Saturday, 30. July 2016
15.03.2016
 
 

Bargeld: Sklaverei oder Freiheit? ‒ Aufruf zur Demonstration

Thorsten Schulte

Bargeld und die Bild-Zeitung: »Will lacht Lindner aus!«, so titelte die Bild-Zeitung am 22. Februar 2016 nach einer Diskussion über das Bargeld bei Anne Will, unter anderen mit dem FDP-Chef Christian Lindner und dem ehemaligen Bundesfinanzminister Theo Waigel.

 

Die Bild-Zeitung unterstellte Lindner eine »Verschwörungstheorie«, weil er sagte: »Wir haben ja jetzt schon Negativzinsen für die Institute. Das wird doch auch ausgeweitet, wenn niemand mehr mit seinem Geld unters Kopfkissen fliehen kann, sondern das alles auf dem Girokonto hat ...«

 

Was ist daran eine Verschwörungstheorie? Christan Lindner hätte gut daran getan, den ehemaligen Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds Kenneth Rogoff zu zitieren. Am 18. November 2014 sagte dieser Kenneth Rogoff auf einer Veranstaltung des Ifo-Instituts in München ganz unverhohlen: »Die Zentralbanken könnten auf diese Weise leichter Negativzinsen durchsetzen, um die Wirtschaft anzukurbeln.«

 

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung brachte es damals in einem Artikel vom 19. November mit der Überschrift »Ökonom Rogoff will Bargeld abschaffen« auf den Punkt: »Zinsen unter null Prozent können Banken oder Verbraucher ausweichen, indem sie statt Guthaben Bargeld horten.« Wenn es diese Alternative nicht mehr gäbe, hätten die Zentralbanken nach Auffassung der Zeitung völlig folgerichtig »noch mehr Spielraum, um die Zinsen zu drücken«.

 

Liebe Bild-Zeitung, wo bitteschön handelt es sich bei Lindners Aussagen denn um eine Verschwörungstheorie?

 

Wer heute Bargeld stigmatisiert, Obergrenzen für die Benutzung einführen will oder gar über ein Verbot laut nachdenkt, führt damit wohl kaum Terrorbekämpfung im Schilde! Bei einer vom deutschen Bundesfinanzminister angestrebten Limitierung der Bargeldbenutzung bis 5000 Euro wird sicherlich keine einzige Kalaschnikow weniger von Terroristen erworben werden können.

 

Bargeldlimit ‒ Einstieg in den Ausstieg aus dem Bargeld?


In Wahrheit ist es ein Angriff auf die Freiheit des Bürgers. Denn schon der russische Dichter Dostojewski schrieb: »Geld ist geprägte Freiheit.«

 

Es steht zu befürchten, dass ein Limit von 5000 Euro nur der Einstieg in den Ausstieg aus dem Bargeld ist. Die Folge wäre ein gläserner Bürger, der der Vollüberwachung des Staates und großer Konzerne nicht mehr entfliehen könnte.

 

Für die meisten Bürger ist dies heute noch Zukunftsmusik. Dennoch gilt: Wehret den Anfängen.

 

Chart links:

 

Konrad Adenauer sagte 1952: »Es ist die Schicksalsfrage Deutschlands. Wir stehen vor der Wahl zwischen Sklaverei und Freiheit. Wir wählen die Freiheit.« Finanzielle Repression, Negativzinsen der Europäischen Zentralbank, 78 Prozent der deutschen festverzinslichen Wertpapiere inklusive Geldmarktpapiere mit einer negativen Rendite Anfang März 2016 sind klare Zeichen für den Endkampf des Geldsystems. Die Versklavung der Papiergeldbesitzer über ein Verbot des Bargeldes verlängert die Lebensdauer des heutigen Papiergeldes, aber eine Heilung ist ausgeschlossen.

 

Aber bitte Vorsicht walten lassen ...


