Wednesday, 28. September 2016
21.11.2015
 
 

Keine Gleichstellung mit den Kirchen – Ändern Grüne ihre Islampolitik?

Redaktion

Die vier großen muslimischen Dachorganisationen in Deutschland können nicht den Kirchen gleichgestellt werden. Sie seien keine Religionsgemeinschaften, sondern »national, politisch oder sprachlich, nicht aber bekenntnisförmig geprägt«. Diese Ansicht vertreten führende Repräsentanten von Bündnis 90/Die Grünen.

 

In einem Positionspapier beschreiben der Parteivorsitzende, Cem Özdemir, und der religionspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Volker Beck, die vier Verbände – Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB), Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland, Verband der Islamischen Kulturzentren und Zentralrat der Muslime in Deutschland – als religiöse Vereine, für die der besondere Schutz des Grundgesetzes nicht gelte.

 

Unbestritten sei jedoch ihr Recht, ihr Leben nach ihren religiösen Vorstellungen auszurichten, »solange dies nicht im Konflikt zu den Grundrechten Dritter steht«. Einen Anspruch, Religionsunterricht zu erteilen, hätten sie jedoch nicht. Zudem repräsentierten sie nur einen kleinen Teil der in Deutschland lebenden Muslime. Dass der Staat sie anderen islamischen Gemeinschaften vorziehe, sei »weder religions- noch integrationspolitisch wünschenswert«.

 

DITIB hat 150.000 Mitglieder, der Islamrat über 50.000, der Zentralrat etwa 15.000 und die Kulturzentren 24.000 Mitglieder. In Deutschland leben inzwischen über fünf Millionen Muslime.

 

Humanisten: Neuorientierung der grünen Islampolitik

 

Nach Ansicht des Humanistischen Pressedienstes hpd stellt das Positionspapier eine Abkehr von der bisherigen grünen Islampolitik dar. Bei der Bundesdelegiertenkonferenz vom 20. bis 22. November in Halle (Saale) werde es für lebhafte Debatten sorgen.

 

Bisher hätten die Grünen »religiöse Migrantenorganisationen weitgehend unkritisch – unabhängig von ihren religionspolitischen Zielen und Aussagen – als Bereicherung der deutschen Gesellschaft begrüßt«.

 

Die Neuorientierung verschließe nicht länger die Augen vor der Realität: »Bedenken ergeben sich für Özdemir und Beck beispielsweise hinsichtlich des Islamrats wegen der dortigen Mitgliedschaft von Milli Görüs, hinsichtlich des Zentralrats der Muslime u.a. wegen immer wieder genannter Verbindungen zur Muslimbruderschaft«.

 

Ministerialrat a.D.: Wer Juden tötet, kann sich auf Mohammed berufen

 

Die vier Verbände haben sich zum Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) zusammengeschlossen. In dessen Geschäftsordnung heißt es: »Koran und Sunna des Propheten Mohammed bilden die Grundlagen des Koordinationsrats.« Darauf weist der frühere Leitende Ministerialrat im baden-württembergischen Innenministerium, Rainer Grell (Stuttgart), in einem Beitrag für das Internetportal »Die Achse des Guten« hin, das von dem Journalisten Henryk M. Broder betreut wird.

 

Grell zufolge werden die vom Propheten Mohammed vor 1.400 Jahren gesprochenen Worte auch heute noch als verbindliche Anweisungen für jeden strenggläubigen Muslim angesehen. Beispielsweise habe Mohammed zum Kampf gegen Juden aufgerufen.

 

Die Konsequenz laut Grell: »Wer Juden tötet, kann sich durchaus auf den Propheten des Islam berufen.« Wenn die Verbände das anders sähen, »müssten sie erklären, wie die betreffende Aussage in der KRM-Geschäftsordnung zu verstehen ist«.

 

Zwar äußerten sich führende Muslime immer wieder kritisch zu Terroranschlägen islamistischer Organisationen oder Täter. Ihre Proteste klängen jedoch viel überzeugender, wenn sie die »Ewigkeitsgarantie« für Mohammeds Aussagen in ihrer Geschäftsordnung erläuterten, so Grell.

 

 

 

.

