Sonntag, 4. Dezember 2016
16.11.2015
 
 

Mathias Döpfner: »(…) die Opfer von Paris sind nur die Vorboten der Unterwerfung.«

Stefan Schubert

Die westlichen Demokratien stehen wegen der Islamisierung und dessen Terror vor einem schicksalhaften Kulturkampf. Was glauben Sie, wer das gesagt hat? Pegida? AfD? Oder Verschwörungstheoretiker von Kopp Online? Niemand Geringerer als der Vorstandsvorsitzende des Axel-Springer-Verlags hat diese These in einem beachtenswerten Leitartikel vertreten. Sie glauben mir nicht? Aber bitte, lesen Sie selbst.

 

Mathias Döpfner erfüllt jeden Vorwurf und jedes Feindbild des deutschen Mainstream-Journalisten doppelt und dreifach. Er ist Mitglied mehrerer umstrittener Lobbyorganisationen wie der American Academy in Berlin, dem American Jewish Committee, dem European Publishers Council, dem US-Thinktank Council on Foreign Relations, der Atlantik-Brücke und dem Berliner Aspen-Institut.

 

Natürlich ist Döpfner auch Teilnehmer der Bilderberg-Konferenz. Umso bemerkenswerter ist sein aktueller Leitartikel, den man vor Paris mindestens als rechtspopulistisch gebrandmarkt hätte.

 

Das Editorial des Vorstandsvorsitzenden erschien in der heutigen Welt-Ausgabe. Es besteht aus nichts Geringerem als einer Abrechnung mit dem gesamten Establishment: Dem Schreiben der Mainstream-Medien, der mangelhaften Berichterstattung von ARD und ZDF und den Durchhalteparolen einer planlosen Flüchtlingspolitik.

 

Die ersten Zeilen spiegeln die täglichen Phrasen wider, aber danach geht es zur Sache.

»Die Leichen sind noch nicht in den Plastiksäcken der Sanitäter verpackt, die Toten noch nicht gezählt. Aber die Kommentare sind geschrieben. Die Reden gehalten. Alles ist analysiert. Und es sind die immer gleichen Beschwörungen. Wir lassen uns unsere europäischen Werte nicht von Terroristen zerstören. Wir wollen und werden unseren Lebensstil weiter leben. Die Freiheit wird siegen.«

Ab jetzt nimmt der Artikel Fahrt auf.

»Es ist alles richtig. Es ist alles wichtig. Und es ist doch hilflos. Europa redet sich Mut ein wie ein Kind, das aus Angst vor dem Gewitter Blitz und Donner anbrüllt. Europa ist geschwächt. Schlimmer. Europa ist schwach.«

Weiterhin beschreibt Döpfner, nach Charlie Hebdo und den neuerlichen Pariser Anschlägen vom 13. November, die herrschende Ohnmacht jedes Einzelnen und die Ohnmacht des gesamten Staates, einschließlich der Polizei und der Politiker.

 

Ferner umschreibt der Axel-Springer-Boss die wachsende Islamisierung, ja, das hat er wirklich getan, anhand des Buches Unterwerfung von Michel Houellebecq und sieht die westlichen Demokratien vor eine schicksalhafte Frage gestellt:

»Unterwerfung oder Kampf? Und wenn Kampf: wie?

Die Flüchtlingskrise – und nun die Terrorwelle von Paris – sind die Brandbeschleuniger eines Kulturkampfes, der seit Langem schwelt. Die nichtdemokratischen Regime dieser Welt sind häufig viril (männlich) und entschieden geführt, die demokratischen Gesellschaften oft schwach, unentschlossen und zaudernd. Russen, Chinesen und die meisten islamischen Staaten wissen, was sie wollen, und setzen das um. Die meisten Demokratien suchen den Dialog, den Kompromiss und vor allem den Applaus bei der eigenen Bevölkerung.«

Bei diesen Zeilen dürfte Angela Merkel vor Schreck die Teetasse aus den Händen gefallen sein. Vor allem der Hinweis auf die männliche, gleich starke Führerschaft und auf das Dem-Applaus-hinterherlaufen galten ziemlich deutlich ihr.

