Saturday, 27. August 2016
14.06.2015
 
 

Alternative zum gleichgeschalteten Einheitsbrei: Politik-Talk als TV-Format mit Format geht online

Torben Grombery

Die Zuschauer politischer Diskussionsrunden bevorzugen Gespräche mit Substanz ohne Denk- und Sprechverbote, Diskutierende, die ohne ständig unterbrochen zu werden ausreden dürfen und freuen sich auch über Lösungsansätze, die nicht voll und ganz Mainstream sind. All das bieten Illner, Jauch, Friedmann und Co. längst nicht mehr. Jetzt ist so ein TV-Format online gegangen, das in wenigen Tagen schon viele Rekorde gebrochen hat.

 

Der Fernseh- und Radiomoderator Ken Jebsen hat sich gleich in seiner ersten politischen Diskussionsrunde eines brisanten Themas angenommen: »Krieg oder Frieden in Europa – Wer bestimmt auf dem Kontinent?« lautet der Titel seiner kürzlich im Internet gestarteten Sendereihe »Positionen – Politik Verstehen«.

 

Sehr bemerkenswert ist, dass die Sendung mit einer hochpolitischen Thematik - trotz einer Länge von mehr als 2 ½ Stunden - in wenigen Tagen die Marke von 200 000 Aufrufen allein beim Videoportal Youtube erreichen konnte. Auch in den sozialen Netzwerken wurde die Diskussionsrunde bereits mehrere Tausend Mal äußerst positiv kommentiert.

 

Schon der Aufmacher zur Sendung lässt eine außergewöhnliche Diskussion erwarten:

 

» Krieg als bewusst eingesetztes Mittel der Politik war in den letzten Jahrzehnten für und in Europa ein Tabu. Diese Zeiten endeten unmittelbar nach Mauerfall und dem Zusammenbruch der UdSSR.

Kaum war das Kräfteverhältnis beider Blöcke des Kalten Krieges Geschichte, wurde in Jugoslawien durch die USA und einzelne Staaten Europas ein völkerrechtswidriger Krieg geführt. In Deutschland war damals Rot-Grün an der Macht und öffnete so die Büchse der Pandora.

Seit rund zwei Jahren wird von Washington aus für einen bewaffneten Konflikt mit Russland »geworben«. Die Ukraine dient dabei nur als Hebel, um den russischen Militärstützpunkt Sevastopol auf der Krim in NATO-Besitz zu überführen und so Russlands Handelsflotte massiv zu behindern.

Putin hat auf der Krim ähnlich gehandelt wie die NATO in Jugoslawien, nur dass keine Bomben fielen und die Bürger der Krim die Wahl hatten, zu wem sie zukünftig gehören wollen: Zur Russischen Föderation oder zum Westen unter NATO-Doktrin. Mit der Entscheidung der Mehrheit gegen die NATO sucht dieses Militärbündnis, seine Niederlage rückwirkend zu kompensieren, indem alles dafür getan wird, Krieg gegen Russland zu führen.

Mehr als 80% der Deutschen lehnen Krieg ab. Egal, gegen wenn er geführt wird. Auch wenn es um einen Waffengang gegen Russland geht, will die große Mehrheit der Deutschen dies auf gar keinen Fall.

Dennoch oder gerade deshalb trommeln die flächendeckend embeddeten Massenmedien in der BRD für militärische Aktionen gegen Russland. Sie stellen Putin als Wiedergänger Hitlers dar.

Wird Deutschland, wird Europa in einen von den USA nahegelegten Russlandfeldzug geführt, obwohl es für diesen Krieg in Deutschland und Europa nicht den Hauch einer Mehrheit gibt?«

Unter den Gästen befinden sich Persönlichkeiten, die auch tatsächlich etwas zu sagen haben wie Willy Wimmer, Mitautor des lesenswerten Buches »Wiederkehr der Hasardeure«, in dem die Autoren der Frage nachgehen, wer die Nutznießer vergangener Kriege waren.

 

Sie zeigen in diesem Werk anhand einer Vielzahl von Quellen detailliert auf, wie sich die Muster damals und heute gleichen - dass heute sogar noch wesentlich perfider vorgegangen wird. Denn Kriege brechen nicht einfach aus, Kriege werden gemacht!

 

Willy Wimmer ist auch CDU-Urgestein, ehemaliger Vize-Präsident der Sicherheitskonferenz OSZE/KSZE und regelmäßiger Autor von KOPP Online. Seine letzten Texte auf unserer Nachrichtenseite, die hiermit allesamt zur Lektüre empfohlen werden, lauten:

Kampf um Deutschland

Berghof oder Wolfsschanze in der Alpenfestung?

Vorsicht, alpiner Erdrutsch!

Kolonialgebiet

Erste Hilfe

Das Ende des europäischen Experiments: Fliegt 2015 alles in die Luft?

Ein weiterer Gast der Sendung, der etwas zu sagen hat, ist der freie Journalist und Blogger Mathias Bröckers, Mitbegründer der linksalternativen Tageszeitung taz und neben vielem anderen auch Autor des Sachbuches »Wir sind die Guten«.

Daneben dürfen sich die Zuschauer über den deutschen Drehbuchautor und Filmregisseur (u.a. für ARTE und ZDF) Dirk Pohlmann und den Schweizer Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser freuen, dessen letztes Buch »NATO-Geheimarmeen in Europa - Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung« nicht nur in Deutschland für Furore gesorgt hat. Auch diese beiden Diskutanten haben einiges zu sagen.

