Samstag, 3. Dezember 2016
14.08.2014
 
 

Mehr Flüchtlinge als Unterkünfte: Ludwigsburger Landrat droht mit Zwangsmaßnahmen

Torben Grombery

Im baden-württembergischen Landkreis Ludwigsburg herrscht wegen des hohen Zustroms an Flüchtlingen dramatischer Platzmangel. In einem »Brandbrief« an die Bürger- und Oberbürgermeister seiner Gemeinden schloss der parteilose Landrat Dr. Rainer Haas auch Zwangsmaßnahmen – also die behördliche Beschlagnahme von Gebäuden – in letzter Konsequenz nicht mehr aus. Damit folgt dieser seinem Amtskollegen Reinhard Frank (CDU), der das erst kürzlich erfolgreich praktiziert hat.

 

Im Landkreis Ludwigsburg leben derzeit rund 500 000 Menschen. In den letzten Monaten erreichten rund 100 Flüchtlinge pro Monat den Landkreis. Aktuell sind es mehr als 200 – Tendenz steigend. Ein Ende des Flüchtlingsstromes ist nicht in Sicht – das Ende an kurzfristig belegbaren Unterbringungsmöglichkeiten hingegen schon: Es herrscht dramatischer Platzmangel.

 

 

Damit habe die Lage »eine neue Eskalationsstufe« erreicht, schreibt der in Bedrängnis geratene Landrat an die Bürger- und Oberbürgermeister seiner zugehörigen Gemeinden und bittet dringend um Meldung von Unterbringungsmöglichkeiten.

 

Sollten die Gemeinden kurzfristig nicht genügend Schlafplätze zur Verfügung stellen können (oder vermutlich wollen), droht Landrat Haas vorsorglich mit der »Beschlagnahme von Sporthallen« oder der Belegung von Hotels und Pensionen – als letzte Konsequenz.

 

Genau das hat der Landrat des Main-Tauber-Kreises, Reinhard Frank (CDU), erst jetzt auf dem Laurentiusberg in der Fechterhochburg Tauberbischofsheim erfolgreich durchgezogen: Die Beschlagnahme eines Gebäudes zur Unterbringung von Flüchtlingen.

 

Auch in diesem Landkreis steht der Landrat, was die Unterbringung von Flüchtlingen angeht, »mit dem Rücken an der Wand«. Die Unterbringungsmöglichkeiten sind restlos erschöpft und die Lage ist auch in diesem Teil von Baden-Württemberg »dramatisch«.

 

Dass keine schnelle Einigung zustandekam, hat hier dazu geführt, dass die amtliche Beschlagnahme eines Gebäudes auf einem Kasernengelände vollzogen wurde. Knapp 70 Asylbewerber werden dort nun zeitnah untergebracht.

 

Diese aus der Not heraus geborenen Beispiele dürften künftig in Deutschland Schule machen und die aktuelle Diskussion um erste Flüchtlingslager in Deutschland weiter anheizen.

 

 

 

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Leser-Kommentare (33) zu diesem Artikel

20.08.2014 | 16:26

klaus

wir sollten eine Möglichkeit finden, einen Teil eines betroffenen Landes zu übernehmen und die Menschen dort - im eigenen Land - zu schützen und diesen Landesteil aufzubauen und zu entwickeln. Wer glaubt, alle Menschen erstmal nach Europa und dann sehen wir weiter, sollte einmal einen Globus betrachten.


19.08.2014 | 22:51

Evita Scholl-Schmidt

Ich möchte mir aussuchen, wer in unser schönesLand kommt. Ein PAAR ethnische oder religiöse Farbtupfer in meiner Nähe finde ich ganz anregend. Was in D allerdings passiert, ist Masseneinnahme unserer Heimat Deutschland durch ethnisches und religiöses Klientel, das ihre Probleme aus ihrem Urprungsland importiert. . Und auch die Art, diese Probleme zu lösen, nämlich so gut wie immer mit Gewalt. Mit einer unsäglichen Dreistigkeit werden zudem Ansprüche gestellt, von dem unsere alten...

Ich möchte mir aussuchen, wer in unser schönesLand kommt. Ein PAAR ethnische oder religiöse Farbtupfer in meiner Nähe finde ich ganz anregend. Was in D allerdings passiert, ist Masseneinnahme unserer Heimat Deutschland durch ethnisches und religiöses Klientel, das ihre Probleme aus ihrem Urprungsland importiert. . Und auch die Art, diese Probleme zu lösen, nämlich so gut wie immer mit Gewalt. Mit einer unsäglichen Dreistigkeit werden zudem Ansprüche gestellt, von dem unsere alten Rentner/innen, die unser Land aufgebaut haben, nur träumen. Ich habe keine Funken Toleranz mehr übrig für irgendwelches Multikulti Gequatsche, ich kann keine Kopftücher mehr sehen, beim Anblick noch eines Schwarzen werde ich aggressiv. Ich willl meine Heimat wiederhaben!


