Mediale Hetzjagd: Ein christliches Krankenhaus und ein Vergewaltigungsopfer
Redaktion
Vor wenigen Wochen sorgte eine Meldung für großes Aufsehen, nach der ein mutmaßliches Vergewaltigungsopfer bei zwei kirchlichen Kölner Krankenhäusern angeblich abgewiesen wurde. Bei näherer Betrachtung entspricht nichts davon der Wahrheit.

Unlängst hat sich der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner bei einer Frau entschuldigt, die nach einer Vergewaltigung angeblich bei zwei kirchlichen Kölner Kliniken abgewiesen worden war. Der Bischof sagte: »Dieser Vorgang beschämt uns zutiefst, denn er widerspricht unserem christlichen Auftrag und Selbstverständnis.« Was der Frau widerfahren sei, hätte nie geschehen
dürfen. Es gebe keine kirchliche Anweisung, Vergewaltigungsopfer abzuweisen.
Doch was war wirklich geschehen? Kirchliche Würdenträger knickten jedenfalls unter dem ungeheuren Druck der Medien sofort ein. Und zwar, ohne zuvor zu recherchieren, was überhaupt geschehen war. Schließlich erklärten sogar die Sprecher der politischen Parteien, sie wollten katholische Krankenhäuser künftig dazu zwingen, auch Vergewaltigungsopfer zu behandeln. Der Düsseldorfer Landtag debattierte sogar über das Thema. Ebenfalls, ohne überhaupt zu wissen, was zuvor geschehen war.
Keiner kam auf die Idee, einmal nachzufragen. Man glaubte den reißerischen medialen Berichten, bezichtigte die Kirche schwerster Verfehlungen – und alle Zuhörer wurden sofort zu Gläubigen der Medien. Schauen wir uns also einmal die Wahrheit an.
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