Wednesday, 24. August 2016
11.10.2014
 
 

Erfahrungsbericht eines Lesers: So zensieren deutsche Medien

Redaktion

Der Bestseller Gekaufte Journalisten hat die Medien im deutschsprachigen Raum in eine Schockstarre versetzt. Wer als Journalist über das Buch berichtet, dem droht der Verlust des Arbeitsplatzes. Wer als Blogger darüber schreibt − der macht eine unglaubliche Erfahrung.

 

Nachfolgend die Zuschrift eines Lesers, der sich im Internet zum Sachbuch Gekaufte Journalisten zu äußern versuchte. Auch andere berichten darüber, dass Blogbeiträge zu dem Buch rigoros zensiert werden. Wir drucken vor diesem Hintergrund nachfolgende Zuschrift komplett ab. Den Namen des Verfassers veröffentlichen wir auf dessen ausdrücklichen Wunsch nicht:

 

»Ich habe mich früher nie wirklich mit den Medien auseinandergesetzt und den Inhalt nicht weiter angezweifelt (Es kennt zwar jeder die Aussage, dass die Bild nur Schwachsinn berichtet und Hetze betreibt, und jeder stimmt zu. Aber warum das eigentlich gesagt wird, können die wenigsten erklären). Und auch für Politik habe ich mich nicht sonderlich interessiert. Allerdings habe ich seit dem Ukraine-Umsturz gedacht, irgendwas stimmt doch da nicht. Das abgehörte Nuland-Telefonat, die ›Demokratie-Förderung‹ der USA, Faschisten und Radikale, die in der Berichterstattung weitgehend ausgeblendet werden, westliche Politiker, die auf dem Maidan gegen den Präsidenten demonstrieren, geplante NATO-Osterweiterung usw.

 

Ich begann nach dem Umsturz, mich genauer mit diesem Thema zu befassen. Der Westen verhandelte dann nach dem Umsturz ganz selbstverständlich mit einer nicht legitimen Übergangsregierung. Dass diese nicht legitim ist, wurde ebenfalls völlig ignoriert in den Medien. Ich wünschte der Ukraine natürlich eine bessere Zukunft, aber das kann man auch erreichen, ohne auf Konfrontationskurs mit Russland zu gehen.

Auch die anti-russische Haltung der neuen Regierung wurde vollkommen unterstützt vom Westen. Die Krim-Annexion wurde von Ex-Bundeskanzlern und anderen hohen Ex-Politikern und Militärs als völlig vorhersehbar bezeichnet. Auch Investigativ-Journalisten wie Peter Scholl-Latour oder sonstige Experten wunderten sich nicht und machten den Westen mitverantwortlich. Bereits 2008 versicherten die USA, dass die Ukraine in der NATO sein wird. Einwände und Ängste Russlands wurden dabei völlig ignoriert. Ebenso ignorierte man, dass 35 Prozent der Ukrainer laut einer Umfrage im Jahr 2013 nicht in die EU wollte, sondern neutral bleiben oder den Anschluss zu Russland beibehalten wollte.

 

Aber was macht der Westen? Er unterzeichnet den politischen Teil des EU-Assoziierungsabkommens mit der Übergangsregierung. Weiterhin schien die EU überhaupt keine Entscheidungsgewalt zu haben. Die USA schien alle großen Entscheidungen zu treffen was die Ukraine angeht. Die Separatisten und Demonstranten im Osten waren von Anfang an Feinde. Alles, was nicht pro-EU war, wurde konsequent als demokratiefeindlich oder als bezahlt und gesteuert bezeichnet. An andere Wertvorstellungen, die nicht dem Kapitalismus und der Verblödung entsprechen, oder familiäre und wirtschaftliche Bindungen zu Russland, daran dachte man überhaupt nicht. Russland=böse und Westen=gut. Und die Medien bauten dieses Bild konsequent weiter auf.


Ein unglaublicher Einklang zog sich durch die Medien. Niemand sah die Schuld oder die Fehler vom Westen. Der investigative Journalismus ging gegen Null. Der Großteil der Medien bezog ihre Aussagen aus Agenturmeldungen oder Politiker- und NATO-Aussagen. Einige hatten noch Korrespondenten vor Ort, die trieben sich allerdings hauptsächlich in den pro-westlichen Gebieten herum. Der vorläufige Höhepunkt der Gleichschaltung wurde erreicht, als in Odessa 48 pro-russische Demonstranten verbrannt wurden. In unabhängigen Medien sprach man vom ›Medien-Gau‹, da viele Medien erst überhaupt nicht berichteten oder es bei einer Ticker-Meldung beließen. Man einigte sich dann auf 48 ›Tote‹, obwohl eindeutig klar war, dass dort ausschließlich pro-russiche Demonstranten verbrannt worden waren. Ungeachtet des immer stärker werdenden Leser-Protestes ging die Gleichschaltung weiter.

