Thursday, 29. September 2016
08.10.2014
 
 

Bürgerkrieg in Deutschland angekommen: Bundesweit Straßenschlachten zwischen Kurden und IS-Anhängern

Torben Grombery

Die beschauliche Stadt Celle bezeichnet man landläufig als das südliche Tor zur Lüneburger Heide. Die Szenen, die sich in den letzten Tagen in der niedersächsischen Stadt abgespielt haben, hätte sich bisher niemand der rund 70.000 Einwohner jemals auch nur vorstellen können: Blutige Straßenschlachten zwischen kurdischen Jesiden und radikalen Muslimen. Auch in Hamburg und anderen Städten die gleichen Bilder und derselbe Hintergrund: Der Kampf um die syrische Stadt Kobane − die kurdische Enklave an der syrisch-türkischen Grenze. Beim Einmarsch der IS wird dort ein brutales Massaker erwartet. Das Weiße Haus hat Kobane bereits aufgegeben.

 

Wegen des Bürgerkriegs in Syrien und des aktuellen Vormarsches der radikalislamischen Terrororganisation »Islamischer Staat« (IS) auf die kleine syrisch-türkische Grenzstadt Kobane, der nach Einschätzungen vieler Experten unmittelbar nach Einmarsch der IS-Truppen ein brutales Massaker an der einheimischen − zumeist kurdischen − Bevölkerung droht, kam es jetzt europaweit zu Demonstrationen von Kurden.

 

 

So drangen die Gegner der Terrororganisation IS kurzfristig sogar in das Europäische Parlament in Brüssel sowie in den Regierungssitz der Niederlande in Den Haag ein. Auch die Sendezentrale des deutschen Radiosenders »Deutsche Welle« in Bonn blieb nicht verschont.

Die kurdischen Aktivisten wollen mit diesen Demonstrationen zu mehr westlichem Engagement gegen den IS aufrufen. Die Szenen erinnerten teilweise an die europaweiten Kurdenproteste Ende der 1990er-Jahre, anlässlich der Inhaftierung des damaligen Anführers der kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan.

 

Alles andere als friedlich blieben die »Proteste« in der Stadt Celle, in Hamburg und anderen deutschen Städten, als gewaltbereite Kurden auf ebenso gewaltbereite Anhänger der IS, Salafisten, Islamisten und andere radikalislamische Kräfte trafen.

 

So bekam die Polizei in der niedersächsischen Stadt Celle eine brutale Massenschlägerei zwischen rund 400 kurdischen Jesiden und 100 islamistischen Tschetschenen nur mit einem Großaufgebot und hinzugezogenen Einheiten aus dem Umland unter Kontrolle und konnte schlimmeres verhindern.

 

Die Polizei wurde von dem wütenden Mob mit Steinen, Flaschen und Dachlatten beworfen. Bilanz: sechs Verletzte, davon einer schwer. Laut einem auf Facebook hochgeladenen Video einer Augenzeugin handelte es sich bei den Randalierern zumeist um zugewanderte männliche Personen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren.

 

Der Oberbürgermeister der Stadt Celle, Dirk-Ulrich Mende (SPD), hat zu den Vorfällen Folgendes mitgeteilt:

 

»Die gewalttätigen Auseinandersetzungen vom vergangenen Montag zwischen Eziden und Moslems zeigen, dass die Spannungen aus den geografisch weit entfernten Krisengebieten auch in Celle angekommen sind.

 

Wir alle haben erlebt und gesehen, dass die grausamen Gewalttaten bei unseren hier lebenden Menschen tiefe Spuren hinterlassen. Das gilt für alle betroffenen Seiten. Sowohl unsere ezidischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die erleben, wie ihre Glaubensbrüder und -schwestern getötet, misshandelt und vergewaltigt werden, als auch für die friedliebenden Mitbürgerinnen und Mitbürger moslemischen Glaubens, die unter den falschen Generalverdacht gestellt werden, gemeinsame Sache mit den Terroristen des Islamischen Staates zu machen.

