Sonntag, 25. Juni 2017
29.07.2016
 
 

Rot-Grün ermöglicht Massendemonstration für Erdoğan in Köln

Stefan Schubert

Als ob diese Woche die importierte Gewalt und islamistischer Terror die Bevölkerung nicht schon genügend verunsichert hätten, wird dieser Sonntag weitere Spannungen auslösen. Denn die bis zu 30 000 fanatisierten Erdoğan-Anhänger beerdigen eine weitere Multi-Kulti-Lüge der Eliten, von den angeblich gut integrierten drei Millionen türkischstämmigen Einwanderern im Land. Der Politologe Ralph Ghadban hat für diese desaströse Entwicklung seine eigene Erklärung: »Erdoğan betrachtet Deutschland vermutlich bereits als Kolonie.«

 

Dies sind wahrlich bittere Worte des Islamwissenschaftlers und Publizisten Ghadban. Die ständigen Reisen von Angela Merkel, die wie das Einbestellen einer unterstellten Befehlsempfängerin wirken, wenn man an die Fotos vor zwei türkischen Flaggen im 1000-Betten-Protz-Palast denkt, haben demnach nicht zu einer besseren Beziehung beider Länder geführt, sondern zu einer deutlichen Verschlechterung.

Denn der Flüchtlingskanzlerin scheint die Psyche des islamischen Regenten vom Bosporus völlig fremd zu sein, wie der Islamwissenschaftler Ghadban erklärt. »Ich könnte mir vorstellen, dass Erdoğan Bundeskanzlerin Merkel verachtet. Auch, weil sie in der Flüchtlingskrise zu seinen Füßen kriecht.«

 

Harte Worte, die in der deutschen Medienlandschaft natürlich eine Einzelstimme bleiben. Auch zu dem türkischen Moschee-Dachverband DİTİB, die einer der Hauptagitatoren für die anhaltende Islamisierung der vierten und fünften Generation der hier lebenden Türken ist, bezieht der Islamwissenschaftler klar Stellung: »Deutschland ist zu lasch und lässt Erdoğan über DİTİB hierzulande Macht ausüben, darüber hinaus darf er in Deutschland frei Wahlkampf betreiben.«


So ist es dann nicht verwunderlich, dass die Türken in Deutschland, aufgehetzt durch Fernsehsender und Zeitungen aus Ankara, ihre Konflikte mit Gewalt auf Deutschlands Straßen austragen. Sei es gegen die nach Freiheit strebenden Kurden oder jetzt gegen die Anhänger der Gülen-Bewegung. Das Facebook-Netz hierzulande ist voll von Denunziations- und von Boykott-Aufrufen gegen Ladenbetreiber und Bildungseinrichtungen, die angeblich der Gülen-Bewegung nahe stehen.

 

Selbst direkte Gewalt wird propagiert und auch Forderungen nach einer Säuberungswelle in Deutschland bleiben sanktionsfrei im Netz sichtbar. Vom größten Zensurminister der letzten 70 Jahre, unser aller Freund Heiko Maas, kein Wort, kein Twitter-Kommentar dazu, wahrscheinlich befindet er sich zurzeit auf einem Fortbildungsurlaub in Nordkorea.

 

Auch, dass jetzt Erdoğans fünfte Kolonne in Köln mit Zehntausenden Anhängern aufmarschieren darf und damit ein Demonstrationsrecht und Grundfreiheiten schamlos ausnutzt, während Erdoğan in der Türkei selbst diese Rechte mit Füßen tritt, dazu kein Wort von Hannelore Kraft und Innenminister Jäger.

 

Aus Teilen der Union und der AfD wird dagegen klar Stellung bezogen: »Wer sich in der türkischen Innenpolitik engagieren will, kann gerne unser Land verlassen und in die Türkei gehen«, so CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer. Die AfD verbreitet über ihre Facebook-Seite (280 500 Follower) einen entsprechenden Appell, in dem sie fordert: »Innertürkische Konflikte nicht nach Deutschland zu importieren!«

 

Doch diese innertürkischen Konflikte werden schon seit mehr als 20 Jahren auf deutschem Boden ausgetragen. Wie Anfang der 1990er-Jahre bei den Kurdenkrawallen, Autobahnblockaden und bis hin zu Selbstverbrennungen. So werden diesen Sonntag in der größten Stadt von NRW Muslimbrüder aufmarschieren, die vier Finger in die Luft strecken, das Erkennungssymbol der einflussreichsten sunnitisch-islamistischen Bewegung des Nahen Ostens.

 

Auch Erdoğan selbst benutzt ganz offen den Islamistengruß. Man wird Hunderte Fahnen der nationalistisch-islamistischen Grauen Wölfe sehen und Hände, die sich zum »Wolfsgruß« gen Himmel strecken. Den Grauen Wölfen werden Terrorismus und über 700 politische Morde vorgeworfen, aber Innenminister Jäger lässt diese Gruppen unbehelligt durch Köln marschieren.

Offiziell wird aus dem Innenministerium mit 15 000 Teilnehmern gerechnet, intern geht die Polizei jedoch von bis zu 30 000 aufgeputschten Erdoğan-Anhängern aus.

 

Der beabsichtigte Polizeieinsatz von 2000 Beamten ist angesichts der Zusammensetzung dieses Aufmarsches daher ein Witz. Jäger lässt, wie schon bei dem Sex-Mob von Köln, die Polizei und die Einwohner der Domstadt völlig im Stich.

 

Erforderlich wären 5000 bis 6000 Polizisten, dazu Wasserwerfer, Reiter- und Hundestaffeln sowie Spezialeinheiten, um im Fall der Fälle wenigstens halbwegs zu versuchen, die Masse unter Kontrolle zu halten. Doch auf diesen konsequenten Einsatz wird aus Gründen der politischen Korrektheit verzichtet.

 

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