Marc Faber, Herausgeber des Gloom, Doom & Boom-Reports und Teilnehmer vieler Barronʼs-Roundtable-Gespräche, sagte im Februar 2016 in einem Interview mit der Schweizer Finanz und Wirtschaft, dass Bargeld keine Lösung ist.

 

»Die Geschichte lehrt uns, dass Leute, die ihr Geld immer brav auf die Bank gebracht haben, arm gestorben sind.«

 

Bargeld ist eben auch reines Papiergeld und hängt vom Vertrauen der Menschen ab. Heute ist so viel Papiergeld relativ zu unserer Wirtschaftskraft im Umlauf wie noch nie zuvor. Die Negativzinsen der Europäischen Zentralbank und monatlichen Käufe von 80 Milliarden Euro zeigen doch, wie marode dieses Papiergeldsystem heute ist. Bargeld als Vermögensschutz ist daher sicher ein Trugschluss.

 

Klar ist jedoch auch ...


Durch Bail-in sind im Falle von drohenden Bankpleiten Bankeinlagen über 100 000 Euro je Kreditinstitut höchst unsicher. Der Umgang Zyperns mit vermögenden Bankkunden sollte uns allen eine Warnung sein. Im März 2013 verloren alle Sparer mit einem Guthaben über 100 000 Euro bei der Bank of Cyprus 40 Prozent und bei der Bank Laiki sogar 60 Prozent. Hätten sie auf die Finanzkraft der Banken nicht vertraut und größere Beträge ihrer Bankguthaben rechtzeitig abgehoben, wäre ihnen der Verlust großer Vermögensteile erspart geblieben.

 

Vermögende Investoren werden sicherlich auf Sachwerte wie Aktien, Immobilien und natürlich auf Edelmetalle als nachweislich besten Inflationsschutz setzen. Dennoch gehört auch Bargeld für einige Monate oder auch längere Zeiträume je nach individuellen Faktoren wie Lebensalter, Risikoneigung und persönlichen Erwartungen zu einer Vermögensschutzstrategie.

 

Denken Sie bitte an die Gefahren des Bail-in-Verfahrens für Bankguthaben über 100 000 Euro. Käme es zu einer allgemeinen Bankenkrise, kann diese Grenze von 100 000 Euro sicherlich schnell fallen. Nichts ist in Stein gemeißelt.

 

Unser leidenschaftliches Plädoyer für Bargeld


Lassen Sie uns gemeinsam gegen ein Bargeldverbot und gegen eine Stigmatisierung von Bargeld eintreten. Es geht darum, die Freiheit des Einzelnen zu verteidigen und den gläsernen Bürger zu verhindern. Der Ausstieg aus dem Bargeld wäre der Einstieg in eine Vollüberwachung des Bürgers durch den Staat. Wollen wir das? ‒ Wohl kaum!

 

Sich im stillen Kämmerlein daheim aufzuregen, reicht jedoch nicht. Unterstützen Sie uns bitte am 19. März 2016 auf dem Heumarkt in Köln.

 

Dort wird Thorsten Schulte um 14 Uhr sprechen. Es geht um den Kampf für das Bargeld und gegen einen vollends gläsernen Bürger. Die Bundesregierung muss sich gegen ein bargeldloses Geldsystem positionieren, und es darf keine Bargeldobergrenze geben. Anmeldungen zur Demonstration sind möglich über:

hannelorethomas100@gmail.com

 

Ich erlaube mir, Sie auf 15 Wissensboxen hinzuweisen, die wir breiten Anlegerkreisen kostenlos zugänglich machen wollen unter: www.silberjunge.de.


 

 


Eine geheime Machtelite hat ein System der Finanzkontrolle geschaffen.

Damit ist sie in der Lage, Sie Ihres Vermögens, Ihrer Freiheit und Ihrer Zukunft zu berauben. Der Normalbürger darf nicht wissen, wie dieses betrügerische System funktioniert. Nur so kann er sich nicht wirksam dagegen zur Wehr setzen.

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