Monday, 26. September 2016
05.07.2015
 
 

Die Zerstörung der Nationalstaaten und die Bedeutung von Grenzen

Redaktion

Thierry Baudet gilt als intellektuelles Wunderkind und als eine Art neuer Star der Konservativen. Entscheidenden Anteil daran hat dieses Buch. In Baudets Heimat Holland wurde es von allen wichtigen Medien besprochen. Die Analyse, die der junge Autor in diesem Werk liefert, nötigte selbst linken Politikern und Autoren Respekt ab. Denn mit einzigartiger Präzision deckt Baudet auf, dass Europas Elite die Nationalstaaten nach und nach zerstört: Sie öffnet unsere Länder für Massen von Zuwanderern und gibt die Macht an supranationale Organisationen ab. So vernichten die Mächtigen die Basis unserer demokratischen Gesellschaften.

 

 

Der systematische Angriff auf die Nationalstaaten

 

Thierry Baudets bemerkenswertes Buch zeigt anschaulich, wie in Westeuropa seit rund 50 Jahren ein großes Projekt durchgeführt wird: der Angriff auf die Nationalstaaten. Es ist das wichtigste Ziel der Eliten der Nachkriegszeit. Ob Holland, Frankreich, Deutschland ... überall in Westeuropa sind die Mächtigen damit beschäftigt, die nationale Souveränität ihrer Länder zu schwächen und den Nationalstaat zu untergraben.

Ihre Vision ist eine Welt ohne Nationen, ohne gemeinsame Kultur. Nur auf diesem Weg – so ihre Auffassung – können Kriege vermieden werden. Das Ziel einer Welt ohne »wir« und »ihr«, dem die Nationalstaaten im Wege stehen, verfolgt die Elite Europas auf zwei Wegen: mit der Hilfe internationaler Organisationen und Gerichtshöfe – und durch die Öffnung unserer Länder für Massen von Menschen aus anderen Kulturen.

 

Massenzuwanderung zersetzt unser Wertesystem

 

Thierry Baudet belegt auf nachvollziehbare Weise: Die Nationalstaaten sind Basis und Garanten unserer demokratischen Gesellschaften. Diese Gemeinschaften können dauerhaft aber nur existieren, wenn es eine Leitkultur gibt. Wenn Bräuche, Umgangsformen und Einstellungen geteilt werden. Wenn ein Konsens darüber besteht, was Recht ist und was nicht.

 

Die Masseneinwanderung, die die europäische Elite forciert, unterminiert das Verbindende jedoch. Der Autor betont dabei ausdrücklich: Es ist nicht die massenhafte Zuwanderung an sich, die unsere Nationalstaaten zersetzt. Es käme darauf an, Neuankömmlinge aus anderen Ländern auf unsere Werte einzuschwören und ihnen eine gewisse Anpassung abzuverlangen. Doch dies geschieht nicht. Im Gegenteil: Europas Mächtige betrachten die unterschiedlichen Kulturen als gleichwertig. Und sie verherrlichen die Andersartigkeit.

 

Wohin dies führt, zeigt der Autor an verstörenden Beispielen aus allen Bereichen des täglichen Lebens. So am Fall einer Muslimin, die von ihrem marokkanischen Mann geschlagen worden war und deshalb vor Gericht eine beschleunigte Scheidung beantragte. Die Richterin lehnte den Antrag ab. Ihre Begründung: Der Frau musste bei der Heirat klar gewesen sein, was auf sie zukommen kann. In muslimischen Gesellschaften sei es durchaus üblich, dass Männer ihre Frauen züchtigen.

 

Wie viele andere Beispiele macht dieser Fall deutlich: Wenn in einem westeuropäischen Staat plötzlich Werte aus fremden Kulturen zum Maßstab werden, erodiert zwangsläufig das, was die Bürger des Landes bisher verband.

 

Immer mehr Macht für internationale Organisationen und Gerichtshöfe

 

Während Massenzuwanderung die nationalen Werte von innen aushöhlt, wird die Souveränität der Nationalstaaten von außen immer weiter eingeschränkt. Internationale Organisationen wie die Europäische Union, die Welthandelsorganisation, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte und der Internationale Strafgerichtshof erhalten immer mehr Machtbefugnisse. Wurden Gesetze und Richtlinien des Zusammenlebens bislang von Politikern des jeweiligen Landes verabschiedet und von Richtern ausgelegt, kommen Regelungen und Präzedenzfälle immer häufiger aus Brüssel, Genf, Straßburg oder Den Haag.

