Wednesday, 25. May 2016
16.06.2014
 
 

Sparer aufgepasst: Wie der Windkraft die Luft ausgeht

Redaktion

Dem Homo oeconomicus geht es in erster Linie um die Nutzen- und Gewinnmaximierung! Es ist ihm ziemlich wurscht, womit er sein Geld verdient, Hauptsache, es vermehrt sich gut und redlich, wie die Karnickel vor der untergehenden Abendsonne in Wanne-Eickel. Denn wie der gute Vespasian, der alte römische Haudegen, schon zu sagen pflegte: Pecunia non olet! Aber beim Thema Geldanlage in Windkraft stinkt es derzeit gewaltig.

 

Nun haut der Homo oeconomicus auch schon einmal gerne lautstark auf den Tisch und stört besagte Behaglichkeit, wenn es mit der Vermehrung seiner Euro-Häslein nicht so läuft wie von ihm erhofft und von Dritten versprochen. So unlängst geschehen auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank am 22.05.2014 in Frankfurt. Unter anderem erhob bereits im Vorfeld der Versammlung die Verbraucherzentrale für Kapitalanleger, also in etwa so etwas wie der Deutsche Bundesverband des Homo oeconomicus, ihre Stimme und forderte den Vorstand der Deutschen Bank in einem offenen Brief auf, das Engagement der Bank in Sachen Erneuerbare Energien kritisch zu überprüfen und insbesondere die problematische Zusammenarbeit mit der Firma juwi AG (Wörrstadt) zu überdenken.

 

Im Klartext, jede Menge Leute waren in den letzten Jahren dem grün-roten Wir-retten-das-Weltklima-mit-Solar-und-Windenergie-und-Ihr-verdient-Euch-dabei-eine-goldene-Nase-und-dürft-Euch-auch-noch-total-voll-toll-fühlen-Gefasel auf den Leim gegangen und hatten dabei Geld verloren. Tja, und da versteht der Homo oeconomicus dann gar keinen Spaß mehr, auch wenn man ihm noch so viele schöne Geschichten von sich lautlos drehenden, sich in die Natur einschmiegenden Windmühlen erzählt.

 

Die Fakten sehen gar nicht gut aus für die Branche der sogenannten Erneuerbaren Energien. Das wusste auch das Leipziger Institut für Energie GmbH in seinem EEG-Bericht 2014 im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zu berichten. Der Sachverständigenrat der Bundesregierung kommt zu dem Ergebnis, dass die bisherige Konzeption der »Energiewende« offensichtlich gescheitert sei.

 

Und wenn der Homo oeconomicus dann auch noch erfährt, dass die Deutsche Bank, an der er mit seinem liebgewonnenen Euro-Häslein beteiligt ist,  in eine offensichtlich vor dem Kollaps stehende Branche und in ein ins Zwielicht geratenes Unternehmen namens juwi jede Menge Geld investiert, dann wird er schon mal richtig sauer. In Wahrheit kracht es gewaltig im Gebälk.

 

Eine interessante Randnotiz ist die Tatsache, dass es der ehemalige Pressesprecher der Firma juwi, Herr Ralf Heidenreich ist, der nun mit seinem Artikel in der Allgemeinen Zeitung auf die erneute wirtschaftliche Schieflage des Wörrstädter Unternehmens aufmerksam macht. Er wird wohl wissen, wovon er berichtet!

 

Indes mehren sich auch die Indizien, dass juwi immer mehr die Luft ausgeht. In der Verbandsgemeinde Bad Marienberg (Westerwald) plante das Unternehmen seit über zwei Jahren einen Windpark mit bis zu 26 über 200 Meter hohen Windkrafträdern zu errichten.

 

Ähnlich skandalträchtig wie in Neu-Anspach (Hessen) und im Soonwald (Hunsrück) hatte juwi auch dort mit den beteiligten Ortsgemeinden bereits Gestattungsverträge abgeschlossen, um sich das Projekt frühzeitig auch gegen einen möglichen Protest und Widerstand aus der Bevölkerung zu sichern. Die Politiker in der Region haben damit für lange Zeit die Wut der Bürger auf sich gezogen.

 

Doch vollkommen unerwartet und absolut untypisch für das zum Teil gnadenlos agierende Unternehmen trat juwi Ende Mai 2014 still und leise von den Gestattungsverträgen zurück. Was hat das Unternehmen zu diesem klammheimlichen Rücktritt bewogen? Ist die Finanzausstattung des Unternehmens so dünn geworden, dass sich juwi auf kleinere und sicherere Projekte konzentrieren muss?

 

In der Juni Ausgabe des deutschen Wirtschaftsmagazins Bilanz auf Seite 14 heißt es: »Windige Geschäfte, Die fälschlicherweise gefeierte juwi AG braucht dringend Geld. Die Geschäftsmethoden der Gründer sind Gegenstand von Untersuchungen, Anleger fürchten um ihr Geld. Ein neuer Fall Prokon?«

 

Im August 2013 bezeichnete juwi den Konsortialkredit von 13 Banken in Höhe von 252 Millionen Euro als »Meilenstein« und »wichtiges Signal für die Energiewende«. Allein das Investitionsvolumen für den Windpark in der Verbandsgemeinde Bad Marienberg hätte diese Summe weit überschritten. Da verwundert es nicht, dass der letzte Geschäftsbericht aus dem Jahr 2011 vorliegt. 2012 und 2013 fehlen weiterhin! In der Schweiz befindet sich die juwi Swiss AG offenbar bereits in Auflösung.

 

Den geldgierigen Homo dominantius oecologicus werden alle diese Argumente nicht interessieren. Er wird sie wie immer als unsachlich und unqualifiziert abtun und zu guter Letzt mit der energiepolitischen Nazikeule »der Drohung mit der Atomkraft« niederknüppeln.

 

Aber mit den Erneuerbaren Energien ist offenkundig kein Geld zu verdienen, weil weder Wind noch Sonne in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Wir leben offenkundig in einer Diktatur der Dummen. Denn noch immer investieren Menschen ihr sauer erspartes Geld in Windkraft, weil die Politik das so empfiehlt.

 

 

 


 

 

 


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