Wednesday, 28. September 2016
25.06.2014
 
 

Verrückte Medienwelt: Journalist gegen Journalist hilft Salafist

Torben Grombery

Das NDR-Medienmagazin zapp hat kürzlich einen Reporter der Stuttgarter Nachrichten öffentlich an den Pranger gestellt, weil der seine Erkenntnisse über die Aktivitäten eines deutschen »Salafisten« in Syrien an die Ermittlungsbehörden weitergegeben hatte. Einige Tage später legte eine linke Wochenzeitung nach und veröffentlichte den Klarnamen des Journalisten, der aus Sicherheitsgründen inkognito arbeitet. Offenbar soll so ein unbotmäßiger Mahner im Sinne des Mainstreams diszipliniert werden – und das von Medienschaffenden, die teilweise Kontakte in die deutsche »Salafistenszene« haben.

 

Über Salafisten und ihre Ideologie zu berichten ist im politisch korrekten Deutschland eine nicht ungefährliche Gratwanderung. Schnell sieht man sich dem Verdacht ausgesetzt, islam- oder gar fremdenfeindlich zu sein. Wer das brisante Thema dennoch aufgreift und dann auch noch bereit ist, sein Wissen über potenziell gefährliche Aktivisten mit den Sicherheitsbehörden zu teilen, gerät schnell ins Kreuzfeuer linker Tugendwächter.

 

Die schrecken in bester Antifa-Manier nicht einmal davor zurück, die Identität eines Journalisten aufzudecken und ihn so zur Zielscheibe möglicher Attentate von Extremisten zu machen. So geschehen in der Wochenzeitung Kontext, die in gedruckter Form als Beilage in der links-alternativen Tageszeitung taz erscheint. In einem vernichtenden Artikel über den als »Hilfspolizist« titulierten Reporter wird dessen Klarname genannt und sein Foto veröffentlicht.

 

Dabei ist spätestens seit dem knapp vereitelten Anschlag auf den Vorsitzenden der Partei Pro NRW, Markus Beisicht, klar, dass auch hierzulande radikale Islamisten nicht einmal vor Mordanschlägen auf ihre Gegner zurückschrecken.

 

Aufhänger des Kontext-Artikels war ein Bericht des NDR-Magazins zapp vom 11. Juni 2014. Unter dem Titel »Salafisten – Wie Journalisten Behörden helfen« wurde der für die Stuttgarter Nachrichten (StN) tätige Journalist F. wegen der von ihm an das Landeskriminalamt Baden-Württemberg weitergegebenen Informationen zum deutschen Islam-Konvertiten Sven Lau scharf kritisiert.

 

Lau, der neben dem Prediger Pierre Vogel einer der führenden Aktivisten der deutschen »Salafistenszene« ist, hielt sich vor einigen Monaten in Syrien auf. An einer Stelle des NDR-Beitrags wird der StN-Mitarbeiter, dessen Identität zapp immerhin wahrt, sogar als »Denunziant« diffamiert.

 

Die Stuttgarter Nachrichten halten dem in einer Stellungnahme entgegen, dass die Zeugenaussage des Journalisten eine gesetzliche und staatsbürgerliche Pflicht sei. Zu Recht, zumal es hier um Ermittlungen gegen einen potenziell gefährlichen Extremisten ging.

 

Wie die linken Tugendwächter den Fall im Lichte ihres journalistischen Berufsethos wohl beurteilt hätten, wenn es sich bei Sven Lau nicht um einen »Salafisten«, sondern um einen »Neonazi« handeln würde? Der StN-Reporter wäre wahrscheinlich wegen seiner »Zivilcourage« gefeiert worden!

 

Andere Medien halten sich bei dem Thema bislang auffallend bedeckt. Nicht so das Online-Nachrichtenportal blu-News, das die Hintergründe der Affäre in einem ausführlichen Beitrag kritisch beleuchtet. Blu-News deckt Kontakte zwischen einer für den fragwürdigen zapp-Beitrag des NDR mitverantwortlichen Redakteurin und der deutschen »Salafistenszene« auf. Es wird sogar der Verdacht geäußert, dass die Journalistin, die bereits seit Jahren für linke Presseorgane tätig ist, mit den Radikalen zusammengearbeitet haben könnte.

 

Dafür spreche beispielsweise die Tatsache, dass im zapp-Bericht aus einem Vernehmungsprotokoll zitiert wird, das neben der Justiz offiziell nur dem Anwalt von Sven Lau vorgelegen haben dürfte. Fest steht jedenfalls, dass sich die NDR-Mitarbeiterin geweigert hatte, als Zeugin Fragen des LKA Stuttgart im Fall Sven Lau zu beantworten.

 

Der Fall offenbart interessante Querverbindungen zwischen linken Medienschaffenden und Islamisten in Deutschland, Personen also, die nicht nur unseren demokratischen Rechtsstaat verachten, sondern auch zutiefst reaktionäre Ansichten vertreten. Wie sich die Sympathien mancher Linker für islamische Radikale mit ihrem progressiv-aufklärerischen Selbstverständnis vereinbaren lassen, bleibt deren Geheimnis. Die deutsche »Salafistenszene« um ihren Frontmann Pierre Vogel dürfte sich jedenfalls über den zapp-Bericht gefreut haben.

 

 

 

 

 


 

 


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