 

Thierry Baudet beleuchtet einmal mehr anhand konkreter Fälle, was diese Entwicklung für uns bedeutet. Beispiel Rechtsprechung: Richter, die wichtige Entscheidungen zu treffen haben, werden in Westeuropa sehr sorgfältig ausgewählt. In strengen Auswahlverfahren müssen sie ihre fachliche und moralische Qualifikation nachweisen. Bei internationalen Einrichtungen ist dies nicht unbedingt der Fall. So werden etwa die Richter des internationalen Gerichtshofs von den jeweiligen Mitgliedsländern bestellt.

 

Das jedoch sind oft Staaten mit Regierungen, die nicht demokratisch gewählt wurden. Länder, in denen Korruption eine große Rolle spielt. Urteile werden damit von Richtern gefällt, die unter Umständen andere Werte und moralische Grundsätze vertreten als wir. Von Richtern, die anders als die Juristen in Westeuropa von den Bürgern nicht zur Rechenschaft gezogen werden können.

 

Ohne »wir« geht es nicht

 

Auch wenn die Auflösung der Nationalstaaten voranschreitet: Thierry Baudet ist überzeugt davon, dass sich die Dinge zum Guten wenden lassen. Noch haben die Staaten die Macht, die Gesellschaft nach ihren Vorstellungen zu formen. Hoffnungsfroh stimmen ihn zudem die Bürger Westeuropas: sie haben erkannt, dass das »ihr« in den Abgrund führt. Dass es ohne das »wir« nicht geht. Denn Umfrageergebnisse und die Erfolge nationalistischer Parteien belegen, dass die Auflösung des Nationalen nicht im Sinne der Menschen ist.

 

Vor diesem Hintergrund zeigt der Autor, was wir tun müssen, um den Nationalstaat und unsere demokratische Gesellschaft zu retten. Und er beschreibt, wie ein offenes, national ausgerichtetes Land in einer globalisierten Welt aussehen kann.

 

 

 

 


 

 

 

 

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Leser-Kommentare (43) zu diesem Artikel

09.07.2015 | 13:24

egon

Die Integration der BRD in die EU gem. Art. 23 Grundgesetz ist nichtig, weil dieser Artikel ein Krimineller Akt war. Man hat den (alten) Art. 23 - räumlicher Geltungsbereich - aufgehoben; damit war Art. 23 für immer beseitigt. Die "Wiedereinführung" des neuen Art.23 ist eine rechtswidrige Überblendung (nachzulesen im Buch von Ralf U. Hill: das Deutschlandprotokoll). Wieso die Deutschen noch nicht auf den Barrikaden sind.... Von "unseren gewählten...

Die Integration der BRD in die EU gem. Art. 23 Grundgesetz ist nichtig, weil dieser Artikel ein Krimineller Akt war. Man hat den (alten) Art. 23 - räumlicher Geltungsbereich - aufgehoben; damit war Art. 23 für immer beseitigt. Die "Wiedereinführung" des neuen Art.23 ist eine rechtswidrige Überblendung (nachzulesen im Buch von Ralf U. Hill: das Deutschlandprotokoll). Wieso die Deutschen noch nicht auf den Barrikaden sind.... Von "unseren gewählten Volksvertretern" wurde also die "verfassungsmäßige Ordnung" verletzt (Art. 20 Abs.3 und 4 Grundgesetz) - und das berechtigt jeden Deutschen zum Wiederstand! Auf geht´s!


07.07.2015 | 19:30

Anne

Gedanken eines Videobloggers https://www.youtube.com/user/WolfgangRettig/videos


07.07.2015 | 01:07

Dirk Breitinger

Da wären wir mal wieder beim Thema: Sozialisten als Sozialkiller und Demokraten als Demokratiekiller. Zum Thema lernen aus der Geschichte: Haben wir nicht aus der Geschichte gelernt, daß die Weimarer Demokratie und der DDR-Sozialismus direkt in die Diktatur gefürht haben? Es sind stets die Demokratie-Versager, auch Demokraten genannt und die Sozial-Versager, sogenannte Sozialisten, die die Gesellschaft in die Krise geführt haben. Die Demokraten müssen als erstes aufhören die...