 

Den Weg in eine gewalttätige Auseinandersetzung können und dürfen wir bei uns in Celle nicht gehen. Ich will diesen Weg hier nicht zulassen und bin mir einig mit der Polizei, dies hier mit allen Kräften zu verhindern. Dem besonnenen Einsatz der Polizei am vergangenen Montag gilt deshalb mein ausdrücklicher Dank. Und ich appelliere eindringlich an die seit vielen Jahren in Celle lebenden Mitbürger ezidischen und muslimischen Glaubens, sich unseren Werten entsprechend friedvoll zu verhalten.

 

 

Ich hoffe, dass insbesondere die älteren unter ihnen beruhigend auf die Heißsporne einwirken können. Daher begrüße ich ausdrücklich, dass sich Wortführer beider Seiten bereits zu schlichtenden Gesprächen getroffen haben. Mit offener Gewalt auf der Straße ist keiner Seite gedient, so nachvollziehbar das auch sein mag.

 

In unserem Staat gelten Wertvorstellungen von Freiheit, Gleichheit, Religionsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit. Das sind die Werte, weshalb viele Menschen nach Deutschland gekommen sind. Für diese Werte müssen wir alle gemeinsam tatkräftig eintreten.«

 

Auch in Hamburg ereignete sich eine brutale Straßenschlacht zwischen rund 400 Kurden und ebenso vielen IS-Anhängern (Salafisten, Islamisten und andere radikalislamische Kräfte) vor einer Moschee im Stadtteil St. Georg.

 

Auch dort konnte die Polizei die mit Macheten, Metallstangen und Messern bewaffneten − verfeindeten ausländischen Gruppen − nur mit einem Großaufgebot und dem Einsatz von Wasserwerfern in den Griff bekommen. Auch hier wurde die Polizei mit Steinen beworfen und mit Dachlatten attackiert.

 

Unterdessen hat das Weiße Haus in Washington die syrisch-türkische Grenzstadt Kobane laut Medienberichten bereits aufgegeben. Das befürchtete »Abschlachten« der zumeist kurdischen Bevölkerung der syrischen Kleinstadt durch die grausamen Truppen des IS könnte entsprechend bald beginnen.

 

Die »Proteste« in Deutschland und Europa werden dann rasant an Schärfe zunehmen!

 

 

 

 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (93) zu diesem Artikel

10.10.2014 | 17:58

Gülay

@DasUrmelausdemEis: Wollen Sie mich mit dem Wort "Dummes Geschwätz" ärgern? Das wird leider nicht funktionieren... Dazu bin ich viel zu intelligent ;) Liebend gerne möchte ich Ihre Fragen beantworten. Seit ich Veganerin bin, sehe ich die Welt mit anderen Augen. Wie kann ich denn andere Menschen "Kriminelle" nennen, wenn ich weiß, dass ich selbst noch kein "vollkommener" Mensch bin? Für mich ist Tierquälerei genauso traurig wie massenhafte...

@DasUrmelausdemEis: Wollen Sie mich mit dem Wort "Dummes Geschwätz" ärgern? Das wird leider nicht funktionieren... Dazu bin ich viel zu intelligent ;) Liebend gerne möchte ich Ihre Fragen beantworten. Seit ich Veganerin bin, sehe ich die Welt mit anderen Augen. Wie kann ich denn andere Menschen "Kriminelle" nennen, wenn ich weiß, dass ich selbst noch kein "vollkommener" Mensch bin? Für mich ist Tierquälerei genauso traurig wie massenhafte Menschentötung. Beides hat nichts mehr mit LIEBE zu tun. Die Mehrheit kennt diese WAHRHEIT noch nicht. Ich bin dabei, mein eigenes Leben "noch" liebevoller und friedlicher zu gestalten. Danach bin ich bereit, um mit meinem Friedensprojekt www.deutschland-fuer-frieden.de auch den Rest der Welt mit meiner unendlichen LIEBE anzustecken... Das ist meine Lebensaufgabe... UND ich plane zum Fest der LIEBE (Weihnachten) ein großes GESCHENK... Lassen Sie sich doch einfach überraschen ;)


10.10.2014 | 15:23

DasUrmelausdemEis

@Gülay: Ihre Kommentare sind dummes Geschwätz. Sie könnten die Augen aufmachen und die Realität sehen, aber es ist doch viel einfacher, schöne Worte zu benutzen und den Leuten zu erzählen, dass man Kriminellen und Terroristen mit Liebe und mit positivem Denken begegnen kann. Wie sieht das übrigens bei Ihnen aus: Wären Sie bereit, Leuten, die ihre Konflikte hier austragen, ein Zuhause zu geben? Wären Sie bereit, Ihre übergroße Nächstenliebe auch Terroristen und Kriminellen...

