Sunday, 26. June 2016
09.11.2010
 
 

»Nazi-Bücher«: »Süddeutsche«, »FAZ« und »Spiegel« in Erklärungsnot

Redaktion

Wussten Sie, dass die führenden deutschen Verlagshäuser den »Kampf gegen Rechts« mit dem Verkauf von »Nazi-Literatur« finanzieren? Und wussten Sie, dass die Gehälter von politisch korrekten Journalisten wie Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung), Frank Schirrmacher (Frankfurter Allgemeine Zeitung) oder Georg Mascolo (Der Spiegel) von ihren Arbeitgebern auch mit dem Verkauf von rechtsextremistischen Schriften verdient werden? Salomon Korn, Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, sieht es als »Skandal«, dass führende deutsche Verlage rechtsextremistisches Schriftgut vertreiben, das »eigentlich darauf aus ist, das demokratische System zu unterhöhlen und abzuschaffen«.

Von der Süddeutschen Zeitung bis hin zum Spiegel kämpft eine vereinte Meute von Qualitätsjournalisten an vorderster Front gegen alles, was nicht ins politisch korrekte Weltbild passt. Ganz besonders im Visier ist dabei alles, was rechts von der in den vergangenen Jahren weit nach links abgedrifteten CDU steht. Vor genau fünf Monaten wurden wir vom Kopp Verlag von renommierten deutschen Verlagshäusern wie etwa der Süddeutschen Zeitung bezichtigt, dass wir im Online-Buchshop auch einige wenige angebliche »rechtsextremistische« Bücher vertreiben. Der Schuss ging allerdings nach hinten los. Denn die Süddeutsche Zeitung und viele andere renommierte Verlagshäuser vertreiben die gleichen Produkte - und noch wesentlich mehr Bücher, die angeblich »rechtsextremistisch« sind.

Das alles war im Juli 2010. In den folgenden Wochen haben wir mit unseren Hinweisen eine breite Diskussion zu dieser Thematik im Internet und unter Journalisten angestoßen. Dabei wurde klar, dass die Süddeutsche Zeitung in ihrem Online-Shop sogar Bücher von NPD-Funktionären vertreibt. Die Süddeutsche Zeitung weigerte sich dann ausdrücklich, die von ihr vertriebenen NPD-Schriften aus dem Programm zu nehmen und ließ mitteilen, man wolle »keine Zensur betreiben«.

Die Süddeutsche, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Spiegel und viele andere stehen nun unter großem Druck. Denn jetzt ist es auch den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten aufgefallen, dass in den Online-Portalen vieler Verlage auch weiterhin in Massen umstrittene Bücher angeboten werden. Salomon Korn, der stellvertretende Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, sprach gegenüber dem ARD-Magazin Report Mainz von einem »Skandal«. Er sagte: »Es ist mir unverständlich, dass der gute Name dafür hergegeben wird, eine solche Literatur zu verbreiten, die eigentlich darauf aus ist, das demokratische System zu unterhöhlen und abzuschaffen.«

Geliefert werden sie nach Angaben des Börsenblatts vom Großhändler Libri, der auch die Bestellungen abwickelt. Auf Nachfrage von Report Mainz ließ Spiegel-Chefredakteur Georg Mascolo schriftlich mitteilen, man könne den Vertrieb rechtsextremistischer Literatur nicht verhindern. Wörtlich heißt es: »Eine Zensur durch Händler ist ausdrücklich untersagt. (...) Es gibt eine Verpflichtung zum ganz oder gar nicht«. Und der Verlag der FAZ teilte Report Mainz mit, eine Positivauswahl von Büchern sei nicht möglich.

Wenn Sie also das nächste Mal einen Artikel im Spiegel von Georg Mascolo, in der Süddeutschen von Heribert Prantl oder von irgendeinem Schreiber der FAZ lesen, in dem endlich mehr Engagement beim »Kampf gegen Rechts« von der Gesellschaft gefordert wird, dann wissen Sie, was Sie von den Verfassern der Zeilen zu halten haben. Die fordern von ihren Lesern gern alles Erdenkliche. Nur von ihnen selbst darf man um Himmels Willen nichts einfordern. Das wäre dann doch einfach zu viel verlangt. Ist es nicht schizophren, dass renommierte Verlage andere dafür kritisieren, dass sie solche Bücher verkaufen und es gleichzeitig selber tun? Report Mainz und auch das Börsenblatt (immerhin die Branchenpublikation des deutschen Buchhandels) fordern ja nichts anderes als die Zensur von Büchern. Wo will man da die Grenzen ziehen? Und wer entscheidet dann eigentlich, welche Bücher noch verkauft werden dürfen und welche nicht? Wie lange darf dann ein Thilo Sarrazin in Deutschland noch seine Bücher verkaufen? Immerhin haben im Börsenblatt erst unlängst Buchhändler ganz offen verkündet, dass sie Sarrazin in ihren Buchhandlungen boykottieren und auch auf ausdrücklichen Wunsch ihrer Kunden nicht verkaufen. Andere Buchhändler boykottieren die Bücher von Eva Herman oder Udo Ulfkotte. Angeblich findet eine Zensur in Deutschland nicht statt. Doch das Börsenblatt und auch Report Mainz sind auf dem besten Wege, genau diese zu unterstützen.

 

 


 

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