Tuesday, 28. June 2016
02.05.2011
 
 

Maikrawalle: Von wegen friedlich. Polizei: »Tausende Vermummte wollten verletzen und zerstören«

Redaktion

Es ist schon interessant, wie unterschiedlich Menschen die Welt wahrnehmen und bewerten, oder, noch besser, Journalisten. Da hatten sich rund um den ersten Mai tausende Polizisten vor allem in Berlin und Hamburg nach allen Kräften für die Sicherheit der Bürger eingesetzt, hatten sich angreifen, bewerfen, bedrängen und verletzen lassen. Allein in Hamburg brannten am Wochenende 28 Autos, drei Mannschaftswagen der Polizei und ein Bundeswehrkombi gingen ebenso in Flammen auf.  Und dann melden am heutigen Montag einige, vor allem linksgerichtete Medien, wie friedlich und harmlos die Maikundgebungen dieses Jahr gelaufen seien. Den Vogel abgeschossen hat die taz, die ihren aktuellen Artikel übertitelte: »Friedliche Feste, wenig Randale«. Friedliche Feste? Die Gewerkschaft der Polizei sieht das jedenfalls völlig anders.

Sie hat sich in Berlin entsetzt über das Ausmaß der Gewalt rund um den 1. Mai gezeigt. »Was in den vergangenen Nächten abgelaufen ist, hat mit Demonstrationsfreiheit nichts zu tun. Hier waren Tausende Vermummte unterwegs mit dem klaren Ziel, zu verletzen und zu zerstören«, sagte der GdP-Bundesvorsitzende Bernhard Witthaut heute.

Er forderte, Parteien und politische Organisationen, die sich nicht nachdrücklich von der Straßengewalt distanzierten, jegliche Unterstützung zu entziehen. »Das vorgeschobene Gerede von Antifaschismus und Antikapitalismus ist reine Augenwischerei. Es dient nur als Vorwand für Krawall«, so Witthaut.

Einmal abgesehen davon, dass das Resümee des Maiwochenendes alles andere als lustig ist, kann man trotzdem glücklicherweise sagen: Dass die befürchteten, ganz schweren Ausschreitungen in Hamburg und Berlin ausgeblieben sind, ist alleine der neuen Taktik und Umsichtigkeit der Polizei zu verdanken. Sie bremste die Chaoten im wahrsten Sinne des Wortes aus, die sicherlich anderes vorhatten.

Ein Blick nach Hamburg: Die Demo für den Erhalt der Roten Flora am Samstag ließ zunächst Schlimmes befürchten. Von den 4.000 Demonstranten waren nach Angaben der Hamburger Morgenpost etwa tausend gewaltbereit. Aus diesem »Schwarzen Block« heraus flogen immer wieder Steine und Böller. Am berühmten Astra-Turm in St. Pauli wurden Dutzende Scheiben zertrümmert, ein Bundeswehr-Kombi ging in Flammen auf. Gegen 19 Uhr rissen die Chaoten den Bauzaun um das Baugelände des geplanten IKEA-Möbelhauses ein. Bei weiteren Krawallen in  Altona wurden drei Mannschaftswagen der Polizei demoliert, Autos beschädigt, Müllcontainer angesteckt. Insgesamt brannten am ersten Mai-Wochenende 28 Autos.

Die Schlagzeile der linken taz klingt wie blanker Hohn: »Friedliche Feste, wenig Randale«. Wie konnte es dann wohl sein, dass die Polizei alleine in Hamburg dennoch 15 verletzte Polizisten und 73 festgenommene Demonstranten meldete, außerdem weitere 78 Chaoten, die in Gewahrsam genommen wurden? Die Polizei war hier mit bis zu 2.300 Beamten im Einsatz. Schön friedlich, oder was?