 

Die Dämonisierung Putins schritt immer weiter voran. Journalisten warfen mit den wildesten Spekulationen um sich. Das neue Feindbild war geschaffen. Wer sich die Entwicklung Russlands unter Putin anguckt, der wird sich fragen, worauf manche Berichte eigentlich gestützt sind. Auch Politiker fingen an, Putin zu dämonisieren. Man bediente sich Meinungsbildern, für dessen Erschaffung man selbst verantwortlich war. Der Begriff ›Putin-Versteher‹ fing irgendwann an, mich wirklich sauer zu machen, wenn ich diesen in einem Artikel las, da er für völlige Inkompetenz deutscher Medien steht.

 

Wie kann man als Journalist die russische Propaganda kritisieren, während man selbst gerade eine Agentur-Meldung abschreibt oder die Neuigkeiten aussortiert, die nicht in das hiesige Medienbild passen und sich dann eine neue Horrormeldung über Russland zusammenschreibt oder auch wieder ukrainische Meldungen ungeprüft übernimmt?

 

Jegliche Kritik gegenüber Amerika wird als ›Antiamerikanismus‹ abgetan, obwohl jeder mit ein bisschen Verstand die massive Naivität und Provokation der USA gesehen hat und auch andauernd Erklärungen oder Interviews darüber abgegeben wurden. Diese Interviews fanden allerdings kaum Beachtung im Medienbild. Und meistens wurden sie eh nicht von den Leitmedien geführt, sondern von Journalisten auf unabhängigen Seiten. Die Leitmedien interviewten lieber selbsternannte Experten, die noch nie in der Nähe der Ukraine oder Russland waren oder gleich pro-westliche Politiker aus der Ukraine.

 

Auch wenn man selbst mal hohe Politiker oder Experten interviewte, die die westlichen Fehler und die Abhängigkeit von Amerika kritisierten, dann fanden diese nicht den geringsten Einfluss in die weitere Berichterstattung. Es wurde immer deutlicher, wie einseitig berichtet wird. Fast alles, was nicht das erschaffene Bild unterstützt, wurde konsequent aussortiert. Und es wurde auch immer deutlicher, dass man sich seine Meinung nicht mehr selbst bilden konnte, wenn man nur den Leitmedien folgt.


Das könnte ich jetzt über MH17 und sonstige Vorkommnisse noch weiter ausführen aber ich springe jetzt vor zum 31.08.2014. Ich hatte bereits einige Zeit in der Community von ›der Freitag‹ gelesen, da dort sehr oft gut recherchierte und mit Quellen unterlegte Beiträge erscheinen, die ein Gegenstück zum Mainstream abgeben. Ich entschied mich dann selber tätig zu werden und erstellte mir einen Account im ›der Freitag‹.

 

Mein zweiter Artikel war dann über den offenen Brief ehemaliger Geheimdienstler an Merkel, auf den ich durch Zufall aufmerksam wurde. Wenn man bedenkt, wie brisant dieser Brief zu dieser Zeit war, kann es kein Zufall mehr sein, dass von den Leitmedien neben dem Focus im News-Ticker und einiger lokaler Online-Medien nur die Süddeutsche einen Online-Artikel über diesen Brief brachte. Noch schlimmer wurde es, wenn man sich dann den Inhalt des Artikels durchlas. In meinem nächsten Beitrag wies ich darauf hin:

(…) Und wenn dann die Süddeutsche, die als fast Einzige über diesen Brief berichtet, diesen Brief nicht komplett abdruckt oder auf Deutsch verlinkt, sondern nur den Grund des Briefes und dessen Verfasser angibt und dann fast ausschließlich dessen Inhalt kritisiert und versucht mit Gegenargumenten zu kontern, dann ist das nicht mehr objektiv. Wenn dann aber diese Gegenargumente die vorangegangen Argumente nicht einmal außer Kraft setzen, und der Leser das aber gar nicht weiß, weil er den Brief nicht gelesen hat und dieser auch nur auf Englisch verlinkt wird, dann ist das eindeutig Propaganda und manche Journalisten und Medien tragen hier massiv Mitschuld, sollte der Konflikt irgendwann einmal völlig eskalieren.‹

In diesem Artikel wies ich auch auf die Aussage von Barrosos Sprecherin hin, die im Wall Street Journal sagte, dass die Aussage ›Putin könne Kiew in zwei Wochen einnehmen, wenn er wolle‹ tatsächlich aus dem Zusammenhang gerissen war. Auch diese Korrektur suchte man in den Leitmedien vergeblich, obwohl man sich die Tage zuvor noch die lächerlichsten Folgeschlüsse aus dieser Aussage zusammenreimte.