@Gülay: Ihre Kommentare sind dummes Geschwätz. Sie könnten die Augen aufmachen und die Realität sehen, aber es ist doch viel einfacher, schöne Worte zu benutzen und den Leuten zu erzählen, dass man Kriminellen und Terroristen mit Liebe und mit positivem Denken begegnen kann. Wie sieht das übrigens bei Ihnen aus: Wären Sie bereit, Leuten, die ihre Konflikte hier austragen, ein Zuhause zu geben? Wären Sie bereit, Ihre übergroße Nächstenliebe auch Terroristen und Kriminellen angedeihen zu lassen?


10.10.2014 | 11:15

Gülay

@Martin: Okay, wenn das, was ich seit 08.10.2014 hier by KOPP-Online für den Frieden schreibe, nicht deutlich genug war, dann versuche ich es lieber mit diesem Zitat von Leo Tolstoi. "Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben." Ich bin intelligent genug, um diese Botschaft zu verstehen. Und Sie?!? Wollen Sie weiterhin ein Deutschland mit Tierquälerei? Dann beschweren Sie sich bitte nicht, wenn die Gewalt kein Ende hat. Dummes Geschwätz haben Sie...

@Martin: Okay, wenn das, was ich seit 08.10.2014 hier by KOPP-Online für den Frieden schreibe, nicht deutlich genug war, dann versuche ich es lieber mit diesem Zitat von Leo Tolstoi. "Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben." Ich bin intelligent genug, um diese Botschaft zu verstehen. Und Sie?!? Wollen Sie weiterhin ein Deutschland mit Tierquälerei? Dann beschweren Sie sich bitte nicht, wenn die Gewalt kein Ende hat. Dummes Geschwätz haben Sie meine friedvollen Kommentare genannt. Mich stört es nicht mehr, wenn ich für eine "dumme Frau" gehalten werde ;)


10.10.2014 | 08:01

Hili

....Fage: wer hat Deutschland so abgewirtschaftet? 1. AW: die Grünen! Die multikultipartei! Wer die noch wählt müsste in den Knast! Frage 2: warum macht Frau merkel, alles was O´Hamma sagt? Sie hat doch eine Akte, im Keller ihrer Freunde! Die gesamte deutsche Spitze hat eine AKTE in den Händen unserer Freunde!!!


10.10.2014 | 07:57

Aross

Und bei uns in der Schweiz schaut man sehr schläfrig zu !!!!! Und zu viele Politiker und Chefbeamte glauben..... noch an den Osterhase !!!!


10.10.2014 | 07:09

Martin

Dummes Geschwätz von „Gülay „- Die Tatsachenberichte sprechen ihre eigene Sprache. Wer nach Deutschland kommt, hat gefälligst nach unseren Regeln zu leben und soll ansonsten bleiben wo er herkommt. Die Polizei muss mit aller Härte durchgreifen, nicht nur zum Schutz ihres eigenen Lebens, sondern vor allem zum Schutz des Gemeinwohles. Dafür werden sie bezahlt. Der randalierende Mob gehört, ohne langwierige Verfahren mit dem Geld des Steuerzahlers, umgehend dorthin verfrachtet,...

Dummes Geschwätz von „Gülay „- Die Tatsachenberichte sprechen ihre eigene Sprache. Wer nach Deutschland kommt, hat gefälligst nach unseren Regeln zu leben und soll ansonsten bleiben wo er herkommt. Die Polizei muss mit aller Härte durchgreifen, nicht nur zum Schutz ihres eigenen Lebens, sondern vor allem zum Schutz des Gemeinwohles. Dafür werden sie bezahlt. Der randalierende Mob gehört, ohne langwierige Verfahren mit dem Geld des Steuerzahlers, umgehend dorthin verfrachtet, wo er herkommt. Sollen Sie dort ihre Kraft austoben und den Mut aufbringen für Ordnung zu sorgen anstatt anderen zur Last zu fallen und deren gesellschaftliches und privates Eigentum zu zerstören. Wo soll diese Politik sonst noch hinführen und wer soll das bezahlen????

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