Sunday, 31. July 2016
23.11.2015
 
 

Akute Armut unter Arbeitslosen: Wenig Interesse in der Politik

Torben Grombery

Der deutsche Sozialstaat bringt tagtäglich mehr Menschen hervor, die sich nicht einmal mehr jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit leisten können. Die Zahl der arbeitslosen Hartz-IV-Empfänger, die am Allernötigsten wie warmen Mahlzeiten oder Heizkosten sparen müssen, um Miete oder Rechnungen für Versorgungsleistungen begleichen zu können, hat sich innerhalb der letzten zwölf Monate auf insgesamt 1,07 Millionen Menschen erhöht.

 

Bei den nachfolgenden Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind die bereits von akuter Armut betroffenen Rentner, die beispielsweise lieber Flaschen sammeln gehen oder selbst im hohen Alter noch Zeitung austragen, um sich den Gang zum Sozialamt zu ersparen, nicht mit eingerechnet.

 

Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Deutschen Bundestag, Sabine Zimmermann, hat jetzt beim Statistischen Bundesamt Zahlen abgefragt und veröffentlicht, die einmal mehr belegen, wie wenig unseren Politikern das Leid und die Not der Menschen in Deutschland am Herzen liegen.

 

Den jetzt vorliegenden Zahlen zufolge leiden offenkundig auch immer mehr Arbeitslose in der Bundesrepublik unter existenziellen Geldsorgen.

 

So hatte im Jahre 2014 etwas mehr als jeder dritte Erwerbslose (34,6 Prozent) aus Geldmangel Schwierigkeiten, mindestens an jedem zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit zu bekommen. Innerhalb der letzten zwölf Monate sei demnach die Zahl der Betroffenen um 48 000 auf 1,07 Millionen Menschen angestiegen.

 

Jeder fünfte Arbeitslose (19,1 Prozent) habe entsprechend auch Probleme, wichtige Zahlungen wie die Miete für den Wohnraum oder Rechnungen für Versorgungsleistungen rechtzeitig bezahlen zu können.

 

Diese Zahl sei um 62 000 auf rund 590 000 Personen angestiegen. 18,4 Prozent der Menschen ohne Arbeit konnten laut Angaben des Statistischen Bundesamtes wegen finanzieller Engpässe ihre Wohnung nicht ausreichend beheizen.

 

Laut den Erhebungen hätten im vergangenen Jahr etwas mehr als 30 Prozent der Menschen ohne Job in der Bundesrepublik über »erhebliche materielle Entbehrungen« berichtet. Die Lebensbedingungen dieses Personenkreises seien wegen der akuten Geldsorgen deutlich eingeschränkt gewesen. Mit diesen Zahlen ist weiterhin belegt, dass Deutschland damit über dem europäischen Durchschnitt liegt, der derzeit mit rund 26 Prozent angegeben wird.

 

Die Arbeitsmarktpolitikerin der Linken auf Bundesebene, Sabine Zimmermann, bezeichnet vor allem die Hartz-Reformen als Grund für diese gravierende Entwicklung. Sie nutzte die alarmierenden Zahlen auch als Anlass, um ihre Forderung nach einer kurzfristigen Erhöhung des Hartz-IV-Regelsatzes auf 500 Euro pro Monat zu bekräftigen und außerdem einen leichteren Zugang dieser Menschen zu den Leistungen der Arbeitslosenversicherung zu fordern.

 

Passend zu dieser Entwicklung sind die erst vor wenigen Tagen vom Unternehmen Creditreform, das als Wirtschaftsauskunftei in Deutschland agiert, veröffentlichten Zahlen über einen erschreckenden Anstieg bei der Überschuldung von Senioren in Deutschland zu benennen.

 

Demnach umfasst die Zahl der Älteren, die in eine Schuldenfalle geraten sind, aus der sie alleine nicht wieder herauskommen können, mittlerweile über 600 000 Personen.

 

Unterdessen beklagen auch die Tafeln in Deutschland, die seit vielen Jahren in Not geratene Menschen mit warmen Mahlzeiten und anderen wichtigen Dingen des täglichen Lebens versorgen, in mehr und mehr Regionen wegen des hohen Zulaufs von Flüchtlingen das Erreichen ihrer Grenzen – wie beispielsweise die Tafeln in Thüringen oder im Saarland aktuell vermelden.

 

 

 

 

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