 

Ich schrieb noch einige weitere Beiträge und meine Artikel über »die Anstalt« zur Ukraine-Berichterstattung und über die Aussage von Joe Biden, der vor Kurzem in einem Vortrag in Harvard davon sprach, dass die USA und Obama persönlich die EU zu Sanktionen gegenüber Russland zwingen musste, wurden auch relativ oft geteilt. Diese Meldung suchte man ebenfalls vergeblich in den Leitmedien. Gleichzeitig berichtete man aber über die getätigten Anschuldigungen Bidens gegenüber Erdogan, die im selben Vortrag getätigt wurden. Es ist also nicht so, dass dieser Vortrag unbekannt war.


Dann wurde ich im ›der Freitag‹ durch einen Beitrag von dem User ›idog‹ auf das Buch Gekaufte Journalisten aufmerksam (dieser Beitrag wurde ebenfalls kurze Zeit später gelöscht). Auch wenn es bereits einen Artikel gab, entschloss ich mich, einen eigenen zu schreiben, da ich die Aussagen und Aufdeckungen seitens Scholl-Latour und Carl Bernstein einarbeiten wollte.


Ich habe das Buch noch nicht gelesen und habe mir meine Informationen zu diesem aus der Buchbeschreibung und Leserkommentaren zusammengesammelt. Aber das diese manipulative Berichterstattung über die Ukraine nicht von ungefähr kommt, war mir bereits vorher klar geworden und durch ›die Anstalt‹ bestätigt worden, und wenn man zurückblickt, dann werden einem noch einige Dinge mehr einfallen, wo Medien völlig gleichgeschaltet oder manipulativ gearbeitet haben. In welchem Umfang dies wirklich passiert, wird durch dieses Buch dann ausgeführt. Ich habe auch gelesen, dass Udo Ulfkotte, ebenso wie Max Uthoff und Claus von Wagner von ›die Anstalt‹ durch den Medienwissenschaftler Uwe Krüger unterstützt werden, der in seiner Doktorarbeit einiges zu diesem Thema aufgedeckt hat und ebenfalls ein eigenes Buch geschrieben hat.

 

Ich veröffentlichte also den Artikel und merkte dann nach einiger Zeit, dass dieser über die Such-Funktion nicht mehr auffindbar ist. Ich sah dann, dass der Artikel auf ›versteckt‹ gestellt war und dachte, ich war das versehentlich selber. Ich veröffentlichte ihn also erneut und kurze Zeit später wurde ich automatisch ausgeloggt und konnte mich nicht mehr einloggen. Ich sah dann meine E-Mails nach und hatte zwei Nachrichten von ›der Freitag‹ erhalten. In der Ersten stand, dass der Beitrag offline genommen wurde, da ›Verschwörungsideologische Inhalte (Kopp Verlag, Ulfkotte)‹ laut Netiquette nicht gestattet sind. In der zweiten Mail stand dann, dass ich die Moderationsanweisung missachtet und den Artikel wieder online gestellt habe und mein Account deswegen für drei Monate suspendiert wird.

 

Ich habe dann geantwortet, dass ich die E-Mail nicht gesehen habe und den Beitrag wieder online gestellt habe, weil ich dachte, ich habe ihn selbst versteckt und darum gebeten, meinen Account wieder zu aktivieren. Dieser wurde dann auch innerhalb kürzester Zeit wieder aktiviert. Ich antwortete dann noch Folgendes:

