Wednesday, 25. May 2016
07.11.2015
 
 

Libanesischer Familienclan mischt im großen Stil im Schleusergeschäft mit

Stefan Schubert

Italien hat seine Mafia, Deutschland türkisch-arabische Familienclans. Der berüchtigtste dieser Clans ist bundesweit als »Miri-Clan« bekannt. Einer dieser Libanesen-Clans wurde nun Ziel einer Großrazzia in Niedersachsen, NRW und Baden-Württemberg. Dieser Clan kassierte bis zu 10 000 Euro pro Flüchtling ab. Das kriminelle Dienstleistungsangebot umfasst auch Luxus-Schleusungen per Flugzeug für gesamte Familien, Kostenpunkt: 90 000 Euro. Steuerfrei, cash und per Vorkasse, versteht sich.

 

Vor allem Syrer und Libanesen wurden von dem bestens organisierten Netzwerk geschleust, meist diente der Flughafen Istanbul als Drehscheibe. Die Schleusungen nutzen auch die offenen Grenzen des Schengen-Raumes aus, da die Illegalen zum Teil in Frankreich und Dänemark zwischengeparkt wurden, bis es weiterging.

Zuvor wurden die Flüchtlinge mit falschen Papieren ausgestattet und dann weiter nach Deutschland geflogen, oder einfach in den Bus gesetzt. Die teuerste, aber auch mit weitem Abstand bequemste Variante der illegalen Einreise ist die Schleusung per Flugzeug.

 

Verlangt wurde stets Vorkasse, sollten die gefälschten Papiere auffliegen, lag das finanzielle Risiko allein bei dem Flüchtling. Beschwerden oder gar ein 14-Tage-Umtauschrecht existieren in der kriminellen Parallelwelt nicht.

 

Morgens um 6:02 Uhr schlugen die Eisenrammen der Spezialkräfte insgesamt 24 Wohnungen auf. Federführend war die Bundespolizei, die mit 571 Beamten im Einsatz war. Aufgrund der Gefährlichkeit und Bewaffnung der Clanmitglieder wurde auch die GSG 9 eingesetzt.

 

Beschlagnahmt wurden Computer, gefälschte Ausweise, fünf Kilo Sprengstoff, Laservisiereinrichtungen für Gewehre, Pistolenmunition, 12 000 Euro Bargeld und zwei Macheten, davon eine offensichtlich mit Blut an der Klinge.

 

Der Schwerpunkt dieses Schleusernetzwerkes liegt in Essen, wo ein 24-jähriger Deutsch-Libanese verhaftet wurde. Dieser blieb auch die einzige Festnahme an diesem Tage. Zwar wird gegen insgesamt 17 Angehörige des Clans wegen gewerbsmäßiger Einschleusung von Ausländern und Urkundenfälschung ermittelt, die verbleibenden 16 Beschuldigten wurden jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt.

 

Die »Mhallamiye-Kurden«, eine Arabisch sprechende Volksgruppe, stammen aus bis zu 50 Dörfern in Südostanatolien (Türkei). In den 1920er Jahren wanderten viele als Wirtschaftsflüchtlinge in den Libanon aus und von dort, in den Jahren 1975 bis 1990, in drei Wellen nach Deutschland, vor allem nach Berlin, Bremen und Essen.

 

Natürlich gibt es auch dort einzelne Erfolgsgeschichten zu vermelden, aber der Großteil dieses Clans lebt von Hartz IV, Kindergeld und kriminellen Geschäften: Mord, Drogenhandel, Erpressung, Diebstähle, Raub und Überfälle werden den Clan-Mitgliedern vorgeworfen.

 

Die weiblichen Mitglieder der Familie leben selbst meist abgeschottet in den eigenen vier Wänden und tragen einen Schleier. Ihnen fällt vor allem die Aufgabe zu, ein Kind nach dem nächsten zur Welt zu bringen, so wie die 44-jährige Nadja K. aus Essen, die bereits 14 Kinder hat.

 

Der Staat zahlt dieser Familie nach dem Asylbewerberleistungsgesetz mehr als 2800 Euro monatlich. Der Erzeuger hat sich vor vier Jahren ins Ausland abgesetzt, da er keinerlei Lust verspürte, eine längere Haftstrafe anzutreten.