Da wären wir mal wieder beim Thema: Sozialisten als Sozialkiller und Demokraten als Demokratiekiller. Zum Thema lernen aus der Geschichte: Haben wir nicht aus der Geschichte gelernt, daß die Weimarer Demokratie und der DDR-Sozialismus direkt in die Diktatur gefürht haben? Es sind stets die Demokratie-Versager, auch Demokraten genannt und die Sozial-Versager, sogenannte Sozialisten, die die Gesellschaft in die Krise geführt haben. Die Demokraten müssen als erstes aufhören die Fehler bei den anderen zu suchen, anstatt bei sich selbst, sonst wird da, wie man jetzt wieder in Griechenland sieht, nichts draus.


06.07.2015 | 22:12

Toni

http://www.fnp.de/nachrichten/politik/Reservistenverband-will-Freiwilligendienst-fuer-Migranten;art46559,1479094


06.07.2015 | 14:35

Niehoff

@ jeanette Das EU-Parlament ist nur ein Zwischenschritt zum Eine-Welt-Staat der globalen Wirtschaftsmächtigen. Mittels der EU sollen wir an die Aufgabe der Souveränität gewöhnt werden. Aber wenn wir nicht aufpassen, wird der letzte Schritt der Entrechung zu einem schon seit Jahrzehnten geplanten globalen faschistischen Überwachungsstaat (dieser wird mittels NSA bereits erprobt) der selbsternannten Weltelite führen.


06.07.2015 | 09:07

arkor

selbstverständlich steht kriminelles Handlen und deren Unterstützung unter dem REGRESS DER GESCHÄDIGTEN, also in diesem Falle der Regress der Deutschen gegenüber den Politrepräsentanten. Sowohl die FORDERUNGEN aus dem FINANZIELLEN SCHADEN, für ILLEGALES ASYL UND MIGRATION deren Unterstützung und Förderung, aber auch die BEIHILFE ZU SCHWEREN STRAFTATEN, welche hier VON DIESEN ILLEGALEN BEGANGEN WERDEN UND WURDEN. Wir reden also den BRUCH DER WICHTIGSTEN SCHUTZRECHTE durch die...

selbstverständlich steht kriminelles Handlen und deren Unterstützung unter dem REGRESS DER GESCHÄDIGTEN, also in diesem Falle der Regress der Deutschen gegenüber den Politrepräsentanten. Sowohl die FORDERUNGEN aus dem FINANZIELLEN SCHADEN, für ILLEGALES ASYL UND MIGRATION deren Unterstützung und Förderung, aber auch die BEIHILFE ZU SCHWEREN STRAFTATEN, welche hier VON DIESEN ILLEGALEN BEGANGEN WERDEN UND WURDEN. Wir reden also den BRUCH DER WICHTIGSTEN SCHUTZRECHTE durch die Politrepräsentanten, wovor sich die Bürger ihres Landes mit ihrer Gesetzgebung eigentlich schützen, ALS OBERSTE PFLICHT DER REPRÄSENTAZEN, egal ob Polit-Exekutiv--Judikativvertretung des Bürgers. Ihre OBERSTEN PFLICHTEN LIEGEN IN DEN OBERSTEN RECHTEN DER RECHTSTRÄGER. Die OFFENKUNDIGKEIT DER KRIMINELLEN HANDLUNG ist überall da sichtbar, diese OBERSTEN ALSO UNVERLETZLICHEN SCHUTZRECHTE durch POLITREPRÄSENTANZEN durch UNTERGEORDNETES ODER NICHT ABLIETBARES diesem ÜBERGEORDNET ALSO VERLETZT WERDEN. Beispielsweise mit dem klaren untergeordneten RECHT AUF ASYL, welches keine ASYLPFLICHT IST und auch nicht GEWÄHRT WERDEN MUSS ODER DARF, wenn auch nur der ANSCHEIN EINER GEFÄHRDUNG DER OBERSTEN RECHTE DAMIT VERBUNDEN IST. Im Gegenteil ergibt sich aus den OBERSTEN SCHUTZRECHTEN ein SEHR SEHR ENGER KREIS AN ASYLMÖGLICHKEITEN....oder aber eben wenn RELIGIONSFREIHEIT FREMDER KULTUREN den OBERSTEN RECHTEN DER RECHTSTRÄGER VORANGESTELLT WIRD--------ein KLARER UND OFFENKUNDIGER BURCH DES RECHTS UND KRIMINELLER AKT der seine RECHTSAUFARBEITUNG ERFORDERT. Es ist doch

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