Sunday, 29. May 2016
23.09.2010
 
 

Arabische Agenten in Deutschland verhaftet

Redaktion

Deutschland scheint sich immer mehr zum Tummelplatz arabischer Spione zu entwickeln. Ausgesandt von ihren Auftraggebern im Nahen Osten, schleichen sich die Agenten in die Bundesrepublik, bilden hier Zellen und gehen von dort aus ihrem dunklen Handwerk nach. Häufig bestehen ihre Aufträge im Ausspionieren und Zerschlagen oppositioneller Gruppen aus ihrer Heimat, die sich in Deutschland aufhalten. Jetzt ließ der Generalbundesanwalt einen Libyer verhaften, der im Auftrag Gaddafis unterwegs war.

 

Für Omar K. klickten die Handschellen des Bundeskriminalamtes in Halle an der Saale (Sachsen-Anhalt). Nach Angaben der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe wird dem 45-Jährigen vorgeworfen, informeller Mitarbeiter des libyschen Geheimdienstes gewesen zu sein und in Deutschland lebende Gegner des Gaddafi-Regimes ausspioniert zu haben. Die bei solchen Einsätzen abgeschöpften Informationen leiten die Agenten anschließend an ihren Geheimdienst weiter, der dann u. U. die in der Heimat verbliebenen Familienangehörigen der Oppositionellen angeht. Omar K. soll in der Zeit von April bis Mai diesen Jahres zwei weitere Agenten aus Libyen in Deutschland unterstützt haben. Dabei soll es sich um Adel Ab. (42) und Adel Al. (46) handeln. Dem Generalbundesanwalt zufolge hat Adel Ab. Bereits seit 2007 in Deutschland als Führungsoffizier fungiert und soll von hier aus in ganz Europa unterwegs gewesen sein. Sein Namensvetter war für die Absicherung der Treffen zwischen Agenten und Informanten zuständig. Solche Treffen finden häufig in Autobahnraststätten, Flughafencafes oder Bahnhofsrestaurants statt. Ab.soll in seiner Rolle als Führungsoffizier zudem ein Netz informeller Mitarbeiter in ganz Westeuropa aufgebaut haben. Ad. und Al. sitzen inzwischen ebenfalls in U-Haft.

Libysche Agenten sind in Deutschland keine neue Erscheinung, vielmehr haben sie offenbar von hier aus für einen der größten Terroranschläge der Luftfahrtgeschichte gesorgt. Am 21. Dezember 1988 explodierte eine Boeing 747 (Jumbo) in 9.400 Metern Höhe über der schottischen Ortschaft Lockerbie. In dem auch als »PanAm 103« bekannten Flugzeug starben 259 Menschen. Auch elf Bewohner von Lockerbie fanden den Tod. In die Anschlagsvorbereitungen soll der libysche Geheimdienst verstrickt gewesen sein. Der Sprengstoff kam bei einer Zwischenlandung der Maschine in Frankfurt/Main an Bord. Der libysche Staat zahlte Jahre später hohe Entschädigungen an die Hinterbliebenen der Opfer. Die Fluggesellschaft Pan American Airways (PanAm) geriet durch den Anschlag in wirtschaftliche Not und wurde schließlich liquidiert.

 

 

 


Interesse an mehr Hintergrundinformationen?

 

Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der Macht – und erfahren Sie, was die Massenmedien Ihnen verschweigen!

 

Lesen Sie weitere brisante Informationen im neuen KOPP Exklusiv. KOPP Exklusiv wird grundsätzlich nicht an die Presse verschickt und dient ausschließlich zu Ihrer persönlichen Information. Jede Ausgabe ist gründlich recherchiert, im Klartext geschrieben und setzt Maßstäbe für einen kritischen Informationsdienst, der nur unter ausgewählten Lesern zirkuliert und nur im Abonnement zu beziehen ist.

 

In der aktuellen Ausgabe finden sie unabhängige Hintergrundinformationen unter anderem zu folgenden Themen:

 

  • Neue Mauern in Europa - Schutzwälle gegen Zuwanderung von Roma
  • Achtung: Weniger Silber in deutschen Silbermünzen
  • Astronautenpech: Mars macht immobil
  • Berlin und die Kita-Pflicht für Einjährige

 

 

Das alles und viele weitere Kurzberichte im neuen KOPP Exklusiv, fordern Sie noch heute Ihr Probeabonnement an!