Ich kann mir einfach nicht helfen, aber ich habe das Gefühl, hier wird bewusst zensiert. Auf welchen Grundlagen bauen sie die Behauptung, dass dieses Buch Verschwörungstheorie ist? Selbst der SWR hat in einer Buchbesprechung berichtet, dass sich die Vorwürfe nicht abstreiten lassen. Ebenso sind alle Behauptungen mit Quellen belegt. Ich habe in dem Beitrag selbst darauf aufmerksam gemacht, dass der Kopp Verlag nicht als seriös angesehen wird. Aber das stellt doch den Inhalt des Buches nicht in Frage. Ist jetzt selbst der Freitag, als letzte Instanz freier Meinungsbildung der Zensur verpflichtet? Man darf in seinen Beiträgen mit den wildesten Behauptungen seitens Ken Jebsen, Elsässer, Compact, Anonymus, russischen Propagandaseiten oder sonstigem um sich werfen, aber ein sauber recherchiertes und auf eigenen Erfahrungen beruhendes Buch darf man nicht erwähnen? Bereits 1977 wurde aufgedeckt wie die Medien unterwandert sind und jetzt ist das auf einmal Verschwörungstheorie.‹

Ich habe allerdings keine Antwort erhalten.

 

Am nächsten Tag änderte ich dann den Artikel deutlich ab und legte das Hauptthema auf die Buchbesprechung des SWR2. Wenn schließlich die Öffentlich-Rechtlichen darüber berichten und ich mich auf die Buchbesprechung konzentriere, dann wird der Beitrag wohl nicht mehr als ›Verschwörungsideologischer Inhalt‹ gelten. Dem war nicht so, und auch die Aussagen und Aufdeckungen von Peter Scholl-Latour und Claus Bernstein scheinen, genau wie der arte Bericht nichts daran ändern zu können. Der Beitrag wurde dann ebenfalls wieder offline genommen und mein Account erneut für drei Monate gesperrt wegen ›Verstößen gegen die Netiquette (Ignorieren einer Moderationsentscheidung)‹.


Ich war genervt und antwortete Folgendes: ›Das ist absolut lächerlich. Ich beschuldige Sie der Zensur. Sie blockieren freie Meinungsbildung genauso wie die meisten anderen Medien auch, obwohl sie ja angeblich so ein freies Medium sind. Sie haben mir nicht mal geantwortet auf meine letzte Frage, weil sie keine Antwort dazu wissen. Sie haben die Vorschrift, dass dieses Buch nicht verbreitet werden darf. Ich habe nicht mal den Link zu diesem Buch verbreitet, sondern lediglich die Buchbesprechung der ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN zitiert. Es ist eine Schande und sie sind Teil davon und Sie werden sich irgendwann dafür verantworten müssen.‹


Aber ich erhielt auch dazu keine Antwort.


Da ich kein Interesse mehr daran hatte, in drei Monaten eine Reaktivierung zu beantragen, habe ich mir noch einen neuen Account erstellt und einen kurzen Beitrag über ›Zensur im Freitag‹ geschrieben, der auf die vorangegangenen Vorgänge hinweist aber dieser war nicht mal 15 Minuten online und der Account wurde ebenfalls gesperrt. Den Artikel habe ich leider nicht kopiert und auch nicht mehr im Kopf, aber war auch nicht sonderlich wichtig. Hatte wahrscheinlich eh noch keiner gelesen.


Ich möchte noch anmerken, dass ich die Buchkritik von Herrn Albrecht Müller auf den Nachdenkseiten verurteile. Er argumentiert mit Dingen, von dem der normale Bürger nicht den Hauch einer Ahnung hat. Er scheint nicht zu bedenken, dass dieses Buch nicht Experten ansprechen soll wie er es einer ist, sondern normale Bürger. Wenn man sich selbst seit Jahren mit diesem Thema auseinandergesetzt hat, dann kann man natürlich Kritik-Punkte in diesem Buch finden. Wenn man dann das ganze Buch in Frage stellt, weil auf Seite 248 auf einmal etwas von ›linksgestrickten Redaktionen‹ steht, halte ich das nicht für richtig.

 

Wenn dem normalen Leser die Seiten davor gezeigt wurden, wie die hiesige Medienlandschaft funktioniert und wie diese unterwandert ist und dies alles mit Quellen unterlegt, dann kann man nicht das ganze Buch schlecht reden, nur weil man die Ansichten des Autors in Frage stellt. Herr Müller kritisiert auch noch, dass bereits aufgedeckte Tatsachen in dem Buch verwendet werden und verweist auf Beispiele, die besser zu dem Buchtitel gepasst hätten. Er schadet meiner Meinung nach seiner eigenen Sache. Den Bürger aufzuklären.

 

 

 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (40) zu diesem Artikel

13.10.2014 | 16:03

Dunja Wegl

Genau aus diesem Grund, habe ich seit 5 J. keinen Ferseher mehr, seit über 2 J. höre ich kein Radio, und jetzt lese ich auch keine Zeitungen mehr.


