Dienstag, 27. Juni 2017
15.09.2015
 
 

Dresden: PEGIDA kündigt Parteigründung an

Torben Grombery

Auf dem Montagsspaziergang der PEGIDA-Bürgerbewegung in Dresden hat deren Organisator Lutz Bachmann jetzt völlig überraschend die zeitnahe Gründung einer »echten basisdemokratischen Alternative auf allen Ebenen« angekündigt und damit den Weg für eine PEGIDA-Partei freigemacht.


Der direkt an der Frauenkirche gelegene Dresdener Neumarkt konnte die große Masse an Teilnehmern des PEGIDA-Abendspazierganges an diesem Montag kaum bewältigen, als PEGIDA-Mitbegründer, Organisator und Sprecher Lutz Bachmann völlig überraschend die beschleunigte Umstrukturierung der PEGIDA-Bürgerbewegung und zeitnahe Gründung einer »echten basisdemokratischen Alternative auf allen Ebenen« verkündete.

Bisher hatten die Mitglieder des Organisationsteams der Bürgerbewegung die Neugründung einer Partei stets vehement abgelehnt – wohl aber angekündigt, mit Direktkandidaten bei Landtagswahlen antreten zu wollen.
Die jetzt schnell zu gründende PEGIDA-Partei solle künftig auf regionaler, Landes- und Bundesebene antreten und eng mit bereits bestehenden konservativen Parteien in ganz Europa kooperieren.

 

Hauptaufgabe der Partei sei es, den Schutz des Landes und der Kultur ohne Bevormundung der Eurokraten dieser EU und ohne Kriegstreiberei aus den USA (in Richtung Russland) umzusetzen. Schon zuvor wurden zehn Forderungen veröffentlicht.

 

Auch vor dem Hintergrund der sich überschlagenden Entwicklungen in Bezug auf die Krise durch die derzeitigen Flüchtlingsbewegungen rief Bachmann den Kundgebungsteilnehmern zu:

»Ich glaube denen in Berlin kein Wort mehr. Sie haben verspielt.«

PEGIDA habe schon vor Monaten auf die nun eingetretene Situation hingewiesen und genau die Grenzkontrollen gefordert, die jetzt als Notfall-Plan durch die Bundesregierung umgesetzt würden. Weiterhin fordere PEGIDA eine sofortige Polizei-Reform sowie längst das Aussetzen von Schengen.

Ebenso verkünde der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer auf einmal, dass er mit dem russischen Präsidenten Putin gegen den IS zusammenarbeiten wolle. PEGIDA habe schon seit Längerem Frieden mit Russland und ein Ende der Kriegstreiberei gefordert. Bachmann weiter:

»An CDU, Grüne und Linke richte ich nun den Satz: Ihr habt uns alle verraten.«

Auch die Partei Alternative für Deutschland (AfD) habe in der Vergangenheit versucht und versuche, den PEGIDA-Erfolg für sich zu verbuchen. Bachmann zum Ende seiner Rede:

»Die Blockflöten-Truppe von Ja-Sagern und Apparatschiks hat ausgedient. Sie sind am Ende Frau Merkel, Herr Gabriel, Özdemir und wie Sie alle heißen: Treten Sie zurück!«

Anschließend verkündete Lutz Bachmann unter großem Jubel der weit mehr als zehntausend Kundgebungsteilnehmer die schnelle Gründung einer Partei.

Auch der nächste Redner, Siegfried Daebritz, ebenso PEGIDA-Mitglied der ersten Stunde, ließ es in seiner Rede an Deutlichkeit nicht fehlen:

»Wir haben hier ein akutes Problem. Machen wir uns nichts vor. Die Maßnahmen der ›Kontrollen‹ sind Opium fürs Volk. Die Grenzen sind grün, lang und offen wie Scheunentore.«

Daebritz wies in seiner Rede weiter darauf hin, dass falls es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen in der Bunderepublik kommen sollte, Deutschland schon wegen der Abschaffung des Grundwehrdienstes alt aussehen würde.

 

Auch schon falls es kalt würde, falls es kein Geld mehr gäbe oder in dem Fall, dass Migranten wieder nach Hause müssten, könne deren Aggressions-Level enorm werden und es zu inneren Unruhen kommen. Daebritz weiter:

»Wenn nur ein paar Hundert loslegen würden, könne das für viele Sympathisanten für eine Initialzündung reichen. Weiter will ich selbst nicht denken, das nur bis hierhin zu bedenken geben.«

Die PEGIDA-Protestbewegung war schon in den vergangenen Wochen wieder auf dem Weg, von den Massenmedien völlig ignoriert, zu ihrer alten Stärke zurückzufinden.

 

Zu den neuerlich stetig ansteigenden Teilnehmerzahlen wurden seitens der Behörden sowie der Politik lediglich einige an Lächerlichkeit nicht zu überbietende Scharmützel bekannt.

 

Der Kandidatin der PEGIDA-Bürgerbewegung zu den Oberbürgermeisterwahlen in Dresden, Tatjana Festerling, gelang es – trotz der Diffamierungskampagne durch die Massenmedien – mit einem Ergebnis von rund zehn Prozent einen Achtungserfolg zu erzielen.

 

 

 

 

 

 

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Leser-Kommentare (80) zu diesem Artikel

21.09.2015 | 22:18

Tilo Pusch

Wir haben die Probleme hier, selbst wenn die Probleme wo anders produziert werden .Wir müssen zuerst hier abrechnen. Und allein sind wir nicht! Wir müssen nur UNSERE Schläfer Wecken! Wenn es eng wird, bei Pegida, dann bin ich auch da, und viele andere auch, nur der Platz reicht nicht!---------- ICH LIEBE EUCH DOCH ALLE; ALLE MENSCHEN LIEBE ICH DOCH ! ..… vor 26 Jahren hatte Deutschland schon einmal, so eine Regierung. Kurz danach war Mielke reif für die „Klapper“. Unsere...

