Lebensmittel: Immer mehr Gift in Verpackungen
Torben Grombery
Rund 100.000 verschiedene Substanzen gehen aus Verpackungen in Lebensmittel über. Die Öffentlichkeit erfährt nichts darüber.

Die Schweiz informiert ihre Bürger wesentlich besser über mögliche gesundheitliche Risiken als andere deutschsprachige Länder. Die Schweizer Ernährungszeitschrift Tabula (sie ist angeschlossen an die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung - SGE) hat jetzt
einen Bericht über Gift in Lebensmittelverpackungen veröffentlicht, der in der Alpenrepublik für Aufsehen sorgte. Danach sind von 100.000 Substanzen in Lebensmittelverpackungen bislang nur 1.500 auf ihre Giftigkeit überprüft worden. Selbst wenn nur ein Prozent der gesamten Substanzen gesundheitsschädlich wäre, dann handelt es sich noch immer um etwa 1.000 potenziell gefährliche Stoffe, so die Aussage. Die mengenmäßige Verunreinigung durch Substanzen aus Verpackungsmaterialien sei rund 100-mal größer als jene durch Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Doch die Konsumenten sorgen sich um Pflanzenschutzmittel, nicht aber um Verpackungsgifte. Dabei hat jeder Erwachsene im deutschsprachigen Raum heute allein rund vier Teelöffel Mineralöl im Körper. Und das ist erst der Anfang. Lesen Sie, wie wir von der Industrie vergiftet werden. Die EU unterstützt das, denn sie hat die entsprechenden Grenzwerte stillschweigend heraufgesetzt. Deutsche Medien haben darüber bislang noch nicht berichtet.
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