13.10.2014 | 08:49

Elisa

Die Aussagen der Kommentatoren kann ich nur bestätigen. DWN, MMnews und Freitag habe ich als relativ freie Presse eingeschätzt. Leider werden diese Info-Kanäle zunehmend eingeschränkt, es schleichen sich immer mehr Mainstream-Infos ein, kritische Kommentare werden nicht veröffentlicht. Und es ist unübersehbar, dass beauftragte Kommentatoren den allgemein system-kritischen Ton der Kommentare in genannten Medien zu neutralisieren versuchen, nicht selten, indem kritische...

Die Aussagen der Kommentatoren kann ich nur bestätigen. DWN, MMnews und Freitag habe ich als relativ freie Presse eingeschätzt. Leider werden diese Info-Kanäle zunehmend eingeschränkt, es schleichen sich immer mehr Mainstream-Infos ein, kritische Kommentare werden nicht veröffentlicht. Und es ist unübersehbar, dass beauftragte Kommentatoren den allgemein system-kritischen Ton der Kommentare in genannten Medien zu neutralisieren versuchen, nicht selten, indem kritische Kommentatoren abgekanzelt werden. Nimmt mich nur wunder, wie diese Zensur hinter der Kulisse wirklich abläuft. Da müssen Journalisten unter Druck gesetzt, will heissen erpresst, bedroht oder geschmiert werden.

Guten Journalisten sind solche Machenschaften zutiefst zuwider. Sie betreiben ihr Metier mit Herzblut, sind wie Spürhunde, die eine wichtige Fährte aufgenommen haben und diese unbeirrt verfolgen, wonach sie die Spur zur Wahrheit nicht mehr aus den Augen lassen. Sie setzen sich in alle Nesseln und verteidigen gegenüber allen Seiten, welcher politischen oder wirtschaftlichen Couleur auch immer, ihre Recherche mit Beweismaterial.
Leider wimmelt es im Journalismus aber auch von narzisstischen Wichtigtuern, die sich gerne von machttragenden Kreisen portieren und prächtig entlohnen lassen.

Die Medien allgemein werden in der kommenden Zeit böse Durststrecken erleben, denn dort wird das Publikum unerbittlich den Weizen von der Spreu scheiden. Das wird ein längerdauernder Prozess sein, denn die Menschen brauchen ihre Zeit zu begreifen, dass sie jahrzehntelang angelogen und manipuliert wurden. Schliesslich müssen sie sich dabei selbst auch eingestehen, dass sie darauf hereingefallen sind. Keine erbauliche Selbsterkenntnis. Nur eine relativ freie Presse wird sich durchsetzen können, die anderen Info-Kanäle werden vom Publikum abgewürgt, indem sie immer weniger gelesen oder gehört werden.


13.10.2014 | 02:48

Golsa

Leider gibt es nicht nur geschmierte Journalisten sondern auch bezahlte Kommentarschreiber die dann im Forum unterhalb des Artikels nocheinmal kritischen Lesern mit der "Keule" eines drauf geben wollen. Damit auch ja der Inhalt des Artikels nicht angezweifelt wird. Es wird also mit mehreren Methoden gegen die Leserschaft gearbeitet! Interessanterweise werden dann auch die "bezahlten Kommentare" nicht gelöscht, selbst wenn sie gegen die Netiquette verstoßen...

Leider gibt es nicht nur geschmierte Journalisten sondern auch bezahlte Kommentarschreiber die dann im Forum unterhalb des Artikels nocheinmal kritischen Lesern mit der "Keule" eines drauf geben wollen. Damit auch ja der Inhalt des Artikels nicht angezweifelt wird. Es wird also mit mehreren Methoden gegen die Leserschaft gearbeitet! Interessanterweise werden dann auch die "bezahlten Kommentare" nicht gelöscht, selbst wenn sie gegen die Netiquette verstoßen sondern hauptsächliche die kritischen Kommentare gegenüber dem Artikel. Gerade bei welt.de ist im Kommentarbereich gut zu beobachten, wie bestimmte registrierte Schreiberlinge (rote Namen) ihr Bashing auf die obersten Positionen zu platzieren versuchen, damit diese als erstes gelesen werden. Und es ist zu beobachten, wie resistent die Kommentare gegenüber der Moderation sind selbst wenn alle anderen artikelkritischen Kommentare Stunden später gelöscht wurden. Vermutlich ist die Löschung auch nicht zufällig passiert sondern wurde organisiert.


