Wednesday, 1. June 2016
26.01.2014
 
 

Pippi Langstrumpf: Der Kinderklassiker auf dem Prüfstand der politisch Korrekten

Redaktion

Haben Sie in den vergangenen Tagen auch Ihre Ohren gespitzt, als es um die EU ging? Die politische Korrektheit führt gerade im ansonsten wenig erfolgreichen Brüssel zu einer wahren Flut an Vorschriften für den Literaturbetrieb. In diesem Zuge wurde bekannt, dass auch der alte Kinderklassiker Pippi Langstrumpf in Deutschland schlicht umgeschrieben wurde.

Wir alle wollen – oder sollen – politisch korrekt sein. Geschlechterunterschiede kennen wir am besten gar nicht mehr. Dies ist der feste Wille einiger Gutmenschen gewesen, der sich auch innerhalb der Bürokratie der EU immer mehr breit macht. Nach zahllosen Antidiskriminierungsdebatten und  verordnungen hat es nun beliebte Kinderbücher erreicht. In

Deutschland wurde – wie jetzt bekannt geworden ist – sogar das beliebte Abenteuer von Pippi Langstrumpf schon umgeschrieben.

 

Pippi Langstrumpf: Negerkönig ist Geschichte


Politisch korrekte Lektoren haben dafür gesorgt, dass es Eltern jetzt leichter haben – so wurde in den Medien berichtet –, Pippi Langstrumpf vorzulesen. Wo Generationen von Eltern unbedacht den »Negerkönig« – Langstrumpfs Vater – besprachen, haben sich in den vergangenen Jahren offenbar große Sorgen ergeben.

 

Kristina Schröder hatte sich in Deutschland – von vielen unbemerkt – fast persönlich darum gekümmert. Efraim Langstrumpf hieß nunmehr in Deutschland »Südseekönig«, und so können die Worte als Bezeichnung für den Vater »keinen Schaden mehr anrichten«, wie sie damals der Zeit anvertraute.

 

Auch die Brüder Grimm hatten sich vor etwa 200 Jahren offenbar zu weit aus dem Fenster gelehnt. Deren Märchen seien, Zitat: »oft sexistisch«. Daran hatten die Volkskundler wohl nicht gedacht und auch vergessen, sich um Heldinnen zu kümmern. Denn »da gibt es selten eine positive Frauenfigur«. Was auch damit zusammenhängen kann, dass die Grimms alte Sagen, Geschichten und Heldentaten zusammentrugen, in denen zu damaliger Zeit die politische Korrektheit noch keine große Rolle spielte.

 

Es dürfte eine Frage der Zeit sein, bis Sie auch Ihre Karl-May-Bücher aus dem Regal verbannen sollten – oder vielleicht sogar müssen, bevor es zu Hausdurchsuchungen kommt? Jedenfalls hatte sich Wolfgang Schäuble 2011 dahingehend zitieren lassen, dass »sein Islambild durch die Karl-May-Lektüre geprägt« sei. Aktuell stand die Kleine Hexe auf dem Prüfstand. Der Spiegel berichtet, dass der Verlag beschlossen habe, das Werk von »verfänglichen Wörtern zu säubern«. Wobei die Säuberungsaktion selbst ja auch verfänglich sein könnte.

 

Dies jedoch würde vielleicht eine niemals endende Diskussion, deshalb bleiben wir bei den Fakten: Vielleicht säubern Sie in Ihrem häuslichen Werk das Buch selbst – und streichen die Wörter vielleicht durch. Eine Szene handelt von Kindern, die sich als Türke, Chinesenmädchen und »Neger« verkleiden. Der Vorschlag: Denken Sie sich einfach andere Verkleidungen aus.

 

Und lesen Sie mehr von abenteuerlichen Versuchen, politisch korrekt zu sein.

 

 

 


 

 

 

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