Saturday, 27. August 2016
16.08.2010
 
 

Studie beweist: Deutsche Journalisten stehen politisch links und wollen Politik und ihre Leser beeinflussen

Torben Grombery

In der Berichterstattung der deutschen »Qualitätsmedien« klafft oftmals eine gehörige Lücke zwischen der öffentlichen und veröffentlichten Meinung. Viele Leser wenden sich bereits von ihren Tageszeitungen und Magazinen ab und informieren sich im Internet. Lesen sie bei uns über die Ursachen und Hintergründe um den Niedergang des deutschen Journalismus.

Nicht wenig Menschen haben mehr und mehr den Eindruck, dass das, was sie alltäglich in ihren Zeitungen und Magazinen lesen, sich ganz und gar nicht mit dem deckt, was sie selber zum Thema denken. Diese Entwicklung war zuletzt gravierend beim Schweizer Volksentscheid zum »Minarettverbot« zu beobachten und schwelt seit vielen Jahren beim Thema »EU-Beitritt der Türkei«. Selbiges trifft auf die Art und Weise der Berichterstattung zu.

Eine aktuelle Studie der FU Berlin zum Thema »Politikjournalisten« gibt aufschlussreiche Einblicke über die Wandlungsprozesse im deutschen Journalismus und die persönliche sowie politische Einstellung der schreibenden Zunft.

Von den Politikjournalisten, die eigentlich die »Vierte Gewalt» im Staat mit repräsentieren sollten, geben fast 50 Prozent der Befragten offen zu, dass sie der politisch linken Seite zugeneigt sind. Insbesondere in den Chefetagen der »Qualitätsmedien«, wo nahezu alle Artikel gegengelesen, geprüft und redigiert werden, hat das gravierende Folgen auf die Informationen für den Leser.

So geben 70 Prozent der Befragten Journalisten an, dass ihre Beiträge in der Redaktion immer oder oft gegengelesen werden. Das bedeutet im Klartext, dass die Linie der Berichterstattung zu einem Großteil vorgegebenen ist und entsprechend stringent kontrolliert wird.

Zum journalistischen Selbstverständnis der Damen und Herren in den Politikredaktionen befragt, gibt rund jeder Dritte zu, dass man die politische Tagesordnung durch seine Arbeit beeinflussen will und rund 25 Prozent der Befragten gesteht offen, dass sie ihren Lesern ihre eigenen Ansichten präsentieren möchten. Die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich höher.

Weiterhin geben rund 71,4 Prozent der befragten Journalisten zu, andere journalistische Medien als Informationsquelle zu nutzen. Der Eindruck, dass Journalisten häufig voneinander abschreiben, wird dadurch bestätigt.

Durch den wirtschaftlichen Niedergang, dem größtenteils sprödem und belehrendem Einheitsjournalismus sowie den Möglichkeiten des Internet, regiert bei den deutschen »Qualitätsmedien« seit vielen Jahren der Rotstift. Diesen vielen Kürzungen, Zusammenlegungen und Medienpleiten geschuldet, mutierten bereits unzählige »Qualitätsjournalisten« zu Empfängern von Hartz-IV.

Der überzeugte Linke verfolgt in der Regel hartnäckig seine Linie. So ist davon auszugehen, dass der »Teufelskreis« zwischen wirtschaftlichem Niedergang, Einheitsbrei und Rotstift auch in Zukunft dafür verantwortlich sein wird, dass die »Qualitätsmedien« uns Nachrichten auf niedrigem Niveau präsentieren und sich dabei immer ähnlicher werden. Der Gewinner dieses Dilemmas heißt dann »World Wide Web«.

Ergänzende Beiträge zu diesem Thema

Viel Papier, wenig Gehalt: Deutsche Medien auf dem Marsch in den Einheitsjournalismus?

Udo Ulfkotte

Journalisten können ganz schön streng sein, wenn es darum geht, Maßstäbe an das Handeln anderer anzulegen. Nur für sich selbst nehmen sie wie selbstverständlich ständig Narrenfreiheit in Anspruch. Vor allem beim Wegschauen. Stellen Sie sich einmal vor, 32 linksautonome Randalierer wären nach Straftaten von der Polizei lebend verbrannt worden –  mehr …

Nach der Loveparade: Journalisten schmeißen Eva Herman mal wieder einen Stein hinterher

Udo Ulfkotte

In deutschen Redaktionsstuben herrscht in diesen Tagen gute Stimmung. Denn endlich gibt es ein Thema, mit dem man die nachrichtenarme Zeit des medialen Sommerlochs füllen kann – die Toten der »Loveparade« kommen da wie gerufen. Was jetzt noch fehlt sind ein paar Bösewichte, die man in den kommenden Tagen wie Schweine durchs Dorf treiben kann. Das  mehr …

Über dem Kopp Verlag lacht die Sonne, über die Qualitätsjournalistin Antje Hildebrandt bald die Welt?