 

Doch schon geht es weiter.

»Übersehen wird dabei, dass der Kanon der eigenen Kultur und Zivilisation nicht für den Gegner gilt. Während bei uns ein angebotener Kompromiss als moralische Verpflichtung für die andere Seite empfunden wird, ebenfalls Zugeständnisse zu machen, empfinden muslimische Extremisten Kompromisse als Zeichen der Schwäche und also als Ermunterung.«

Tja Angie, so undankbar und böse ist die Realität.

»Die Fakten der Einwanderungswelle lassen jeden Menschen, dem der Verstand nicht abhandengekommen ist, erkennen, dass es so nicht weitergehen kann.«

Jetzt hat der bedeutendste deutsche Medienmann gerade Frau Merkel für bescheuert erklärt. Was die Autoren dieser Seite und der überwiegende Teil Europas übrigens schon seit Monaten schreiben.

 

»Millionen von Flüchtlingen pro Jahr können selbst von der potentesten Wirtschaft und der tolerantesten Gesellschaft nicht integriert werden. Längst regt sich der Widerstand bis tief in die linken Milieus hinein.« Im Folgenden warnt der Verlagschef vor einem Aufschaukeln der radikalen Kräfte und dessen absehbaren Folgen.

»Am Ende stehen Staatskrise und Ausschreitungen bis hin zum Bürgerkrieg. Die Antwort kann nur eine Politik der Stärke, der entschiedenen und selbstbewussten Verteidigung von Rechtsstaat, Demokratie, Religionsfreiheit, Marktwirtschaft und Menschenrechten sein. Von Entschiedenheit und Stärke aber ist in Kontinentaleuropa wenig zu spüren.«

Jetzt, nach den Anschlägen von Paris, fordert Döpfner ein konsequentes Umdenken, Aufnahme und Asyl von Flüchtlingen aus Kriegsgebieten und existenzieller Not ja, »aber Wirtschaftsflüchtlinge und Einwanderer aus sicheren Drittländern konsequent abweisen. Und jeden sofort ausweisen, der die Regeln unseres Rechtsstaates missachtet. Abgesenkt werden müssen auch die monetären sozialstaatlichen Anreize, die einige Länder Europas zu Magneten für Flüchtlingsströme machen.«

 

Wie weit so viel Einsicht und Realitätssinn des Vorstandsvorsitzenden bei Bild-Macher Kai Diekmann ankommt, ist leider nicht bekannt. Beendet wird der Leitartikel mit einem leidenschaftlichen Appell.

»Reden sind genug gehalten. Betroffenheits-Adressen von muslimischen Verbänden reichen nicht mehr. Die Imame müssen in den Moscheen Zeichen setzen. Die Politiker in den Parlamenten. (...) Wir brauchen die wirklich wehrhafte Demokratie. Wir brauchen ein starkes Europa. Das sind wir den Opfern und unseren Kindern schuldig.«

Auch das Schlusswort dieses Beitrages möchte ich Herrn Döpfner überlassen, in der Hoffnung, dass dieser einflussreiche Leitartikler ein Umdenken in den Schreibstuben der Republik einleiten wird.

»Wenn die Anschläge von Paris, der Angriff im Herzen Europas, zu einem Weckruf werden für eine Politik der Stärke des Westens, des wehrhaften Stolzes auf Aufklärung, Rechtsstaat und Menschenrechte und deren aktive Verteidigung – dann kann aus dem Schrecken etwas Gutes entstehen. Wenn weiter laviert und toleriert wird, sind die Opfer von Paris nur die Vorboten der Unterwerfung.«

 

 

 

 

 

 

 

 

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