19.08.2014 | 14:29

CEO2

aktuell sollen in der Kaserne in Meßstellten 1000 sog. Flüchtlinge einquartiert werden. Man will die Bürger "beruhigen". Mich würde nun interessieren, wann haben wir endlich genug Fachkräfte ? Und: Warum nehmen USA keine dieser Fachkräfte auf, haben sie doch deren Elend in erster Linie herbeigeführt?


18.08.2014 | 12:14

Strobl Petra

Hallo Deutschland was können den die Menschen dazu ..dass sie flüchten müssen? wenn Deutschland aufhören würde ..überall seine Waffen für Kriege zu verkaufen ...gäbe es sicher auch nicht so viele Flüchtlinge.....es wird zeit der Regierung mal die rote Karte zu zeigen!!!.....wir wollen doch alle den Frieden!! kommt auf die Mahnwachen für den Frieden in über 100 Städten in Deutschland! und Informiert euch Leute....DAS Volk ist nur in der Masse stark und es kann nicht sein...

Hallo Deutschland was können den die Menschen dazu ..dass sie flüchten müssen? wenn Deutschland aufhören würde ..überall seine Waffen für Kriege zu verkaufen ...gäbe es sicher auch nicht so viele Flüchtlinge.....es wird zeit der Regierung mal die rote Karte zu zeigen!!!.....wir wollen doch alle den Frieden!! kommt auf die Mahnwachen für den Frieden in über 100 Städten in Deutschland! und Informiert euch Leute....DAS Volk ist nur in der Masse stark und es kann nicht sein dass wir und unsere Kinder unter Privatbanken ...Großbanken ...leiden müssen ...ach ja ich hätte ein Zimmer frei ..wenn es einer Mutter und ihrem Kind behilflich sein könnte.........Lieben Gruß eine Mutter


17.08.2014 | 06:20

Heiko

Es ist doch unbegreiflich, daß wir überhaupt Flüchtlinge aus aller Welt nach Deutschland holen und somit durch Lebensraumentzug unsere Restnatur völlig zubetonieren, Tiere und Pflanzen haben keine Überlebenschance mehr, unserer Land ist schon jetzt völlig denaturiert. Statt eine Flüchtlingsrückführung zu veranlassen, holen wir Millionen von ihnen ins Land und zerstören unsere Heimat. Unverständlich auch, daß die Fachkräfte - so bezeichnet man ja die Zuwanderer - auf unsere...

Es ist doch unbegreiflich, daß wir überhaupt Flüchtlinge aus aller Welt nach Deutschland holen und somit durch Lebensraumentzug unsere Restnatur völlig zubetonieren, Tiere und Pflanzen haben keine Überlebenschance mehr, unserer Land ist schon jetzt völlig denaturiert. Statt eine Flüchtlingsrückführung zu veranlassen, holen wir Millionen von ihnen ins Land und zerstören unsere Heimat. Unverständlich auch, daß die Fachkräfte - so bezeichnet man ja die Zuwanderer - auf unsere Kosten ein sorgenfreies Leben führen können und für Straftaten nicht zur Rechenschaft gezogen werden.


16.08.2014 | 06:44

Dirk Breitinger

Abgesehen davon stellt sich natürlich die Frage, wie man das Problem lösen könnte. Grundsätzlich sollte man meiner Meinung nach diese Leute auch in einem Staat in ihrem Kulturkreis ansiedeln. z.B. Muslime in muslimischen Ländern. Schwarzafrikaner in schwarzafrikanischen Ländern. Für den Hausbau in diesem Ländern könnte man dann z.B. finanzielle Unterstützung und Spenden anbieten, wenn man humanitär helfen will. Abgesehen davon bin ich persönlich genauso für...

Abgesehen davon stellt sich natürlich die Frage, wie man das Problem lösen könnte. Grundsätzlich sollte man meiner Meinung nach diese Leute auch in einem Staat in ihrem Kulturkreis ansiedeln. z.B. Muslime in muslimischen Ländern. Schwarzafrikaner in schwarzafrikanischen Ländern. Für den Hausbau in diesem Ländern könnte man dann z.B. finanzielle Unterstützung und Spenden anbieten, wenn man humanitär helfen will. Abgesehen davon bin ich persönlich genauso für Völkerfreundschaft, wie auch für das Recht auf Apartheit, das sich auch mit dem Selbstbestimmungsrecht der Völker deckt. Grundsätzlich bin ich der Meinung, daß die Leute auch das Recht auf Rassentrennung haben. Und wer es multikulturell haben will, der soll es natürlich multikulturell bekommen. Also konkret z.B. ein Volksdeutsche Schule und eine Multikulturelle Schule für Multikulturelle. Hier kann man z.B. bei jedem Unterrichtsfach die Sprache wechseln. Und auch für Anti-Autoritäre Lehrer und Anti-Intellktuelle wäre das der richtige Ort. Schönen Gruß.

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