Udo Ulfkotte

Die »Welt«-Autorin Antje Hildebrandt schreibt angeblich gern ab – bei sich selbst. Das jedenfalls hatte der deutsche Medienjournalist Stefan Niggemeier schon 2008 behauptet. Vielleicht sollte »Welt«-Qualitätsjournalistin Antje Hildebrandt einfach einmal öfter die Veröffentlichungen ihrer Journalisten-Kollegen verfolgen. Dann hätte sie ihrem Verlag  mehr …

Journalistisches Eigentor: Süddeutsche Zeitung vertreibt im eigenen Artikel als rechtsextrem gebrandmarkten Autor selbst

Udo Ulfkotte

Je besser man die Kunst der sorgfältigen Recherche beherrscht, umso größer sind die Chancen, bei einem renommierten Verlag unterzukommen. Die Süddeutsche Zeitung hat in den vergangenen Monaten viele Mitarbeiter entlassen müssen. Die zurückgebliebenen Journalisten scheinen die Grundzüge der sorgfältigen Recherche nicht mehr zu beherrschen. Zwei von  mehr …

EU-Parlament: Europäische Journalisten sollen für linientreue Berichterstattung »geschult« werden!

Eva Herman

Man muss schon zweimal hinschauen, um das glauben zu können, was EU-Politiker sich ausdenken, damit sie die europäischen Medien auf Linie bringen und diese in den festen Griff kriegen. Dazu wird inzwischen zu unkonventionellen Maßnahmen gegriffen: So diskutiert das Komitee für Geschlechtergleichheit des EU-Parlaments schon länger über die »falsche  mehr …

Leitmedium »Die Welt«: Von der Unfähigkeit der journalistischen Analyse!

Eva Herman

»Die Welt« widmete sich gerade in ihrer dicken Pfingst-Printausgabe in umfangreicher Manier dem derzeit wichtigsten gesellschaftspolitischen Thema: der Kinderlosigkeit in Deutschland. Das ist grundsätzlich gut und wichtig, hat allerdings viel zu lange gedauert. Auf einer beeindruckenden Doppelseite analysieren sich die vier Journalisten Ulrich  mehr …

Wer diesen Artikel gelesen hat, hat sich auch für diese Beiträge interessiert:

Adolf Hitler im Ersten Weltkrieg (I) – Asozial oder guter Kamerad?

Michael Grandt

Noch immer ranken sich viele Legenden um Adolf Hitler. Das in Deutschland oft einseitig verzerrte, aber politisch korrekte Bild lässt, anders als im angelsächsischen Raum, jedoch häufig seriöses Quellenstudium missen. Doch 65 Jahre nach Hitlers Tod sollte man auch hierzulande objektiv über ihn berichten können - das sind wir unseren Großeltern,  mehr …

Bancor: IWF plant neue Weltwährung

Brigitte Hamann

Der Dollar ist auf dem absteigenden Ast, das ist auch den regierenden Eliten klar. Die Lösung ist einfach: Wenn ein Schiff sinkt muss man sich auf ein anderes retten.  Wenn die eine Kuh keine Milch mehr gibt schafft man sich eine andere an. Ein Plan dafür liegt bereits in den Schubladen des IWF: eine neue globale Papierwährung, die, so wird den  mehr …

Viel Papier, wenig Gehalt: Deutsche Medien auf dem Marsch in den Einheitsjournalismus?

Udo Ulfkotte

Journalisten können ganz schön streng sein, wenn es darum geht, Maßstäbe an das Handeln anderer anzulegen. Nur für sich selbst nehmen sie wie selbstverständlich ständig Narrenfreiheit in Anspruch. Vor allem beim Wegschauen. Stellen Sie sich einmal vor, 32 linksautonome Randalierer wären nach Straftaten von der Polizei lebend verbrannt worden –  mehr …

Auskunft im Fall Heisig: Verwaltungsgericht Berlin weist Klage ab (Teil 7)

Gerhard Wisnewski

In Berlin kann ein Mensch verschwinden und ohne jeden Beweis gegenüber der Öffentlichkeit zum Selbstmörder erklärt werden. Das geht jetzt aus einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin hervor. Es wies eine Klage des Journalisten Gerhard Wisnewski auf konkrete Auskunft über die Todesumstände der Jugendrichterin Kirsten Heisig ab. Für das  mehr …

Iran-Krise: Rüstungsspirale am Golf läuft auf Hochtouren

Udo Schulze

Vom Rest der Welt fast unbemerkt hat sich im Nahen Osten eine Spirale des Wettrüstens gebildet, wie sie uns eigentlich nur aus der Zeit des Kalten Krieges bekannt ist. Grund dafür ist die wachsende Kriegsgefahr rund um den Persischen Golf. Dick im Geschäft ist dabei die US-Waffenindustrie.  mehr …
Newsletter-
anmeldung!
Hier erhalten Sie aktuelle Nachrichten und brisante Hintergrundanalysen
(Abmeldung jederzeit möglich)

Werbung

KOPP EXKLUSIV – Jetzt bestellen

Brisante Hintergrundanalysen wöchentlich exklusiv nur bei uns.

Katalog – Jetzt kostenlos bestellen

Bestellen Sie unseren Katalog kostenlos und unverbindlich.