Geschäftsführer Dr. Richard Rebmann
Sehr geehrter Herr Dr. Rebmann, sehr geehrter Herr Gayer,
wir, die Unterzeichner dieses Schreibens, haben am Samstag, dem 4. Februar 2012, in der Filderhalle in Leinfelden-Echterdingen vor 1.000 Zuhörern unter dem Veranstaltungsmotto »Europa vor dem Crash« als Redner Vorträge über die möglichen Gefahren der Euro-Krise gehalten. Der Verleger Jochen Kopp hatte Menschen aus allen Gesellschaftsschichten eingeladen, damit diese sich mithilfe der Vorträge aus unterschiedlichen Perspektiven ein Bild über mögliche Szenarien machen und rechtzeitig darauf vorbereiten konnten. Die Veranstaltung hatte keinen politischen Hintergrund und befasste sich ausschließlich mit Wirtschafts- und Finanzfragen. Moderiert wurde die Veranstaltung zur Euro-Problematik von Eva Herman.
Durch die einseitige mediale Berichterstattung Ihres Unternehmens, insbesondere durch Überschriften, die Auswahl von Zitaten vor und nach der Veranstaltung, wurden wir Redner ebenso wie die Moderatorin Eva Herman, der Verlag und nicht zuletzt die Gäste in Ihren Medien als mutmaßliche Rechtsextremisten und Rechtspopulisten bzw. als Besucher einer Veranstaltung mit solchen Inhalten diffamiert. Mitarbeiter Ihres Unternehmens haben beispielsweise in der Filder-Zeitung vom 3. Februar 2012 Professor Schachtschneider wahrheitswidrig zum NPD-Mann gemacht. In anderen Artikeln haben Ihre Medien behauptet, unsere Zuhörer seien möglicherweise Neonazis aus der Region. In weiteren Berichten haben Ihre Medien den Lesern suggeriert, dass bei unseren Vorträgen »strafrechtlich relevante Äußerungen« gefallen sein könnten. Und es wurde behauptet, dass von uns »verschwörungstheoretischer Rechtspopulismus verbreitet« werde. Ihre Mitarbeiter haben diese und ähnlich lautende rufschädigende Formulierungen wahrheitswidrig immer wieder verbreitet. Ihre Journalisten haben uns zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit gegeben, zu ihren schwerwiegenden Vorwürfen Stellung zu nehmen. Als Quelle für die Vorwürfe berufen sich Ihre Journalisten ohne innere Distanzierung und zumindest ausgewogene Gegendarstellung vielmehr beispielsweise auf die vom Verfassungsschutz beobachtete »Antifa«.
Bis heute können Sie nicht einen Zuhörer vorweisen, welcher der Veranstaltung rechtsradikale oder rechtspopulistische Inhalte hätte entnehmen können: Es gab sie schlicht nicht!
Wir erwarten eine Stellungnahme und fordern Sie dazu auf, die vor allem durch die einseitige Berichterstattung geförderten schwerwiegenden Beschuldigungen gegen uns in aller Form öffentlich richtig zu stellen beziehungsweise richtig stellen zu lassen.
Die Unterzeichner:
Professor Karl-Albrecht Schachtschneider
Professor Wilhelm Hankel
Professor Bernd-Thomas Ramb
Dr. Bruno Bandulet
Dr. Udo Ulfkotte
Jochen Kopp
Eva Herman
Rottenburg, den 13. Februar 2012