 

Familien mit 15, 16 Kindern sind in diesem Kulturkreis eher die Regel als die Ausnahme, genauso wie der Fall, dass der Cousin seine Cousine heiratet. Allein in Bremen leben 2600 Mhallamiye-Kurden in 31 Großfamilien.

 

Über die Hälfte von ihnen, 1466, sind bereits straffällig geworden, darunter 207 Vielfachtäter und 66 Schwerkriminelle. Vom einfachen Diebstahl bis hin zum Mord. Allein mit dem Drogenhandel soll der Miri-Clan in Bremen jährlich 50 Millionen Euro umsetzen.

 

In Essen wohnen bis zu 5000 Clanmitglieder, insgesamt leben etwa 15 000 Mhallamiye in Deutschland. Und es sind diese Familien, die ganze Stadtviertel in die viel zitierten No-Go-Areas verwandelt haben. Aus dem Clan heraus wird niemand abgeschoben, weder als abgelehnter Asylbewerber, was der Großteil der gesamten »Libanon-Kurden« ist, noch als schwerkrimineller Straftäter bis hin zum Mörder.

 

Deutsche Politiker unternehmen keinerlei Anstrengungen, dieses Staatsversagen endlich zu durchbrechen. Die Clanangehörigen vernichteten bei der Einreise einfach ihre Pässe und Papiere. Das allein reicht aus, um den Staat seit Jahrzehnten vorzuführen.

 

Ganz im Gegenteil, die Behörden belohnten diese Rechtsbrüche auch noch dadurch, dass mit der so genannten Altfallregelung mehr als der Hälfte der Volksgruppe die deutsche Staatbürgerschaft verliehen wurde. Eine Abschiebung ist damit niemals mehr möglich.

 

An spektakulären Verbrechen ist diese Familiengeschichte nicht arm: vom bewaffneten Überfall auf ein internationales Pokerturnier in Berlin über das Monopol am Drogenhandel in bestimmten Regionen und Rotlicht-Milieus bis hin zu Auftragsmorden. Die Libanesenclans mischen überall mit.

 

Der Berliner Islamforscher Ghadban sieht in den gefestigten Stammesverhältnissen die Hauptursache für die gescheiterte Integration. »Die tribalen Strukturen führen dazu, dass die Mitglieder eines Stammes alle außerhalb ihrer Familien als Feinde betrachten.«

 

Auch untereinander tragen diese Großfamilien ihre Streitigkeiten gewaltsam aus. Immer wieder eskalieren Streitigkeiten Einzelner zu Schießereien und Massenschlägereien mit hundert Beteiligten, die mit Messern, Knüppeln und Totschlägern aufeinander eindreschen.

 

Im libanesischen Milieu ist Selbstjustiz und Blutrache weit verbreitet. Selbst Auftragsmorde werden begangen, die Täter sitzen schon im nächsten Flieger in die Türkei und den Libanon, wenn die Polizei noch bei der Tatortaufnahme ist.

 

Auch der islamische Hintergrund der Familien verschärft die Situation. Faris A. schoss Abdul L. in Essen-Katernberg als Zeichen seiner Macht gezielt in den Fuß. Nur wenige Wochen später rächte sich der Bruder des Opfers mit einem Schuss ins Bein und bezichtigte sich völlig ohne Schuldbewusstsein dieser Tat, da ihm nach islamischem Recht die Vergeltung erlaubt sei.

 

Sollte es doch einmal im Rahmen der kriminellen Taten zu Gerichtsverhandlungen kommen, enden diese meist mit Freisprüchen der Beschuldigten. Zeugen werden eingeschüchtert oder gekauft und schweigen vor Gericht und ziehen ihre Aussagen wie Anzeigen zurück.

 

Bei den wenigen Gerichtsverhandlungen, die stattfinden, entwickelt sich oft ein erbärmliches Bild des Rechtsstaates: Die Zuschauerbänke sind mit Familienangehörigen voll besetzt, die schreien und nicht davor zurückschrecken, selbst jetzt noch Richter, Staatsanwälte und Zeugen zu bedrohen und einzuschüchtern.

 

Kürzlich saßen drei Brüder wegen gefährlicher Körperverletzung auf der Anklagebank und drohten dem Staatsanwalt: »Wir wissen, wo ihr Sohn verkehrt.«

 

 

 

 

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