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

London: Toter Agent zerstückelt in Reisetasche

Udo Schulze

Der mysteriöse Mordfall an einem Agenten beschäftigt derzeit die Polizei in London. Der etwa 30 Jahre alte, noch nicht zweifelsfrei identifizierte Mann soll Mitarbeiter des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 gewesen sein. Seine zerstückelte Leiche wurde in einer Reisetasche gefunden. Er ist nicht der einzige Agent, der in den vergangenen Jahren  mehr …

RAF: Wie aus einem Agenten ein »Zufallsopfer« wurde

Udo Schulze

Bis heute gilt Ian McLeod offiziell als Zufallsopfer eines Polizeieinsatzes in Stuttgart: Während der »bleiernen Zeit«, der Jahre des RAF-Terrors in der Bundesrepublik, kam es mehrfach vor, dass unbeteiligte Bürger bei Polizeikontrollen ihr Leben verloren. Darunter ein selbstständiger Techniker aus Essen, ein Taxifahrer aus München, ein Schäfer  mehr …

Der Kennedy-Mord – ein FBI-Agent erinnert sich

Andreas von Rétyi

Vor wenigen Tagen jährte sich das Attentat auf US-Präsident John F. Kennedy zum 46ten Mal. Für den FBI-Agenten Jim Sibert wieder Zeit, über seine eigenen Erlebnisse nachzudenken und dabei vorsichtig zu bestätigen, was unter »Verschwörungstheoretikern« schon länger zirkuliert.  mehr …

Neue Überwachungsmethode: Der Spion in der Mülltonne

Udo Ulfkotte

Die Zukunft hat für die Bürger der EU offenkundig noch viele Überraschungen parat, die man heute wohl noch für Aprilscherze halten könnte. So haben in Großbritannien heute schon mehr als 2,5 Millionen Haushalte Überwachungschips in der Mülltonne. Und in mehr als 100 Gemeinden wird der Müll der Bürger Haushalt für Haushalt durchforstet und auf das  mehr …

Israelischer Spionage-Coup oder gezielte Desinformation? Der Sohn des »Hamas«-Gründers soll für den Judenstaat spioniert haben

Udo Ulfkotte

Eine der wichtigsten Grundregeln aller Geheimdienste lautet, Quellen niemals zu verraten. Wenn ein Geheimdienst seine Quellen öffentlich benennt, dann sollte man vorsichtig mit den so gestreuten »Informationen« sein. Genau das hat Israel nämlich jetzt getan: Der Sohn eines Mitbegründers der radikalen islamistischen Palästinenserorganisation  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Rumänien steht vor dem Staatsbankrott

Michael Grandt

Der rumänische Premierminister musste vor dem Parlament zugeben, dass niemand mehr seinem Land Geld leihen will, die Zahlungsunfähigkeit droht.  mehr …

Amoklauf von Lörrach: Das Scheinkonzept der Polizei

Udo Schulze

Nicht abwarten, sondern sofort handeln und den Täter unschädlich machen. So lautet der Kern eines neuen Konzeptes der Polizei in Baden-Württemberg. Anderthalb Jahre nach dem Amoklauf von Winnenden und Wendlingen wurde nach genau diesem Konzept verfahren – beim Amoklauf von Lörrach, bei dem eine Anwältin ihren Ex-Mann, ihren Sohn und einen  mehr …

»Der Tag der Abrechnung ist nah!«

Michael Grandt

Der Markt mit US-Kommunalanleihen steht vor dem Crash. Das könnte neue Schockwellen an den Märkten auslösen.  mehr …

Nach ARD-Auftritt: Morddrohungen gegen Udo Ulfkotte

Redaktion

Gestern Abend ging es hoch her in der ARD bei Maischberger: Unter dem Titel: »Kopftuch und Koran – hat Deutschland kapituliert?« traf KOPP-Autor Udo Ulfkotte auf den islamischen Hassprediger Pierre Vogel. Ulfkotte, der u.a. auch mit dem Islamexperten Peter Scholl-Latour und dem ehemaligen TV-Pastor Fliege diskutierte, zitierte aus seinem aktuellen  mehr …

Der Kennedy-Mord – ein FBI-Agent erinnert sich

Andreas von Rétyi

Vor wenigen Tagen jährte sich das Attentat auf US-Präsident John F. Kennedy zum 46ten Mal. Für den FBI-Agenten Jim Sibert wieder Zeit, über seine eigenen Erlebnisse nachzudenken und dabei vorsichtig zu bestätigen, was unter »Verschwörungstheoretikern« schon länger zirkuliert.  mehr …
Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

Werbung

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.