisten, die ihre Redaktionsfirma nicht auf einen ehrenhaften Kurs lenken. Währenddessen tut sich eine immer größere Marktlücke für ehrlichen Journalismus auf. Ein erster Meilenstein für einen „Tag der Wahrheit“ war der 3. Oktober 2014. Erwartungsgemäß hatten die weisungsgebundenen Journalisten bei diesem ersten Aufruf seiner Art noch nicht den Mut, sich von der vorgegebenen Meinung zu lösen, denn seit Jahrtausenden gilt: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“. Die Abkehr davon durch Vernetzung der Menschen geschieht Schritt für Schritt. Die Idee wurde erfolgreich verbreitet und wird dazu beitragen, das Meinungsmonopol des Kapitals zu brechen. Der 3. Oktober 2014 kann somit als Initialzündung eines Prozesses bezeichnet werden, der unwiderruflich in Gang gesetzt wurde. Seine Fortentwicklung wird so lange währen, bis die betroffenen Journalisten zu gegebener Zeit ihren „Tag der Wahrheit“ tatsächlich realisieren wollen: Nicht einmal im Jahr, nicht einmal im Monat, sondern täglich.+++ Beiträge von Wolfgang Berger und Rico Albrecht >>> dem kann ich mich nur anschließen >>> Bitte weiter sagen ...

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