Wir haben die Probleme hier, selbst wenn die Probleme wo anders produziert werden .Wir müssen zuerst hier abrechnen. Und allein sind wir nicht! Wir müssen nur UNSERE Schläfer Wecken! Wenn es eng wird, bei Pegida, dann bin ich auch da, und viele andere auch, nur der Platz reicht nicht!---------- ICH LIEBE EUCH DOCH ALLE; ALLE MENSCHEN LIEBE ICH DOCH ! ..… vor 26 Jahren hatte Deutschland schon einmal, so eine Regierung. Kurz danach war Mielke reif für die „Klapper“. Unsere Regierung brauchte nur die Flüchtlinge nicht annehmen,(siehe Ungarn)---- oder DIE SOZIALHILFE für Flüchtlinge würde DEM ÄRMSTEN EU-Land entsprechen, dann gäbe es das Problem nicht.-------Es ist nicht USA gemacht,sonder Grün Rot Schwarz, ergiebt = Dunkelbraun. Versklavung der straffälligen Asylanten in Massen. Also biligste Arbeitskräfte zu hauf. Diese Probleme sind Deutsch gemacht !!!! (Es sind alles "unsere" Außländer?!)


20.09.2015 | 02:39

Edgar

Bemerkenswerte Zeilen : Pegida: Unsere Politiker wollen Deutschland maßgeblich verändern,sie wollen das Deutsche Volk abschaffen und uns durch eine multikulturelle Gesellschaft ersetzen,sie wollen ein Vielvölkerstaat auf deutschen Boden etablieren-damit verhalten sie sich wie Volksverräter.


17.09.2015 | 14:10

Dino

Schaut euch bitte mal diese lange Liste der Prominenz mit ihren Kommentaren an und merkt euch ihre Gesichter....wahrlich zum Ko.... http://www.huffingtonpost.de/2015/07/31/deutsche-fluechtlinge-huffington-post-willkommen_n_7903912.html


16.09.2015 | 20:13

Leonidas300

Ich denke dass in der Politik gibt gar keine Freundschaften gibt. Es gibt Gemeinsamen Interessen, an dem Politiker arbeiteten für den Wohlstand des Landes und das Volk, oder Politiker die in eigenen Interessen oder Interessen einen dritten sind.Man braucht nur gesunden Verstand und Logik um es zu erkennen.Symptomen zu bekämpfen anstatt einer Krankheit zu bekämpfen ist unsinnig schätze ich mal.ich denke dass es 2 Politik Varianten gibt, eine echte Politik oder Gesponserte Politik...

Ich denke dass in der Politik gibt gar keine Freundschaften gibt. Es gibt Gemeinsamen Interessen, an dem Politiker arbeiteten für den Wohlstand des Landes und das Volk, oder Politiker die in eigenen Interessen oder Interessen einen dritten sind.
Man braucht nur gesunden Verstand und Logik um es zu erkennen.
Symptomen zu bekämpfen anstatt einer Krankheit zu bekämpfen ist unsinnig schätze ich mal.
ich denke dass es 2 Politik Varianten gibt, eine echte Politik oder Gesponserte Politik bzw. Politik im Auftrag fremden Interessen.


16.09.2015 | 17:34

reisender

2. Versuch: Gestern komme ich am frühen Nachmittag über die Österr.- Deutsche Grenze (bei Passau) und sehe, daß, wenn überhaupt ! , vor allem Transporter und Pkw kontrolliert werden, die Lkw haben fast alle freie Fahrt !
Kein Wunder, daß ich (plus 2 Begleiter) außer ca. 7 Südost - Europäern nichts von den sog, Flüchtlingen sahen.
Alles eine aufwendige Show oder (besser) : Schmierenkomödie.


16.09.2015 | 17:13

EU-Gegner

@Thomas: Sagte ich früher schon mal -da werden zwei Religionen aufeinander gehetzt - und der lachende Dritte ist wie lange Zeiten schon ... Wie Sie sagen, Befreiung aus der Zinsknechtschaft (und dem FIAT-Geldsystem), welche der lachende Dritte betreibt. Eine Pegida- oder sonstwas Partei hat null Chancen und dient auch nur dem lachenden Dritten, denn eigentlich gehören alle Parteien verboten. Das ungültige Wahlgesetz legitimiert nur Pseudoregierungen und dient der...

@Thomas: Sagte ich früher schon mal -da werden zwei Religionen aufeinander gehetzt - und der lachende Dritte ist wie lange Zeiten schon ... Wie Sie sagen, Befreiung aus der Zinsknechtschaft (und dem FIAT-Geldsystem), welche der lachende Dritte betreibt. Eine Pegida- oder sonstwas Partei hat null Chancen und dient auch nur dem lachenden Dritten, denn eigentlich gehören alle Parteien verboten. Das ungültige Wahlgesetz legitimiert nur Pseudoregierungen und dient der Aufrechterhaltung der Matrix. Die Wahrheit macht frei, ja, aber wer hat schon Lust und Zeit, diese zu suchen. Auf dem Weg dorthin offenbaren sich Erkenntnisse, welche viele nicht wahrhaben wollen oder nicht verkraften können und sie sich lieber weiter in der Matrix belassen. Das kann ich sogar verstehen, denn sehr viele Menschen haben Angst, zumindest ihren vorgefertigten materiellen und ideologischen Rahmen zu verlassen.

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