Die neue Taktik der Hamburger Polizei hat Schlimmes verhindert. Der leitende Polizeidirektor in Hamburg hat den Spieß diesmal einfach umgedreht und »die Schanze«, das Lieblingsgebiet des »Schwarzen Blocks«, vorzeitig mit Polizeibeamten besetzt. Als die ersten Demonstranten eintrafen, war die »Rote Flora« von Hundertschaften und Wasserwerfern umstellt, so die Hamburger Morgenpost. Zwar flogen dann wie üblich erste Steine und Flaschen. Doch die Beamten griffen sofort hart durch. Die Randalierer zogen sich frustriert zurück. Gegen 23:18 Uhr zertrümmerten sie am Bezirksamt Eimsbüttel 35 Scheiben. Auch das Lokal »Riverkasematten« (gehört Flora-Besitzer Kretschmer) an der St. Pauli Hafenstraße wurde durch Steinwürfe beschädigt. Doch in der Schanze kamen die »Hasskappen-Träger« einfach nicht zum Zug, so das Blatt.

Der neue Hamburger Innensenator Michael Neumann  hatte der Polizei volle Rückendeckung gegeben, etwa bei der politisch heiklen Einrichtung des »Gefahrengebiets«. Die Taktik, so Neumann heute froh, sei »vollständig aufgegangen«.

Auch in Berlin wären die Ausschreitungen heftiger ausgefallen, wenn die Polizei nicht gleich hart durchgegriffen hätte. Zwar war es am Wochenende auch hier zu Randale gekommen. Vor allem, weil die Demonstranten durch die neue Strategie der Beamten frustriert waren, bewarfen Linksautonome die Polizisten am Neuköllner Hermannplatz mit Steinen und Flaschen. Doch auch hier half konsequentes Einschreiten.

Es ist kurios, dass die Zeitung taz in ihrem Online-Artikel »Friedliche Feste, wenig Gewalt« ausgerechnet Schilderungen wie die folgende selbst platziert: »Auf der Werbellinstraße kam es zu kurzen aber heftigen Zusammenstößen zwischen Polizisten und Demonstranten. Zwei Hundertschaften der Polizei gerieten kurzzeitig in einen Hinterhalt und wurden heftig bedrängt. Kurze Zeit später vermeldete die Polizei: »Die Demo ist offiziell aufgelöst.« Laut Polizei zog sich der Veranstalter zurück, weil er die Situation nicht mehr im Griff hätte. Das Ende der Demo wurde auf den Hermannplatz verlegt. Dort kam es zu weiteren Ausschreitungen…….«

Und es ist auch weiter die taz, die schreibt: »Es sieht so aus, als hätte die Polizei jetzt ihre Strategie geändert. Sie hat eine breite Polizeikette gebildet und drängt die Demonstranten jetzt sehr aggressiv unter der U-Bahn-Unterführung weg. Dabei geht sie massiv mit Pfefferspray gegen alle vor, die ihr im Weg stehen. Weitere dutzende Menschen müssen behandelt werden. Einige Verletzte bluten aus der Nase. Teilweise reagieren die Demonstranten mit Flaschenwürfen. Anscheinend hat die Polizei damit ihre Schlendertaktik aufgegeben«.

Friedliches Fest? Wenig Randale? Es scheint eine gehörige Portion Realitätsverlust vorzuherrschen, wenn man die Wahrheit nicht erkennt, vielleicht, weil nicht sein kann, was nicht sein darf?

Man kann dem GdP-Bundesvorsitzenden Bernhard Witthaut nur zustimmen: »Es ist der Umsicht und der professionellen Einsatztaktik der Polizei zu verdanken, dass nicht eine größere Anzahl von Verletzten zu beklagen ist. Dafür haben auch die konsequenten Festnahmen der Polizei gesorgt«. Und er mag wohl auch nicht ganz falsch liegen, wenn er »das vorgeschobene Gerede von Antifaschismus und Antikapitalismus als reine Augenwischerei« anprangert, das nur als Vorwand für all die Gewalttaten und Krawalle diene.

Man kann nur hoffen, dass die Polizei bei dieser neuen Taktik bleibt. Und dass sich dies bei den linksradikalen Chaoten so schnell wie möglich herumspricht.

 

 


 

 

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