 

Bei dieser Schlagzahl an kritischem Journalismus und dem herausragenden Erfolg der ersten Sendung ist es für unsere Leser auch ganz bestimmt nicht verwunderlich, dass die versammelte deutsche Presse diesem neuen Format bisher so gut wie keine Zeile gewidmet hat.

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (23) zu diesem Artikel

26.06.2015 | 20:06

ottonormal

Habe mit grösstem Interesse einen Teil der Diskussion verfolgt. Hut ab vor dem Moderator und den Gästen. Alles respektable Fachleute und ehrenwerte Menschen mit viel Wissen und ohne Scheuklappen. Da lohnt es sich zuzuhören, weil man dazulernt und nicht desinformiert wird. Im Fernsehen schaue ich als politisch Interessierter so eine Talkshow nur noch selten, weil diese verlogene, immer politisch-korrekte Moderation eher zum DDR-Fernsehen, als zu einer streitbaren, demokratischen...

Habe mit grösstem Interesse einen Teil der Diskussion verfolgt. Hut ab vor dem Moderator und den Gästen. Alles respektable Fachleute und ehrenwerte Menschen mit viel Wissen und ohne Scheuklappen. Da lohnt es sich zuzuhören, weil man dazulernt und nicht desinformiert wird. Im Fernsehen schaue ich als politisch Interessierter so eine Talkshow nur noch selten, weil diese verlogene, immer politisch-korrekte Moderation eher zum DDR-Fernsehen, als zu einer streitbaren, demokratischen und fruchtbaren Diskussionskultur passt. Ich weiss nicht, wer sich da bei wem einschleimen will; auf jeden Fall verbreiten die Mainstreammedien viel DDR-Gleichschaltungsklima, nur dass die in ganz anderer Überzeugung unterwegs sind - gebildet und ideologisiert in dem Denken transatlantischer Denkfabriken. Sie verstehen sich wohl als Schulmeister des deutschen Michel. Ganz anders die Fachleuterunde bei Ken Jebsen.


24.06.2015 | 20:40

Comotio

Eine Talkrunde die dazu dient, die den Bürger, der hier teilweise noch recht dumm ist, aufzuklären, würde ich schon begrüßen. Alles andere wäre Nonsens und hätte die gleiche Wirkung wie der Verdummungs-Talk von Illner, Maischberger, Will, Plasberg, Jauch und Co. Im Grunde genommen, sind eigentlich alle Talkshows Unsinn, wen Politiker, angebliche Politwissenschaftler und ähnliche eingeladen werden. Diese Leute würden sich überall wie ein Aal aus der Affäre ziehen und weiter...

Eine Talkrunde die dazu dient, die den Bürger, der hier teilweise noch recht dumm ist, aufzuklären, würde ich schon begrüßen. Alles andere wäre Nonsens und hätte die gleiche Wirkung wie der Verdummungs-Talk von Illner, Maischberger, Will, Plasberg, Jauch und Co. Im Grunde genommen, sind eigentlich alle Talkshows Unsinn, wen Politiker, angebliche Politwissenschaftler und ähnliche eingeladen werden. Diese Leute würden sich überall wie ein Aal aus der Affäre ziehen und weiter versuchen, den Bürger negativ zu beeinflussen. Es gibt für den Bürger, der noch an die Zukunft dieses Landes denkt, mit diesen Leuten nichts auszudiskutieren. Die Fronten sind doch geklärt. Der Bürger will die Gesellschaft, Kultur und Freiheit unseres Landes erhalten und verteidigen und diese weltfremden Politiker wollen genau das Gegenteil. Viel wichtiger wird es langsam, sich Gedanken zu machen, wie man diese Leute los wird, Wahlen und Diskussionen nutzen hier nichts mehr. Alles ist manipuliert und politverseucht.


15.06.2015 | 20:40

Rudolf-Robert Davideit

Tja, der Anteil der Funktionalen Analphabeten liegt mit den Studien 1988/98/2008 des Deutschen Philologen Verband bei konstant ca. 44%, wären die Analphabetenrate in der BRiD heute höher ist, als vor ca. 145 Jahren in PREUßEN und das bei einer 45-minütigen Stundenzahl! Noch Fragen?
PS.: Vielleicht könnte mal jemand dem sehr ehrenwerten Ken JEBSEN einen diesbezüglichen Hinweis geben! Kenne ihn und W. WIMMER seit langem von Angesicht?
www.davideit.com


15.06.2015 | 20:12

Dieter

15.06.2015 | 12:45
iskun,
auch nicht schlecht. Wollte nur mal darstellen, wieviel rauskommen würde, wenn alle mithelfen würden.


15.06.2015 | 12:45

iskun

an Dieter Ich überweise monatlich 12 Euro an KenFM. Immer noch weniger als an die GEZ, aber in dem Fall ist es mir jeden Cent wert :-)


15.06.2015 | 03:16

Dieter

14.06.2015 | 19:41
mammut,
Hier ist die Rundfunkgebühr richtig angelegt. Ich zahle freiwillig jeden Monat 10 Euro an Ken FM. Hoffe, dass noch viele folgen.

1,- € würde auch reichen. Das wären dann ca. 40´000´000,- € pro Monat. Wenn nur 1% der Menschen spendet, läuft der Laden

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