12.10.2014 | 16:00

Der enttäuschte Bürger

@Internetleser! Leider dämmert es nicht sehr vielen Leuten in diesem unseren Demokratisch geführten Lande! Ich habe jetzt in meinem Umfeld sehr viele Leute auf das Thema der Mediengleichschaltung angesprochen und die halten das alles für bahre Münze, was denen vorgekaut wird. Kann natürlich sein, das es Bereiche in der BRD gibt, wo die Menschen besonders, äh geblendet sind. Leider muß ich da auch sogar die eigene Verwandschaft mit einbeziehen. Das Problem ist, daß die meinsten...

@Internetleser! Leider dämmert es nicht sehr vielen Leuten in diesem unseren Demokratisch geführten Lande! Ich habe jetzt in meinem Umfeld sehr viele Leute auf das Thema der Mediengleichschaltung angesprochen und die halten das alles für bahre Münze, was denen vorgekaut wird. Kann natürlich sein, das es Bereiche in der BRD gibt, wo die Menschen besonders, äh geblendet sind. Leider muß ich da auch sogar die eigene Verwandschaft mit einbeziehen. Das Problem ist, daß die meinsten Leute sich überhaupt keinen Kopp machen, was Politik angeht. Manche Leute sind einfach so blöööde, das man sie für ihre Dummheit des Nichtbegreifens ( Nicht Nachdenkens) einsperren sollte. Das beste was ich bisher als Antwort auf zum Beispiel: TTIP bekommen habe war: Ja und, ist mir doch egal. Das sagte mir ein Landwirt,, der duch diesen Genschrott selbst davon betroffen sein wird, wenn das so abgeschlossen wird. Er hat auch noch nie etwas von TTIP oder Ceta gehört. Naja, die Regierung hat ja 20 Jahre Zeit gehabt, die Leute so Politik verdrussen zu machen. Ich würde inzwischen am liebsten weglaufen. Ja wo hin denn wohl?! Nach Russland. Auch wenn es da nicht die Demokratie gibt wie hier(aber da kann ich ja durchaus drauf verzichten) werde ich da warscheinlich ein besseres und gesünderes Leben führen als hier. Selbst wenn ich dort keine Bananen kaufen könnte . Dort gibt es noch Zukunft, hier bestimmt nicht mehr. So südliche Taiga, das könnte ich mir gut vorstellen. Da sollen ja immer noch sehr viele ehemals deutsche wohnen (leben) (klingt besser). Genung für Heute


12.10.2014 | 12:42

Christian Peterle

@Gerd: Ihr gestriger Beitrag Gefällt mir, für das Klicken eines "like Buttons" fehlt mir aber -zum Glück. der techn. Zugang. Ansonsten kann ich ich so ziemlich alles unterschreiben was Sie da verstanden haben. Was ich gerne wissen würde: Welche Lösung können Sie für eine/diese Gesellschaft anbieten, die an Lösungen überhaupt nicht interessiert scheint ? Die Menschen heute verstecken sich hinter ihrem elektronischem Unterhaltungschutzwall,sehr richtig, und wir sind...

@Gerd: Ihr gestriger Beitrag Gefällt mir, für das Klicken eines "like Buttons" fehlt mir aber -zum Glück. der techn. Zugang. Ansonsten kann ich ich so ziemlich alles unterschreiben was Sie da verstanden haben. Was ich gerne wissen würde: Welche Lösung können Sie für eine/diese Gesellschaft anbieten, die an Lösungen überhaupt nicht interessiert scheint ? Die Menschen heute verstecken sich hinter ihrem elektronischem Unterhaltungschutzwall,sehr richtig, und wir sind eine einzigartige bewegliche Masse geworden, die nach Belieben - ich schätze mal von weltweit max. 100 Personen- herum geschubst werden kann. Was mich sehr interessiert: Wie lange wird das noch dauern, bzw. gibt es überhaupt außerhalb wirtschaftlicher Gründe, die das persönliche Wohl anbelangen, irgendwelche Faktoren, die diese hypnostisierte Masse aufwachen lässt ? Für mich wird der Dreiteiler Matrix immer mehr und mehr zur Realität, je länger ich darüber nachddenken muss.


12.10.2014 | 11:10

André

Die Buchkritik auf den NachDenkSeiten finde ich sehr gut. Es ist wichtig das darüber gesprochen und geschrieben wird. http://www.nachdenkseiten.de/?p=23539 Es zeigt, dass da noch mehr geschmierte Journalisten zum aufdecken währen!!!!

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