Sonntag, 11. Dezember 2016
08.02.2016
 
 

Berliner IS-Terrorzelle: Über die Balkanroute eingesickert

Stefan Schubert

Wer die ansteigende Kriminalität mit den Flüchtlingsmassen in Verbindung brachte, wurde vor den Sex-Attacken von Köln noch als Rechtspopulist und Schlimmeres bezichtigt. Nach der Anti-Terror-Razzia in drei Bundesländern ist jetzt die nächste Lüge des Mainstreams in sich zusammengefallen. Danach würde die stattfindende muslimische Masseneinwanderung nicht mit islamistischem Terrorismus in Verbindung stehen.

 

Eine moderne Turnhalle im sauerländischen Attendorn wurde eigens für Farid A. (34) geräumt und mit viel Steuergeldern und personalintensivem Einsatz als Erstaufnahmelager für Flüchtlinge hergerichtet. Mit baulichen Maßnahmen wurde versucht, so gut wie möglich Privatsphäre zu schaffen, damit sich der syrische Bürgerkriegsflüchtling, seine vollverschleierte Ehefrau und seine zwei Kinder wohl fühlen.

Das Problem ist: Bei Farid A. handelt es sich nicht um einen syrischen Bürgerkriegsflüchtling, sondern um einen Militärkommandanten des Islamischen Staates. Er wird zudem verdächtigt, an Gräueltaten beteiligt gewesen und gezielt nach Deutschland geschickt worden zu sein, um Terroranschläge zu verüben.

 

Wie beim Islamischen Staat üblich, nahm er in dessen Wirkungsbereich einen neuen Kampfnamen an. Farid nannte sich dort Abu Al-Jarah Al-Jazairi ‒ »Der Schlächter aus Algerien«.

 

Dies alles war den deutschen Behörden unbekannt. Wie auch? Ein Bundespolizist war erst am Wochenende im Fernsehen interviewt worden, wonach sich bis zu 600 000 Einwanderer in Deutschland befinden, die über die Balkanroute eingereist sind und weder polizeilich kontrolliert noch einer Identitätsfeststellung unterzogen worden sind.

 

Die polizeiliche Personalienfeststellung im Asylchaos der Bundesregierung sieht ungefähr so aus. Ein nicht vereidigter, in der Regel arabischstämmiger Dolmetscher fragt den Einwanderer nach seinem Namen und seiner Nationalität. Pässe führen die Hunderttausenden trotz einem Dutzend Grenzüberquerungen größtenteils nicht mehr bei sich.

 

Wenn der Migrant dann antwortet, er heiße Ali Baba und sei ein syrischer Bürgerkriegsflüchtling aus Aleppo, und der Dolmetscher nickt, dann stellt ihm der deutsche Beamte ein amtliches Passersatzdokument unter dem Namen Ali Baba aus. Das war es.

 

Ein Abgleich mit den Daten der 16 Bundesländer findet ebenso wenig statt wie mit europäischen Behörden oder gar den nordafrikanischen Herkunftsländern. Weder die Kanzlerin noch der Bundesinnenminister oder gar der Bundesjustizminister lässt irgendwelche Anstrengungen erkennen, diese unhaltbaren Umstände zu beenden.

 

Deutsche Sicherheitsbehörden tappten mal wieder im Dunkeln

 

Im Staatsfernsehen von ARD und ZDF werden jetzt dem Bundesamt vom Verfassungsschutz die Lorbeeren zugeschoben, die Terrorzelle ausfindig gemacht und überwacht zu haben. Doch dies trifft nicht zu, der deutsche Dienst wurde erst vom algerischen Geheimdient darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Flüchtling Farid A. in Wirklichkeit um einen gesuchten Terroristen handelt.

 

Auch die in der Presse nun veröffentlichen Bilder des Flüchtlings dürften aus dieser Quelle stammen. Dort posiert »Der Schlächter« einmal mit Kalaschnikows und Sprengstoff. Auf anderen Bildern sieht man ihn inmitten hingeschlachteter Menschen.