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Rot-Grün setzt Journalisten unter Druck, damit sie nicht über Straftaten von Asylbewerbern berichten

Stefan Schubert

Es ist einfach unfassbar, was sich dieser Tage in Deutschland abspielt. Ein Block aus Grünen, SPD und CDU hat ein ganzes Land in Geiselhaft genommen und jeder, der sich der vorgegeben Linie nicht unterordnet, wird eingeschüchtert, öffentlich diskreditiert und anschließend auf dem medialen Scheiterhaufen verbrannt.  mehr …

Rot-Rot-Grüner Sozialismus am Ende: Nur noch pöbeln und prügeln

Heinz-Wilhelm Bertram

Die endlosen Flüchtlingsströme legen schonungslos offen, wie sozialistische Politik zwangsläufig enden muss: in geradezu anarchischer Heillosigkeit mit gnadenloser Ausbeutung der Bürger, die noch dazu bepöbelt und von linken Schlägertrupps verprügelt werden.  mehr …

AfD bietet dem grünen Realo Boris Palmer politisches Asyl

Markus Mähler

Der Grünen-Politiker Boris Palmer verteidigt die von ihm geforderte radikale Kurswende in der Flüchtlingspolitik: »Die Kanzlerin kann nicht immer ›Wir schaffen das‹ rufen und selber nichts schaffen.« Palmer sah seine Partei bereits im September vor einem »Realitätstest«. Doch die geht nun auf Konfrontation zum »Bescheidwisser« Palmer. Die AfD  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Asyl-Desaster: Die Kanzlerin »gefährdet den sozialen Frieden im Land«

Markus Mähler

SOS von der Flüchtlings-Front: Uwe Brandt ist die Stimme der heillos überforderten Bürgermeister im Land. Er fordert im Interview mit der Jungen Freiheit, dass sich die Bundeskanzlerin »von ihrer bisherigen Position weitgehend abwenden muss«. Ansonsten droht 2020 der Kollaps von Staat und Gesellschaft: »Zwanzig Millionen Menschen mehr im Land«,  mehr …

Regierungsbezirk Arnsberg: Wo Ärzte Waffen tragen

Udo Ulfkotte

Im sauerländischen Regierungsbezirk Arnsberg fühlen sich islamische Terroristen besonders wohl. Und die Bevölkerung fühlt sich im Stich gelassen. Was kaum einer weiß: Ärzte dürfen wegen der Gefahr im Regierungsbezirk Arnsberg eine Schusswaffe tragen – mit der Waffe zur Visite.  mehr …

Rot-Grün setzt Journalisten unter Druck, damit sie nicht über Straftaten von Asylbewerbern berichten

Stefan Schubert

Es ist einfach unfassbar, was sich dieser Tage in Deutschland abspielt. Ein Block aus Grünen, SPD und CDU hat ein ganzes Land in Geiselhaft genommen und jeder, der sich der vorgegeben Linie nicht unterordnet, wird eingeschüchtert, öffentlich diskreditiert und anschließend auf dem medialen Scheiterhaufen verbrannt.  mehr …

Orbáns Schuldzuweisung: Soros verantwortlich für die Flüchtlingskrise

Andreas von Rétyi

Der wegen seiner Flüchtlingspolitik weithin verschriene ungarische Premier Victor Orbán hat sich vor Kurzem unmissverständlich zu George Soros und seiner Rolle bei den aktuellen Ereignissen geäußert. Demnach ist der Multimilliardär mitverantwortlich für die riesige Migrationswelle. Orbáns Behauptungen stoßen weiter auf Empörung und heftige  mehr …

Werbung

Mohamed – Eine Abrechnung

Eine Abrechnung!

Die Biographie Mohameds wurde 200 Jahre nach dessen Tod verschriftlicht - mit politischer Intention: Muslimische Fürsten suchten ihre Position zu sichern und dem christlichen Jesus eine eigene, die Herrschaft legitimierende Erlöserfigur entgegenzusetzen. Dennoch hat sich das ambivalente Bild eines sich radikal verändernden und unter psychischen Problemen leidenden Menschen erhalten. Hier der milde, dort der gewalttätige Mohamed. Hamed Abdel-Samad zeichnet in seiner biographischen Skizze nach, welche bis heute verhängnisvollen Folgen aus diesen Traditionen erwachsen.

mehr ...

Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.