 

Auch existieren Bilder von Farid, die ihn beim Essen mit Planern und Hintermännern der Pariser Terrorattacken zeigen. Ein weiteres Mitglied der Berliner Terrorzelle, Abbas A. (25), wurde in einer Flüchtlingsunterkunft bei Hannover festgenommen. Auch er reiste im Flüchtlingsstrom versteckt nach Deutschland ein. Abbas A. gilt als Verbindungsmann in die Terroristenhochburg Brüssel-Molenbeek.

 

Von dort aus reisen die islamistischen Terroristen nach Belieben durch ganz Europa, begehen ihre Morde und tauchen anschließend dort wieder unter. Schengen sei Dank. Für die Kommunikation benutzte die Berliner Terrorzelle eine verschlüsselte Chat-Software, die die deutschen Behörden nicht entziffern konnten.

 

Laut einem Ermittler gilt die jüngst aufgeflogene Terrorzelle als höchst professionell. Sie war in ihrer Organisationsfähigkeit, der Vorgehensweise, mit ihrem militärischen Background und mit den Kontakten zur IS-Terrorristen-Spitze bislang in Deutschland beispiellos. Und dies alles von deutschen Behörden völlig unerkannt. Erst der algerische Geheimdienst musste den deutschen Inlandsgeheimdienst darauf hinweisen, wer dort tatsächlich im Flüchtlingsstrom mit eingereist war.

 

Ein sicherheitspolitischer Offenbarungseid nach dem nächsten

 

Erst am Sonntag wurde ein weiterer Flüchtling in Rheinland-Pfalz als IS-Kommandeur und potenzieller Selbstmordattentäter enttarnt und festgenommen. Auch in diesem Fall waren die deutschen Behörden völlig ahnungslos. Erst nachdem ein Nachrichtenmagazin Hinweisen von syrischen Aktivisten nachgegangen war und den Terroristen quasi auf dem Silbertablett serviert bekommen hatte, ordnete der Generalbundesanwalt die Festnahme an.

 

Die Aktivisten haben den Flüchtling als Bassam identifiziert. Er hat aufseiten der Terrormiliz IS in einer Einheit in al-Kasra als Militärkommandeur gekämpft. Der Flüchtling aus dem rheinhessischen Sankt Johann soll direkt für den Tod Dutzender Menschen in Deir al-Sor und Umgebung verantwortlich sein. Zudem soll sich der Fanatiker freiwillig als Selbstmordattentäter gemeldet haben.

 

Auch die Wohnung eines Bekannten ließ der Generalbundesanwalt durchsuchen. Der Tatvorwurf bis jetzt: Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Auch Bassam nutzte die Türkei und die Balkanroute zur problemlosen Einreise nach Deutschland. Die Reise trat der Islamist mit mehreren zehntausend Dollar Bargeld an, die, so die Vermutung in Sicherheitskreisen, zur Finanzierung von Terroranschlägen gedacht waren.

 

In den französischen Medien sorgt derzeit die Veröffentlichung einer Zeugenaussage zu den Pariser Anschlägen für mächtigen Wirbel. Dabei handelt es sich um eine Bekannte des Chefplaners und Finanziers der Pariser Terrorattacken. Abdelhamid Abaaooud verriet durch ihre Aussage erst das Terrorversteck der Zelle und rettete dadurch hunderten Menschen das Leben.

 

Um ihre Identität zu schützen, benutzt sie das Pseudonym Sonia. Abaaooud, der nachweislich beliebig nach Deutschland ein- und ausreiste, machte ihr gegenüber eine besorgniserregende Aussage, die bisher fast keine deutsche Berichterstattung nach sich gezogen hat.

 

Demnach nutzte mit ihm ein 90-köpfiges IS-Terrorkommando den syrischen Flüchtlingsstrom, um unerkannt nach Frankreich und Deutschland einzureisen. Wörtlich wird die glaubwürdige Zeugin wie folgt zitiert: »Er hat mir erklärt, dass er ohne Ausweispapiere in Begleitung von Syrern, Irakern, Franzosen, Deutschen und Engländern eingereist sei, 90 seien sie gewesen.«

 

Unter Berufung auf westliche Geheimdienstkreise meldete das Wall Street Journal, dass bis zu 60 IS-Kämpfer aus Abaaoouds Gruppe nach Europa gelangt seien und unter anderem in Frankeich und Deutschland untergetaucht sind.

 

 

 

 

 

 

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